03.01.2020 | Presseinfo Nr. 1

Arbeitsmarkt: Positive Jahresbilanz 2019

„Ein gutes Jahr für die Menschen, die eine Arbeit in der Region Rostock suchten."

„2019 war ein gutes Jahr für die Menschen, die eine Arbeit in der Region Rostock suchten," fasst Thorsten Nappe, Geschäftsführer Operativ der Rostocker Arbeitsagentur die Entwicklungen im vergangenen Jahr zusammen. „Im Durchschnitt waren 2019 in der Hanse- und Universitätsstadt und im Landkreis Rostock 12.974 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.872 Menschen weniger als im Durchschnitt des Vorjahres." Die Arbeitslosenquote sank von Januar bis Dezember 2019 von 7,0 % auf 5,7 %. Nach dem Rekordtief im Oktober stieg die Arbeitslosigkeit im November und Dezember jahreszeittypisch. Derzeit sind 12.327 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Dezember 2018 sind 11,3 % weniger Menschen ohne regulären Job.

„Besonders erfreulich ist, dass im Jahresverlauf 2019 langzeitarbeitslose Menschen am meisten von der hohen Arbeitskräftenachfrage profitieren konnten und sich ihr Anteil um mehr als 18 % reduzierte", so Thorsten Nappe. Dazu beigetragen haben neben der guten wirtschaftlichen Entwicklung auch die veränderten Rahmenbedingungen. „Wer über Jahre arbeitslos ist, findet oft aus eigener Kraft kaum den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Mit der Umsetzung des Teilhabechancengesetzes gab es eine wichtige Verbesserung für Menschen, die es besonders schwer haben, einen Job zu finden. Mehr als 200 Personen aus Rostock und dem Umland werden aktuell unter dem Schirm des zu Jahresbeginn 2019 in Kraft getretenen Gesetzes gefördert und nutzen die Chance auf soziale und berufliche Teilhabe. Das ist eine gute erste Bilanz des Programms", resümiert Nappe.

Weiterhin erleichtern gesetzliche Änderungen seit Januar 2019 für viele Menschen den Zugang zu beruflicher Weiterbildung. Im Jahresverlauf haben ca. 2.500 Frauen und Männer eine berufliche Weiterbildung begonnen. Arbeitsagentur und Jobcenter investierten dafür 2019 rund 12 Millionen Euro.

Eine der großen Herausforderungen für alle Akteure auf dem Arbeitsmarkt ist und bleibt die Fachkräftesicherung in allen Branchen. Die Arbeitsagentur steht mit vielen lokalen Unternehmen in enger Zusammenarbeit. Auch 2019 meldeten sie ca. 16.000 offene Arbeitsstellen, von denen aktuell noch 4.451 vakant sind.

„Durch gezielte Beratung und Qualifizierung will die Agentur für Arbeit Rostock dazu beitragen, Menschen für diese Arbeitsplätze zu qualifizieren," erklärt Thorsten Nappe. „Es stehen auch im neuen Jahr ausreichende Mittel zur Verfügung, um Unternehmen und Arbeitsuchende dabei zu unterstützen, zueinander zu finden."

Großes Potenzial und gleichzeitig eine Herausforderung sieht Nappe zudem beim Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das im März 2020 in Kraft treten wird. „Damit soll es gelingen, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Wir wollen dazu beitragen, dass die Unternehmen unserer Region ebenfalls davon profitieren können."

Die Beschäftigtenzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich in Stadt- und Landkreis Rostock an. Von Juni 2018 bis Juni 2019 hat sich die Anzahl um 1,8 % auf 161.447 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte erhöht. Die Statistik zeigt, dass vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen (+ 1.014 Beschäftigungen), die Metall- und Elektroindustrie (+ 627 Beschäftigungen) sowie das Verarbeitende Gewerbe (+ 608 Beschäftigungen) für diesen Anstieg sorgten.

Arbeitgeber bieten für Ausbildungs- und Jobsuchende viele Möglichkeiten. „Wer gute Fachkräfte braucht, ist bestens beraten, dem Berufsnachwuchs die Türen weit zu öffnen", rät der Geschäftsführer. „Dabei profitieren beide Seiten. Denn auch für junge Leute ist eine Berufsausbildung nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit". Mit Unterstützung der Berufsberatung ist es im vergangenen Jahr gelungen, dass 2.301 neue Ausbildungsverträge in der Region Rostock abgeschlossen wurden. Um die duale Ausbildung für junge Leute noch attraktiver zu machen, sieht das Gesetz zur Modernisierung der Berufsausbildung u.a. eine Mindestvergütung für Auszubildende vor. Jeder, der im kommenden Jahr eine Ausbildung beginnt, soll mindestens 515 Euro im ersten Lehrjahr erhalten. Viele Ausbildungsbetriebe zahlen allerdings schon seit Jahren deutlich mehr.

„Ich lade alle an einer Ausbildung oder Qualifizierung interessierten Frauen und Männer ein, unsere Beratung zu nutzen", betont Thorsten Nappe. Termine können unter 0800 4 5555 00 vereinbart werden.