Der Arbeitsmarkt bietet weiterhin viele Möglichkeiten – Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,7 Prozent

Die Agentur für Arbeit offeriert Arbeitsuchenden, Betrieben und Beschäftigten vielseitige Unterstützungsmöglichkeiten bei der Ausbildung und bei der Arbeit.

30.11.2023 | Presseinfo Nr. 69

„Der Arbeitsmarkt in unserer Region zeigt sich erfreulicherweise weiterhin robust. Die Zahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, ist im November lediglich leicht um 125 auf 8.390 gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,7 Prozent (Vormonat: 2,6 Prozent; Vorjahresmonat: 2,5 Prozent)“, sagt Michael Vontra, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim. Die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist unter anderem dadurch begünstigt worden, dass in einigen witterungsabhängigen Berufs-gruppen aufgrund der anhaltend milden Temperaturen weitergearbeitet werden konnte. So ist die Zahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, in den Berufen Hoch- und Tief-bau

(-7) sowie Land-, Tier-, Forstwirtschaft und Gartenbau / Floristik (-3) im November leicht zurückgegangen. Im Berufssegment Lebensmittel- (u.a. Köche) und Gastgewerbe (u.a. Hotels u. Restaurants) hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen (+162) in den vergangenen Wochen hingegen deutlich zugenommen. Dies hat mit dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit im Landkreis Miesbach mit dem Tegernseer Tal, in dem der Wirtschaftsbereich Hotellerie und Gastronomie eine prägende Rolle spielt, vergleichsweise deutlich um 67 Personen angestiegen ist. In der Stadt Rosenheim (+15) und im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (+46) hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen dagegen moderater zugenommen und ist im Landkreis Rosenheim (-3) sogar zurückgegangen.

Der Agenturleiter führt mit Blick auf den Arbeitsmarkt weiter aus: „Obwohl uns die Betriebe seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Angebote gemeldet haben

(-2.160), sind im historischen Vergleich mit 4.700 weiterhin viele Stellenanzeigen registriert. Personal wird beispielsweise in den Berufssegmenten Medizinische Gesundheitsberufe, Metallerzeugung, -bearbeitung,- metallbau sowie im Verkauf gesucht“, erklärt Vontra. Als weiteren Grund für die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nennt er den Rückgang der Arbeitslosigkeit bei der  Personengruppe der unter 25Jährigen: „Dies liegt unter anderem daran, dass weitere junge Frauen und Männer in den vergangenen Wochen noch in die Ausbildung gestartet sind“, sagt er und wendet sich an die jungen Menschen, die ihren beruflichen Weg noch suchen: „Rufen Sie am besten gleich unter der Rufnummer 08031 / 202-222 bei unseren Berufsberaterinnen und Berufs-beratern an oder schicken Sie eine Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de. Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen gerne bei der beruflichen Orientierung, bei der Stellensuche und bei den Bewerbungen. Vielleicht ist in dem Beruf, den Sie sich wünschen, ja noch ein Ausbildungsplatz frei und Sie können sofort mit der Ausbildung beginnen. In einigen Bereichen ist ein Start in die Ausbildung noch bis zum Jahresende möglich“, sagt Vontra und fährt fort: „Wenn Sie noch nicht genau wissen welcher Berufsweg der Richtige für Sie ist, können die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen helfen. Sie werden in dem Kurs bei der Bewerbung unterstützt und machen Praktika, in denen Sie verschiedene Berufe ausprobieren können. Vielleicht lernen Sie so gleich Ihren späteren Ausbildungsbetrieb kennen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie Ihren beruflichen Weg finden!“ Auch die Jugendlichen, die die Schule im Sommer 2024 abschließen, können sich gerne schon bei der Agentur für Arbeit melden. Es sind schon viele Ausbildungsplätze mit Starttermin im Sommer gemeldet. Wer sich zu-erst bewirbt, hat die größte Auswahl!

Ein besonderes Augenmerk legen der Agenturleiter und sein Stellvertreter Fabian Wilhelm in diesem Monat auf die Situation von Personen mit Einschränkungen. „Aktuell sind im Agenturbezirk Rosenheim 645 Menschen arbeitslos gemeldet, die eine Schwerbe-hinderung haben. Das sind 26 mehr als im Vormonat und 21 mehr als vor einem Jahr“, sagt Wilhelm. Er weist auf die Vorteile hin, die für den Betrieb entstehen können, wenn dort Personen mit Schwerbehinderung beschäftigt sind: „Diese Bewerberinnen und Bewerber sind ganz oft besondere Menschen mit einem hohen Potenzial und einer guten Ausbildung. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Betriebe ihnen eine Chance geben würden, denn beide Seiten können von deren Arbeit und von deren Persönlichkeit profitieren. Unsere Vermittlerinnen / Vermittler und Beraterinnen / Berater vom Team Rehabilitation und Teilhabe stehen Personalverantwortlichen und Arbeits-, bzw. Ausbildungsplatzsuchenden für einen Erstkontakt gerne unter der Rufnummer 08031/202-271 zur Verfügung. In ausführlicheren Folgegesprächen informieren sie über die vielseitige Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Auszubildende und Beschäftigte. Die Übernahme der Kosten während der Probebeschäftigung, die bis zu drei Monate dauern kann, ist ebenso möglich wie ein Eingliederungszuschuss für Auszubildende und Beschäftigte. Zudem können wir bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes unterstützen, beispielsweise durch einen Türöffner, die Anschaffung eines geeigneten Schreibtisches, bzw. Stuhls, Lesehilfen usw. Wichtig ist jeweils, dass die individuellen Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Kommen Sie auf uns zu! Wir helfen Ihnen gerne“, so der Geschäftsführer operativ. Fabian Wilhelm wechselt zum 1. Dezember in die Position des Geschäftsführers des Jobcenters Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und möchte die Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen dazu nutzen sich bei allen Kolleginnen und Kollegen sowie den Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner für die stets sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren zu bedanken. 

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent (Vormonat: 4,3 Prozent; November 2022: 4,0 Prozent). Derzeit sind 1.609 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kundinnen und -Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 9 auf 703. Beim Jobcenter Rosenheim Stadt werden 906 arbeitslose Kundinnen und Kunden, 6 mehr als im Oktober, nach dem SGB II betreut.  Insgesamt betreut das Jobcenter 2.151 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.670 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
  • Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat: 2,6 Prozent; November 2022: 2,4 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Menschen insgesamt für den Landkreis beträgt 3.840. Hier sind 2.049 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 34 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.791 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden registriert, 37 weniger als im Oktober. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.662 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.828 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
  • Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beträgt die Arbeitslosenquote 2,0 Prozent (Vormonat: 2,0 Prozent; November 2022: 1,9 Prozent). Das entspricht 1.473 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 772 Männer und Frauen, 42 mehr als vor einem Monat, bei den Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 701 Betroffene, 4 mehr als im Oktober, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.215 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.710 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
  • Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.467 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 2,6 Prozent (Vormonat: 2,5 Prozent; November 2022: 2,4 Prozent) entspricht. Davon sind 885 arbeitslose Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen gemeldet, 93 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 582 arbeitslose Menschen gemeldet, 26 weniger als im Oktober. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.307 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.100 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Allgemeine Hinweise:

•           Ab Berichtsmonat Mai 2023 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeits-losenquote aktualisiert.

•           Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus Ver-BIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.