31.08.2021 | Presseinfo Nr. 28

Rostocker Arbeits- und Ausbildungsmarkt im August

Arbeitslosigkeit sinkt / vielfältiges Angebot an freien Arbeits- und Ausbildungsstellen

„Die Erholung auf dem Rostocker Arbeitsmarkt setzt sich auch im August fort“, so die Einschätzung von Anke Diettrich, Leiterin der Agentur für Arbeit in Rostock. „Seit Juli sind rund 500 weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen und im Vergleich zum August des Vorjahres sank die Zahl der Menschen ohne Job sogar um 9,5 Prozent oder 1.441 Frauen und Männer. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist anhaltend hoch. Ein vielfältiges Angebot an freien Arbeits- und Ausbildungsstellen bietet Arbeitsuchenden gute Chancen für ihre berufliche Zukunft.“

Arbeitsmarkt

Im August 2021 sind in der Gesamtregion Rostock 13.709 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,3 Prozent und damit 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert von August 2020.

Allein Im Landkreis Rostock sind im August 5.778 Menschen arbeitslos, 488 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,3 Prozent (August 2020: 5,8 Prozent).

Verglichen mit dem Vorjahresmonat fällt die Arbeitslosenquote in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sogar um 0,8 Prozentpunkte auf aktuell 7,3 Prozent. Dort waren im August 7.931 Personen ohne Arbeit gemeldet – ein Rückgang von 953 arbeitslosen Menschen im Vergleich zum August 2020.

Für diejenigen, die sich in diesen Tagen arbeitslos melden müssen, hat die Agenturchefin noch einen wichtigen Hinweis: „Wir möchten daran erinnern, dass Arbeitslosmeldungen ab dem 1. September 2021 wieder persönlich in der Agentur für Arbeit erfolgen müssen.“ Um persönliche Kontakte während der Corona-Pandemie zu beschränken, konnten sich Bürgerinnen und Bürger in den zurückliegenden Monaten ausnahmsweise telefonisch oder online arbeitslos melden. Diese Ausnahmeregelung endet heute am 31. August 2021.

Personalnachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist anhaltend hoch, so dass es viele Chancen für arbeitssuchende Menschen in der Region Rostock gibt. Im August waren dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Rostock 4.548 Arbeitsstellen gemeldet, 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten von ihnen sind im Gastgewerbe (532 Stellen), im Gesundheits- und Sozialwesen (439 Stellen) sowie im Handel (412 Stellen) zu vergeben.

Ausbildungsmarkt

In fast allen Branchen gibt es noch Möglichkeiten, in diesem Jahr eine Berufsausbildung zu beginnen. Derzeit sind in der Region noch 828 freie Lehrstellen verfügbar, viele als Kaufmann/ -frau im Einzelhandel (63 Lehrstellen), als Hotelfachmann/ -frau (59 Lehrstellen) oder als Koch/ Köchin (55 Lehrstellen).

„Denen, die noch eine Ausbildung suchen, empfehle ich, mit unseren Beraterinnen und Beratern in Kontakt zu treten. Wir informieren über Möglichkeiten und Alternativen und unterstützen dabei, die passende Lehrstelle zu finden“, so Anke Diettrich. Termine können unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4 5555 00 vereinbart werden.

Jedes Jahr zum 1. September stellt auch die Agentur für Arbeit Auszubildende für den Beruf „Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen“ sowie für die dualen Studiengänge „Arbeitsmarktmanagement“ und „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“ ein. Mehr über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Arbeitsagentur erfahren Interessierte auf der Website der Agentur für Arbeit Rostock unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rostock/karriere.

Kurzarbeit

Im August haben weitere 6 Betriebe für 131 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Ob die Unternehmen Kurzarbeit auch in Anspruch nehmen, zeigt sich immer erst mit einem gewissen Zeitverzug, denn die Betriebe haben eine Frist von drei Monaten, um Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmer abzurechnen.

Nunmehr liegen die ersten Daten zur Inanspruchnahme für den Monat April 2021 vor: 2.065 Betriebe haben für 16.405 Beschäftigte tatsächlich Kurzarbeitergeld erhalten. Das entspricht einer Quote von 10,2 Prozent gemessen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region. Zum Vergleich: Im März 2020 lag die Quote bei 10,6 Prozent, im April 2020 beim bisherigen Höchstwert von 15,3 Prozent.