01.07.2019 | Presseinfo Nr. 48

Presseinformation zum Arbeitsmarkt im Juni

- Arbeitslosenquote im Juni: 5,1 Prozent
- Arbeitslosigkeit im Juni: 6.388 Arbeitslose
- Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich: - 968 Arbeitslose/ - 13,2 Prozent
- Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich: - 217 Arbeitslose/ - 3,3 Prozent
- Stellenmeldungen im Monatsverlauf: 585 neue Stellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa

I. Überblick

Im Landkreis Meißen, dem Bezirk der Agentur für Arbeit Riesa, waren Ende Juni knapp 6.400 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind rund 220 Personen (-3,3 Prozent) weniger als vor einem Monat. Im Vorjahresvergleich hat sich die Arbeitslosigkeit um rund 970 Personen ( -13,2 Prozent) verringert.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank im Monatsverlauf um 0,1 auf 5,1 Prozent. Im Juni 2018 lag diese Quote noch bei 5,8 Prozent.

„Im Juni ist die Arbeitslosigkeit in unserer Region weiter gesunken. Rund 550 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und über 360 Personen begannen eine Qualifizierung beziehungsweise Ausbildung. Berufliche Bildung, die den aktuellen Anforderungen der Unternehmen entspricht, bietet den besten Schutz vor Arbeitslosigkeit. Mit den Möglichkeiten des Qualifizierungschancengesetzes können wir auch Beschäftigte noch besser mit Weiterbildungsberatung und deren Betriebe mit finanziellen Förderleistungen unterstützen. Meine Vermittler stehen Arbeitsuchenden, Beschäftigten und Arbeitgebern bei Fragen zur Qualifizierung und Weiterbildung gern zur Verfügung. Wir möchten, dass Arbeitslosigkeit gar nicht erst entsteht“, so Petra Schlüter, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa.

„Auf dem Ausbildungsmarkt verzeichnen wir derzeit mehr als 780 noch nicht endgültig besetzte Ausbildungsstellen. Jugendliche haben also gute Chancen für einen Start in das Berufsleben direkt vor der Haustür. Wer noch unsicher ist, wie es konkret nach den Sommerferien weitergehen soll, kann kurzfristig einen Termin bei meinen Berufsberatern vereinbaren. Wir begleiten die jungen Menschen auf ihren Weg ins Berufsleben“, so Petra Schlüter weiter.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – sank die Anzahl der Arbeitslosen im Monatsverlauf um 118 auf 1.834 Personen. Vor einem Jahr waren noch 67 Arbeitslose mehr gemeldet. Unter Berücksichtigung vorläufiger Daten förderte die Riesaer Arbeitsagentur in 309 Fällen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. So erhielten 62 Existenzgründer mit dem Gründungszuschuss eine finanzielle Unterstützung beim Start in die Selbständigkeit und in 247 Fällen wurden an Arbeitgeber Eingliederungszuschüsse zum Ausgleich von Minderleistungen in der ersten Zeit der Beschäftigung gewährt.

Im Bereich der Grundsicherung – im Rechtskreis SGB II – verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Juni um 99 auf 4.554 Frauen und Männer. Das sind 901 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Der Grundsicherungsträger, der in alleiniger Zuständigkeit des Landkreises Meißen organisiert ist, betreute unter Berücksichtigung vorläufiger Daten 8.067 Bedarfsgemeinschaften mit 13.935 Leistungsempfängern. Im Mai waren es noch 8.126 Bedarfsgemeinschaften mit 14.042 Leistungsempfängern.

 

II. Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus sind. An arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beider Rechtskreise, zum Beispiel Weiterbildungen, Erprobungen in Betrieben sowie Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten nahmen im Juni 1.735 Personen teil. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf 8.643 Frauen und Männer (6.388 Arbeitslose; + 1.735 Personen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung beziehungsweise die dem Arbeitsmarkt kurzfristig nicht zur Verfügung stehen; + 455 Personen, die beruflich eingegliedert wurden oder sich in Sonderregelungen für Ältere befinden; + 64 Personen, die Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld erhalten). Die Unterbeschäftigungsquote sank im zurückliegenden Monat um 0,1 auf 6,8 Prozent. Im Juni 2018 lag diese Quote bei 7,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosen an allen Arbeitslosen umfasst 73,9 Prozent (Vormonat: 75,5 Prozent, Vorjahr: 78,7 Prozent).

 

III. Ausgewählte Personengruppen des Arbeitsmarktes

Geschlecht: Ende Juni waren 2.817 Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 84 Arbeitslose weniger als vor einem Monat und im Vergleich zum Vorjahr ging die Anzahl der arbeitslosen Frauen um 526 zurück. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen umfasst 44,1 Prozent und die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 4,8 Prozent (Vormonat: 4,9 Prozent; Vorjahr: 5,7 Prozent). Bei den Männern reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen in den zurückliegenden vier Wochen um 133 auf 3.571. Vor einem Jahr waren noch 441 Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Jugendliche: Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre verringerte sich im Berichtsmonat um 42 auf 337. Das sind 42 jugendliche Arbeitslose weniger als im Juni 2018. Parallel dazu sank auch die Anzahl der Jugendlichen unter 20 Jahre. Am Monatsende waren 58 Arbeitslose unter 20 Jahre alt. Das sind sieben Arbeitslose weniger als im Mai 2019. Im Vergleich zum Vorjahr sind aber drei Arbeitslose in dieser Personengruppe mehr gemeldet.

