31.07.2019 | Presseinfo Nr. 54

Presseinformation zum Arbeitsmarkt im Juli

- Arbeitslosenquote im Juli: 5,1 Prozent
- Arbeitslosigkeit im Juli: 6.427 Arbeitslose
- Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich: - 1.020 Arbeitslose/ - 13,7 Prozent
- Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich: + 39 Arbeitslose/ + 0,6 Prozent
- Stellenmeldungen im Monatsverlauf: 546 neue Stellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa
 

 

I. Überblick

Ende Juli waren im Landkreis Meißen, dem Bezirk der Agentur für Arbeit Riesa, 6.427 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 40 Arbeitslose (+ 0,6 Prozent) mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Juli 2018 sank die Anzahl der Arbeitslosen jedoch um 1.020 Personen (- 13,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen änderte sich im Monatsverlauf nicht und beträgt weiterhin 5,1 Prozent. Im Juli 2018 lag diese Quote bei 5,9 Prozent.

„Mit dem Ferienbeginn meldeten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche junge Menschen nach dem Schuljahres- beziehungsweise Ausbildungsende zunächst arbeitslos. Dadurch stieg die Arbeitslosigkeit leicht an. In den kommenden Wochen werden wir diese jungen Menschen intensiv betreuen, um die Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich zu beenden. Die Nachfrage nach Personal bewegt sich auf dem hohen Niveau der Vormonate fort und unsere Arbeitsvermittler verzeichnen über 2.700 gemeldete freie Stellen im Landkreis Meißen. Nach wie vor sind Arbeitgeber des verarbeitenden Gewerbes, im Bauwesen, im Handel sowie im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen auf der Suche nach Personal“, so Petra Schlüter, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa, beim Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

„Auf dem Ausbildungsmarkt verzeichnen wir gegenwärtig mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerber. So waren Ende Juli 708 der 1.452 gemeldeten Ausbildungsstellen noch nicht endgültig besetzt und 303 junge Menschen noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Jugendliche, die im Herbst ihre Ausbildung beginnen möchten und bisher noch keine feste Zusage von einem Arbeitgeber erhalten haben, sollten sich unverzüglich mit ihrem Berufsberater in Verbindung setzen“, so Petra Schlüter weiter.

Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – stieg die Anzahl der Arbeitslosen aus saisonalen Gründen um 118 auf 1.952 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahr sind 81 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Unter Berücksichtigung vorläufiger Daten unterstützte die Riesaer Arbeitsagentur in 341 Fällen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. So erhielten 57 Existenzgründer beim Start in die Selbständigkeit mit dem Gründungszuschuss eine finanzielle Unterstützung und in 284 Fällen wurden Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber zum Ausgleich von Minderleistungen in der ersten Zeit der Beschäftigung gewährt.

Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 79 auf 4.475 Arbeitslose. Das sind rund 940 Personen ohne Beschäftigung weniger als im Juli 2018. Unter Berücksichtigung vorläufiger Daten betreute der Grundsicherungsträger, der in alleiniger Zuständigkeit des Landkreises Meißen organisiert ist, 7.945 Bedarfsgemeinschaften mit 13.759 Leistungsempfängern. Im Juni 2019 waren es noch 8.016 Bedarfsgemeinschaften mit 13.815 Leistungsempfängern.

 

II. Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus sind. An arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beider Rechtskreise, zum Beispiel Weiterbildungen, Erprobungen in Betrieben sowie Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten nahmen im Juli 1.684 Personen teil.

Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf 8.644 Personen (6.427 Arbeitslose; + 1.684 Personen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung; + 476 Personen, die beruflich eingegliedert wurden oder sich in Sonderregelungen für Ältere befinden; + 58 Personen, die Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld erhalten). Die Unterbeschäftigungsquote veränderte sich im zurückliegenden Monat nicht und beträgt weiterhin 6,8 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 7,3 Prozent.

Der Anteil der Arbeitslosen an allen Arbeitslosen umfasst 74,4 Prozent (Vormonat: 74,3 Prozent; Vorjahr: 79,8 Prozent).

 

III. Ausgewählte Personengruppen des Arbeitsmarktes

Geschlecht: Am Monatsende waren 3.569 Männer arbeitslos gemeldet. Das sind zwei Arbeitslose weniger als vor einem Monat und 456 Männer ohne Beschäftigung weniger als vor einem Jahr. Dagegen stieg die Anzahl der arbeitslosen Frauen im Monatsverlauf um 41 auf 2.858 an. Im Vergleich zum Juli 2018 sind aber 564 Frauen weniger gemeldet. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen beträgt 44,5 Prozent und die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 4,8 Prozent (Vormonat: 4,8 Prozent; Vorjahr: 5,8 Prozent).

Jugendliche: Auf Grund des Schuljahres- und Ausbildungsende stieg die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen im Juli um 62 auf 399 Arbeitslose unter 25 Jahre an. Im Vorjahresvergleich sind jedoch 51 Jugendliche weniger von Arbeitslosigkeit von Arbeitslosigkeit betroffen. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahre im Monatsverlauf um 17 auf 75 an. Im Vergleich zum Vorjahr sind aber elf Arbeitslose in dieser Personengruppe weniger gemeldet.

Ältere: Ende Juli waren 2.983 Arbeitslose über 50 Jahre alt. Das sind 36 Arbeitslose weniger als im Vormonat und im Vorjahresvergleich sind aktuell 385 Ältere weniger arbeitslos. Der Anteil der Älteren an allen Arbeitslosen umfasst 46,4 Prozent (Vormonat: 46,7 Prozent).

