01.03.2019 | Presseinfo Nr. 21

Presseinformation zum Arbeitsmarkt im Februar

Arbeitslosenquote im Februar: 6,1 Prozent

Arbeitslosigkeit im Februar: 7.661 arbeitslose Frauen und Männer

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich: - 512 Arbeitslose/ - 6,3 Prozent

Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich: - 13 Arbeitslose/ - 0,2 Prozent

Stellenmeldungen im Monatsverlauf: 729 neue Stellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa


 

I. Überblick

Im Landkreis Meißen, dem Bezirk der Agentur für Arbeit Riesa, waren Ende Februar 7.661 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 13 Arbeitslose (- 0,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2018 sind gegenwärtig 512 Personen (- 6,3 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen veränderte sich im Monatsverlauf nicht und beträgt weiterhin 6,1 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 6,5 Prozent.

„Winterpause -  so lässt sich die für einen Februar typische Arbeitsmarktentwicklung beschreiben. Die Arbeitslosigkeit stagnierte auf dem Vormonatsniveau, da in den Außenberufen aus saisonalen Gründen noch keine Einstellungen vorgenommen werden. Jedoch verzeichneten unsere Vermittler im Arbeitgeber-Service mehr Stellenangebote als in den Vormonaten. Ein Zeichen dafür, dass die Auftragslage in den Unternehmen gut ist und Einstellungen für die kommenden Wochen geplant sind“, so die Bewertung der Arbeitsmarktentwicklung von der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa, Petra Schlüter. „Aufgrund der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften bei zurückgehendem Angebot reagieren die Arbeitgeber mit frühzeitigeren Aufträgen, damit die Besetzung der Vakanzen möglichst termingerecht erfolgt.“

„Aktuell haben wir knapp 3.000 offene Stellen im Bestand und unsere Aufgabe ist es, Arbeitsuchende und Stellen zusammenzubringen. Daher macht die gemeinsame JOB-TOUR der Agentur für Arbeit Riesa und des Jobcenters Landkreis Meißen unter Schirmherrschaft des Sächsischen Landtagspräsidenten, Dr. Matthias Rößler, am 09. März in Radebeul bei „Radebeul JOBBT“ und am 06. April im Großenhainer Rathaus Station. Wir präsentieren dort die regionalen Stellenangebote und stehen allen Arbeitsuchenden für ihre Fragen rund um Beschäftigung und Weiterbildung zur Verfügung“, so Petra Schlüter weiter.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – stagnierte die Arbeitslosigkeit aus den oben genannten saisonalen Gründen auf dem Niveau des Vormonats. Am Monatsende waren 2.589 Personen arbeitslos gemeldet, vier Arbeitslose (- 0,2 Prozent) weniger als vor einem Monat. Im Vorjahresvergleich sind jedoch 162 Menschen (- 5,9 Prozent) weniger arbeitslos. Unter Berücksichtigung vorläufiger Daten unterstützte die Agentur für Arbeit Riesa in 275 Fällen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Unter anderen erhielten 56 Existenzgründer mit dem Gründungszuschuss eine finanzielle Unterstützung beim Start in die Selbständigkeit und in 219 Fällen wurden Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber gewährt.

Im Bereich der Grundsicherung – im Rechtskreis SGB II – stagnierte die Zahl der Arbeitslosen im Februar ebenfalls. 5.072 Arbeitslose wurden zum Monatsende gezählt, das sind neun Personen weniger als vor einem Monat (- 0,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind 350 Frauen und Männer (- 6,5 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Der Grundsicherungsträger, der in alleiniger Zuständigkeit des Landkreises Meißen organisiert ist, betreute unter Berücksichtigung vorläufiger Daten 8.380 Bedarfsgemeinschaften mit 14.488 Leistungsempfängern. Im Januar waren es 8.382 Bedarfsgemeinschaften mit 14.441 Leistungsempfängern.

 

II. Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. An arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beider Rechtskreise, zum Beispiel Weiterbildungen, Erprobungen in Betrieben sowie Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten nahmen im Februar 1.621 Frauen und Männer teil.

Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf 9.620 Personen (7.661 Arbeitslose; + 1.621 Personen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung; + 283 Personen, die beruflich eingegliedert oder aktiviert wurden oder sich in Sonderregelungen für Ältere befinden; + 56 Personen, die Gründungszuschuss erhalten). Die Unterbeschäftigungsquote veränderte sich im Berichtsmonat nicht und beträgt weiterhin 7,5 Prozent. Im Februar 2018 lag diese Quote noch bei 8,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt 79,6 Prozent.

 

III. Ausgewählte Personengruppen des Arbeitsmarktes

Geschlecht: Vom minimalen Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten in diesen Monat ausschließlich Männer profitieren. Die Zahl der arbeitslosen Männer verringerte sich marginal um 12 auf 4.311. Das sind jedoch 258 Arbeitslose weniger als im Februar 2018. Bei den Frauen veränderte sich die Zahl der Arbeitslosen in den zurückliegenden Wochen nicht. Am Monatsende waren 3.350 Arbeitslose gemeldet (Vormonat: 3.351). Im Vorjahresvergleich sind derzeit aber 254 Frauen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen umfasst 43,7 Prozent und die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen beträgt 5,7 Prozent (Vormonat: 5,7 Prozent; Vorjahr: 6,1 Prozent).