Ältere: Ende Juni waren 3.019 Arbeitslose über 50 Jahre alt. Das sind 13 ältere Arbeitslose weniger als im Mai 2019. Im Vorjahresvergleich sind 336 Frauen und Männer über 50 Jahre weniger gemeldet. Der Anteil der Älteren an allen Arbeitslosen umfasst 47,3 Prozent (Vormonat: 46,7 Prozent).

Langzeitarbeitslosigkeit: 2.553 der 6.388 Arbeitslosen sind länger als ein Jahr auf Jobsuche. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich im Monatsverlauf um 67 Personen und im Vorjahresvergleich baute sich die Anzahl der Betroffenen um 266 ab.

 

IV. Die Entwicklung auf dem Stellenmarkt

Im zurückliegenden Monat akquirierten die Vermittler im Arbeitgeber-Service der Riesaer Arbeitsagentur 585 freie Stellen. Das sind 35 Stellen mehr als im Mai 2019. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist jedoch ein Rückgang um 72 Stellen zu beobachten. Weiterhin sind Arbeitgeber aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (169 neue Stellen), dem verarbeitenden Gewerbe (95 Stellen) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen auf Mitarbeitersuche. Aber auch im Baugewerbe (45 Stellen) sowie im Handel (33 Stellen) hält die Nachfrage nach Personal an.

217 der 585 freien Stellen gingen im Bereich der Geschäftsstelle Meißen ein. Arbeitgeber aus der Radebeuler Region zeigten einen Bedarf von 152 neu zu besetzenden Stellen an und im Bereich der Geschäftsstelle Riesa gingen 120 neue Stellenangebote ein. In der Großenhainer Region registrierten die Vermittler 96 freie Stellen.

Insgesamt stehen 2.674 Stellenangebote zur Besetzung auf dem regionalen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden.

 

V. Entwicklung in den Geschäftsstellen

Im Bereich der Geschäftsstelle Riesa waren Ende Juni 1.677 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 100 Arbeitslose weniger als vor einem Monat und 362 Menschen ohne Beschäftigung weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank im Berichtsmonat um 0,4 auf 6,0 Prozent. Im Juni 2018 lag diese Quote noch bei 7,3 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – sank die Anzahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen um 38 auf 441. Das acht Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – nahm die Anzahl der Arbeitslosen im Juni um 62 auf 1.236 ab. Das sind 370 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat.

Von Mai auf Juni hat sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Geschäftsstelle Großenhain um vier auf 1.209 Personen leicht erhöht. Das sind jedoch 163 Arbeitslose weniger als im Juni 2018. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf dem Niveau des Vormonats und beträgt weiterhin 5,3 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 5,9 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – stieg die Anzahl der Menschen ohne Beschäftigung um sieben auf 332. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind aktuell 16 Arbeitslose mehr gemeldet. Im Bereich der Grundsicherung – im Rechtskreis SGB II – dezimierte sich die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf um drei auf 877. Das sind 179 Arbeitslose weniger als im Mai 2018.

Im Bereich der Geschäftsstelle Meißen sank die Anzahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat um 91 auf 2.177 Frauen und Männer. Im Vorjahresvergleich sind gegenwärtig 280 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote sank im zurückliegenden Monat um 0,2 auf 5,8 Prozent. Im Juni 2018 lag diese Quote noch bei 6,3 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – nahm die Zahl der Arbeitslosen um 56 auf 574 Personen ab. Das sind 37 Arbeitslose weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – ging die Arbeitslosigkeit um 35 auf 1.603 Personen zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind derzeit 243 Frauen und Männer weniger arbeitslos.

Ende Juni waren im Bereich der Geschäftsstelle Radebeul 1.325 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 30 Arbeitslose weniger als vor einem Monat und 163 Personen ohne Beschäftigung weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Berichtsmonat um 0,1 auf 3,6 Prozent. Im Juni 2018 lag diese Quote noch bei 4,1 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtkreis SGB III – schwächte sich die Arbeitslosigkeit um 31 auf 487 Personen ab. Das ist ein Rückgang um 54 Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Bereich der Grundsicherung – im Rechtskreis SGB II – stagnierte die Arbeitslosigkeit auf dem Niveau des Vormonats. Am Monatsende wurden 838 Arbeitslose gezählt (Mai 2019: 837 Arbeitslose). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um 109 Arbeitslose zu verzeichnen.

 

VI. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt

Im aktuellen Berufsberatungsjahr 2018/2019 meldeten sich bis Ende Juni 1.322 Jugendliche als Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit oder beim Träger der Grundsicherung. Das sind 130 Bewerber (- 9,0 Prozent) weniger als im Berufsberatungsjahr 2017/2018. Derzeit sind noch 451 Mädchen und Jungen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative (unversorgte Bewerber).

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa wurden 1.433 betriebliche Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 19 Stellen weniger. Ende Juni waren 785 Ausbildungsstellen noch nicht endgültig besetzt.

 

Vermittlungsservice für Jugendliche:

Alle Schulabgänger, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind beziehungsweise noch nicht wissen, wie es nach der Schule weitergeht oder sich über berufliche Alternativen informieren möchten, sollten umgehend mit der Berufsberatung in Kontakt treten und einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren.

Kostenfreie Servicerufnummer: 0800 4 5555 00

 

Vermittlungsservice für Arbeitgeber:

Freie Ausbildungsstellen oder auch Fragen im Zusammenhang mit Ausbildungsstellen können jederzeit telefonisch beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa unter den bekannten Durchwahlnummern der Vermittler oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20 gemeldet werden.