06.02.2020 | Presseinfo Nr. 13

Presseinformation

Agentur für Arbeit Riesa informiert über die Regelungen zur Ortsabwesenheit



 

Die Ferienzeit steht vor der Tür und viele bereiten ihren Winterurlaub vor. Aber gilt die Auszeit vom Alltag auch für Arbeitslose? Die Agentur für Arbeit Riesa informiert über aktuelle Voraussetzungen und weist auf gesetzliche Regelungen hin.

Mit dem Bezug von Lohnersatzleistungen hat der Gesetzgeber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten verbunden. Dazu gehört, dass Bezieher von Arbeitslosengeld-I vorher in ihrer örtlichen Arbeitsagentur Bescheid sagen müssen, wenn sie vorhaben, längere Zeit nicht anwesend zu sein. Dazu genügt es, im Servicecenter unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 00 anzurufen oder das Online-Angebot „Meine eServices“ der Bundesagentur für Arbeit zu nutzen. Per E-Mail folgt dann eine Rückantwort, ob die Ortsabwesenheit angetreten werden darf.

Dabei ist wichtig: Durch die Ortsabwesenheit darf sich eine mögliche Arbeitsaufnahme nicht verzögern, kein Vorstellungsgespräch platzen oder Weiterbildung verschieben. Erfolgt die vorherige Meldung nicht, gelten die Leistungen als zu Unrecht bezogen. Der Leistungsträger stellt die Zahlung ein und fordert die Überzahlungsbeträge zurück. Doch soweit muss es nicht kommen.

Für insgesamt drei Wochen im Jahr zahlt die Agentur für Arbeit das Arbeits-losengeld-I weiter, dieser Zeitraum kann auch in mehreren Abschnitten genommen werden. Wer mehr als drei Wochen nicht erreichbar ist, für den entfällt die Leistung. Wer länger als sechs Wochen am Stück nicht erreichbar ist, bekommt vom ersten Tag an kein Arbeitslosengeld-I gezahlt.