Jugendarbeitslosigkeit: Im Februar sank die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre um sechs. Am Ende des Monats waren 394 Arbeitslose unter 25 Jahre alt. Im Vergleich zu Vorjahresmonat sind jedoch 19 junge Menschen ohne Arbeit weniger gemeldet. Dagegen veränderte sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 20 Jahre nicht. 79 Arbeitslose waren Ende Februar unter 20 Jahre alt (Januar 2019: 79 Arbeitslose). Im Februar 2018 waren 77 Arbeitslose in dieser Personengruppe gemeldet.

Ältere: Bei den Älteren erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat leicht. Am Monatsende waren 3.585 Arbeitslose über 50 Jahre alt. Das sind 20 ältere Frauen und Männer mehr ohne Arbeit als vor einem Monat. Im Vorjahresvergleich ist aber ein Rückgang um 110 Arbeitslose zu verzeichnen.

Langzeitarbeitslosigkeit: 2.769 der 7.661 Arbeitslosen sind länger als ein Jahr auf Arbeitsuche. Im Monatsverlauf nahm die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 28 ab. Im Vergleich zum Februar 2018 ist ein Rückgang um 58 Arbeitslose in dieser Personengruppe zu verzeichnen.

 

IV. Die Entwicklung auf dem Stellenmarkt

Die Arbeitsvermittler im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa akquirierten im Monatsverlauf 729 neue Stellenangebote. Das sind rund 250 Stellen mehr als im Januar und knapp 80 Stellen mehr als im Vorjahresmonat. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (117 Stellen), im Handel (86 Stellen), im Gesundheits- und Sozialwesen (70 Stellen) sowie im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (139 Stellen) setzt sich die hohe Nachfrage nach Personal fort.

Im Bereich der Geschäftsstelle Meißen gingen 256 der 729 neuen Angebote ein. Arbeitgeber im Bereich der Geschäftsstelle Radebeul meldeten 151 neue Stellen zur Besetzung und in der Riesaer Region gingen 224 neue Stellenmeldungen ein. Im Bereich der Geschäftsstelle Großenhain registrierten die Vermittler 98 neue Arbeitsangebote.

Gegenwärtig sind 2.931 Stellenangebote zur Besetzung auf dem regionalen Arbeitsmarkt im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa gemeldet. Das sind rund 200 Angebote mehr als vor einem Jahr.

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden.

 

 

 

 

V. Die Entwicklung in den Geschäftsstellen

Die Entwicklung – Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat – zeigt sich sowohl in beiden Rechtskreisen als auch in allen Geschäftsstellen. Dagegen fiel die Veränderung zum Vormonat sowohl in den beiden Rechtskreisen als auch in den Geschäftsstellen unterschiedlich aus.

Ende Januar sind im Bereich der Geschäftsstelle Riesa 2.013 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 39 Arbeitslose weniger als vor einem Monat. Im Vorjahresvergleich ist jedoch ein Rückgang um 257 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank im Monatsverlauf um 0,1 auf 7,2 Prozent. Im Februar 2018 lag diese Quote noch bei 8,1 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 26 auf 582 Personen. Das sind 79 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – nahm die Anzahl der Arbeitslosen im zurückliegenden Monat um 13 auf 1.431 ab. Im Vorjahresvergleich sind 178 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Anzahl der Arbeitslosen im Bereich der Geschäftsstelle Großenhain stagnierte im Berichtsmonat. Am Ende des Monats waren 1.423 Personen ohne Beschäftigung gemeldet (Januar 2019: 1.423 Arbeitslose). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 121 Arbeitslose weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht und liegt weiterhin bei 6,2 Prozent. Im Februar 2018 lag diese Quote noch bei 6,7 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 15 auf 446. Das sind 30 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – sank die Arbeitslosigkeit im zurückliegenden Monat um 15 auf 977 Personen. Im Vorjahresvergleich schwächte sich die Arbeitslosigkeit um 91 Frauen und Männer ab.

Im Bereich der Geschäftsstelle Meißen vergrößerte sich die Anzahl der Arbeitslosen im Monatsverlauf um 52 auf 2.672 Menschen. Das sind 70 Arbeitslose weniger als im Februar 2018. Die Arbeitslosenquote stieg im Berichtsmonat um 0,1 auf 6,9 Prozent an. Im Februar 2018 lag diese Quote noch bei 7,2 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – nahm die Anzahl der Arbeitslosen im Februar um 43 auf 904 zu. Vor einem Jahr waren neun Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – hat sich die Arbeitslosigkeit um neun auf 1.768 Arbeitslose erhöht. Im Vergleich zum Februar 2018 ging die Zahl der Arbeitslosen um 61 zurück.

Von Januar auf Februar ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Geschäftsstelle Radebeul um 26 auf 1.553 Personen gesunken. Vor einem Jahr waren noch 64 Frauen und Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im zurückliegenden Monat um 0,1 auf 4,3 Prozent. Im Februar 2018 lag diese Quote bei 4,5 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – verkleinerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 36 auf 657 Personen. Das sind 44 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Bereich der Grundsicherung – im Rechtskreis SGB II – nahm die Arbeitslosigkeit leicht um 10 auf 896 Personen zu. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 20 Menschen ohne Arbeit zu verzeichnen.