01.12.2020 | Presseinfo Nr. 84

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk sinkt auch im November

Stellenzugänge in diesem Monat fast wieder auf Vorjahresniveau

„Ich freue mich, mitteilen zu können, dass sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt weiter stabilisiert hat. Sogar im November, einem Monat, in dem die Arbeitslosigkeit üblicherweise ansteigt, ist sie zurückgegangen und in witterungsabhängigen Berufen wie im Bau, der Landwirtschaft und dem Gartenbau sogar gesunken“, sagt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Die Arbeitslosenzahl ist im Betrachtungszeitraum vom 13. Oktober bis 11. November (Stichtag) um 240 Personen auf 9.550 zurückgegangen (Vorjahresmonat: 6.950) und ist damit so gering wie in keinem Monat, seitdem sich die Coronapandemie auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt“, so Schankweiler.

Der Agenturleiter fügt erklärend hinzu: „Die Arbeitslosigkeit liegt zwar nach wie vor deutlich über der vor einem Jahr (gut 2.600 Personen), die Erholung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich damit jedoch den fünften Monat in Folge fort: Während die Arbeitslosigkeit im Juni um 63,9 Prozent über dem Vorjahreswert lag, betrug dieser Wert im November 37,5 Prozent“, so Schankweiler und weiter: „Am deutlichsten war der Rückgang der Arbeitslosenzahl im vergangenen Monat in den Berufshauptgruppen Verkauf (-91 auf 763), Maschinen-/Fahrzeugtechnikberufe (-48 auf 299) und Medizinische Gesundheitsberufe (-28 auf 278).“

Die positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Arbeitslosenquote, die im November um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent zurückging. Vor einem Jahr hatte sich die Arbeitslosenquote im November um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent erhöht. 

Der Agenturleiter betrachtet die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den witterungsabhängigen Berufen und sagt: „Aufgrund der anhaltend milden Temperaturen konnte in den Außenberufen weitergearbeitet werden. Die Arbeitslosenzahl ist im Betrachtungszeitraum in den Berufsgruppen Land-, Tier- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau, Floristik und Bau (u.a. Bauplanung; Hoch- und Tiefbauberufe; (Innen)Ausbauberufe) sogar minimal zurückgegangen.“

Schankweiler geht weiter auf den Bereich Hotellerie/Tourismus ein und berichtet: „Wir wissen, dass diese Branche vom (Teil-)Lockdown besonders betroffen war und ist. Wie um diese Jahreszeit üblich ist die Arbeitslosenzahl im Hotel- und Gaststättengewerbe (+108) sowie im daran angrenzenden Bereich Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (z.B. Bäcker; Metzger) (+57) angestiegen.“

Mit einem Blick auf den Stellenmarkt stellt der Agenturleiter fest: „Die deutlichste Zunahme an gemeldeten Stellen gab es im November in den Berufshauptgruppen Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (+33), Verkehr/Logistik (ohne Fahrzeugführer) (+26) und Verkauf (+18). Insgesamt haben die Unternehmen im Monatsverlauf 920 neu zu besetzende Stellen gemeldet, in etwa so viele wie vor einem Jahr.

Seit Jahresbeginn haben die Betriebe dem Arbeitgeberservice 9.360 offene Stellen gemeldet, 1.680 oder gut 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Aber auch hier nimmt der Abstand Monat für Monat ab.

Ein besonderes Augenmerk legt Schankweiler in diesem Monat auf die arbeitslosen Menschen mit Behinderung: „Die Lage dieser Menschen stellt die Bundesagentur für Arbeit mit der deutschlandweiten „Woche der Menschen mit Behinderung“ vom 30. November bis 4. Dezember 2020 besonders in den Mittelpunkt. Aktuell sind in unserem Agenturbezirk 726 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren erfreulicherweise 14 weniger als im Oktober, sind aber noch viel zu Viele“, sagt Schankweiler und direkt an die Unternehmen gewandt: „Bitte geben Sie auch diesen Bewerbern*innen eine Chance und sprechen Sie unsere Spezialisten*innen vom Reha-Team oder Ihre*n Ansprechpartner*in im Arbeitgeberservice an. Durch den direkten Austausch können Vorbehalte häufig abgebaut werden. Und wir bieten auch vielseitige finanzielle Unterstützungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in diesem Bereich an. Profitieren Sie als Arbeitgeber von dem häufig hohen Potenzial dieser Personengruppe!“

Dem Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur liegen junge Menschen und deren berufliche Zukunft besonders am Herzen und er appelliert an diejenigen, die noch einen Ausbildungsplatz für heuer (Der Einstieg ist häufig bis zum Jahresende möglich.) oder für das kommende Jahr suchen: „Rufen Sie am besten gleich unter der Nummer 08031 / 202-222 bei unseren Berufsberatern*innen an. Es sind noch attraktive Lehrstellen mit Starttermin sofort und bereits tolle Angebote für 2021 gemeldet.“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent (Vormonat: 5,3; November 2019: 3,8 Prozent). Derzeit sind 1.845 Bürger*innen ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden*innen, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, sank die Arbeitslosenzahl um 75 auf 1.008. Für 837 arbeitslose SGB II-Kunden*innen, 16 mehr als im Oktober, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.089 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.653 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 25. November: 1.048 Anzeigen für Kurzarbeit für 10.204 Mitarbeiter*innen.

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent (Vormonat: 3,0; November 2019: 2,1 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis beträgt 4.206. Hier sind 2.971 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 105 weniger als im Vormonat. Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.235 arbeitslose SGB II-Kunden*innen registriert, 10 weniger als im Oktober. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.163 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.552 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 25. November: 3.278 Anzeigen für Kurzarbeit für 32.711 Mitarbeiter*innen.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beträgt die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent Vormonat: 3,0; November 2019 Prozent). Das entspricht 2.003 beschäftigungslosen Bürgern*innen. Davon sind 1.451 Männer und Frauen, 95 weniger als vor einem Monat, in den Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 552 Betroffene, 14 weniger als im Oktober, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.851 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.486 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 25. November: 1.532 Anzeigen für Kurzarbeit für 13.827 Mitarbeiter*innen.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.492 Bürger*innen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 2,7 Prozent (Vormonat: 2,6; November 2019: 2,1 Prozent) entspricht. Davon sind 1.094 arbeitslose Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen gemeldet, 62 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger*innen nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 398 Arbeitslose gemeldet, 15 weniger als im Oktober. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.030 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 829 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 25. November: 1.633 Anzeigen für Kurzarbeit für 16.013 Mitarbeiter*innen.

Allgemeine Hinweise:

Ab Berichtsmonat Mai 2020 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeits­losenquote aktualisiert.

Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosig­keit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammenge­führt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zu­grunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden

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