Langzeitarbeitslosigkeit: 2.495 der 6.427 Arbeitslosen sind länger als ein Jahr auf Arbeitsuche. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen baute sich im Monatsverlauf um 58 Personen ab und im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um 332 Langzeitarbeitslose zu verzeichnen.

 

IV. Die Entwicklung auf dem Stellenmarkt

Die Vermittler im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa akquirierten im Juli 546 neue Stellenangebote. Das sind 39 Stellen weniger als im Juni und 125 Stellen weniger als im Vorjahresmonat. Weiterhin sind Arbeitgeber aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (112 Stellen), dem verarbeitenden Gewerbe (108 Stellen), dem Handel (78 Stellen) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (58 Stellen) auf Personalsuche.

178 der 546 freien Stellen gingen im Bereich der Geschäftsstelle Meißen ein. In der Radebeuler Region verzeichneten die Arbeitsvermittler 130 neu zu besetzende Stellen und in der Großenhainer Region gingen 123 neue Stellen ein. Im Bereich der Geschäftsstelle Riesa registrierten die Vermittler 115 freie Stellen.

Insgesamt stehen 2.733 Stellenangebote auf dem regionalen Arbeitsmarkt zur Besetzung zur Verfügung. Das sind 59 Stellen mehr als im Juni. Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden.

 

V. Die Entwicklung in den Geschäftsstellen

Am Monatsende waren im Bereich der Geschäftsstelle Riesa 1.680 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind drei Arbeitslose mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Juli 2018 sind jedoch 363 Menschen ohne Arbeit weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen veränderte sich im Berichtsmonat nicht und beträgt weiterhin 6,0 Prozent. Im Juli 2018 lag diese Quote noch bei 7,3 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – vergrößerte sich die Arbeitslosigkeit im Juli um 24 auf 465 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sind fünf Arbeitslose weniger gemeldet. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – sank die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat um 21 auf 1.215 Frauen und Männer. Das sind jedoch 358 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Geschäftsstelle Großenhain stagnierte die Anzahl der Arbeitslosen im zurückliegenden Monat auf dem Vormonatsniveau. Am Monatsende waren 1.210 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen (Vormonat: 1.209 Arbeitslose). Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht und beträgt weiterhin 5,3 Prozent. Im Vorjahr lag diese Quote bei 6,1 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – nahm die Arbeitslosigkeit um neun auf 341 Frauen und Männer zu. Das sind elf Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen in den zurückliegenden vier Wochen um acht auf 869 Frauen und Männer. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 192 Menschen weniger arbeitslos.

Von Juni auf Juli nahm die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Geschäftsstelle Meißen marginal um vier auf 2.173 ab. Das sind 281 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote veränderte sich im Monatsverlauf ebenfalls nicht und beträgt weiterhin 5,6 Prozent. Im Juli 2018 lag diese Quote bei 6,3 Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung – im Rechtskreis SGB III – stieg die Arbeitslosigkeit um 24 auf 598 Arbeitslose an. Das sind 29 Arbeitslose weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – nahm die Anzahl der Menschen ohne Arbeit im Monatsverlauf um 28 auf 1.575 ab. Im Vorjahresvergleich ist aber ein Rückgang um 252 Arbeitslose zu verzeichnen.

Ende Juli waren im Bereich der Geschäftsstelle Radebeul 1.364 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 39 Arbeitslose mehr als vor einem Monat. Vor einem Jahr waren noch 173 Personen ohne Arbeit mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsverlauf um 0,2 auf 3,8 Prozent. Im Juli 2018 lag diese Quote bei 4,2 Prozent. Im Rechtskreis SGB III – im Bereich der Arbeitslosenversicherung – hat sich die Arbeitslosigkeit um 61 auf 548 Personen vergrößert. Das sind jedoch 36 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II – im Bereich der Grundsicherung – nahm die Anzahl der Arbeitslosen um 22 auf 816 ab. Im Vorjahresvergleich sind 137 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet.

 

 VI. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Bis Ende Juli meldeten sich im aktuellen Berufsberatungsjahr 2018/2019 insgesamt 1.369 Mädchen und Jungen als Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit oder beim Träger der Grundsicherung im Landkreis Meißen. Das sind 145 Bewerber (- 9,6 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Gegenwärtig sind noch 303 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative (unversorgte Bewerber).

Arbeitgeber meldeten dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa im gleichen Zeitraum 1.452 betriebliche Ausbildungsstellen zur Besetzung. Das sind 44 Ausbildungsstellen

(-2,9 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Ende Juli waren 708 der gemeldeten Stellen noch nicht endgültig besetzt.

 

Vermittlungsservice für Jugendliche:

Alle Schulabgänger, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind beziehungsweise noch nicht wissen, wie es ab Herbst weitergeht oder sich über berufliche Alternativen informieren möchten, sollten umgehend mit der Berufsberatung in Kontakt treten und einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren.

Kostenfreie Servicerufnummer: 0800 4 5555 00

 

Vermittlungsservice für Arbeitgeber:

Bei Fragen im Zusammenhang mit der Besetzung von Ausbildungsstellen können sich Unternehmen jederzeit telefonisch beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Riesa unter den bekannten Durchwahlnummern der Vermittler oder unter der gebührenfreien Hotline

0800 4 5555 20 melden.