01.12.2020 | Presseinfo Nr. 37

Der Rostocker Arbeitsmarkt im November

Kurzarbeitergeld schützt viele Beschäftigte

„Im November ist die Arbeitslosigkeit in der Region Rostock gegenüber dem Vormonat um 29 Personen auf 14.188 gesunken. Die Arbeitslosigkeit geht damit seit August kontinuierlich zurück. Diese Aufhellung am Arbeitsmarkt wird jedoch durch den deutlich höheren Bestand an arbeitslosen Menschen seit Beginn der Auswirkungen der Corona-Pandemie überlagert. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 6,5 Prozent, im November 2019 lag sie bei 5,5 Prozent. Die Unsicherheiten für die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber sind nach wie vor groß. Hätten wir das Instrument der Kurzarbeit nicht, würden die aktuellen Arbeitslosenzahlen wahrscheinlich höher ausfallen", so die Einschätzung von Anke Diettrich, Leiterin der Rostocker Arbeitsagentur.

Seit Beginn der Pandemie im März haben insgesamt 5.472 Betriebe für 58.848 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Nachdem die Inanspruchnahme seit Juni stark abgenommen hat, ging die Zahl der Anzeigen im November wieder deutlich nach oben: 466 Betriebe zeigten für 5.058 Beschäftigte Kurzarbeit an.

Mit der Kurzarbeiter-Regelung sollen Entlassungen vermieden werden und Unternehmen die Möglichkeit bekommen, Mitarbeiter nach Auftragslage zu beschäftigten. Die Firmen zeigen den Bedarf an und rechnen den tatsächlichen Arbeitsausfall bei der Arbeitsagentur ab, die dafür die Kosten übernimmt.

Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind in der Stadt und im Landkreis Rostock unterschiedlich. In der Hanse- und Universitätsstadt Rostock waren im November 8.228 Personen arbeitslos. Das sind 1.590 oder 24 Prozent mehr als im November 2019 und entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent. Im Landkreis Rostock waren 5.960 Männer und Frauen auf Jobsuche, das sind 679 oder 13 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Arbeitslosenquote 5,5 Prozent).

Dennoch ist der Arbeitsmarkt dynamisch. So meldeten die Unternehmen in der Region Rostock im zu Ende gehenden Monat 1.078 offene Arbeitsstellen, fast 100 mehr als im Oktober dieses Jahres. Damit befinden sich 3.690 Stellenangebote im Bestand der Arbeitsagentur. Das Gesundheits- und Sozialwesen sucht mit 415 offenen Stellen die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gefolgt vom Gastgewerbe mit 332 offenen Stellen. Fachkräfte im Bauhaupt- und Nebengewerbe sowie im Handwerk werden ebenfalls gesucht (323 offene Stellen). Deutlich gesunken ist die Personalnachfrage im Verarbeitenden Gewerbe und in der Logistikbranche.

Die Arbeitsagentur ist auf die weiteren Entwicklungen in der Corona-Pandemie vorbereitet. Viele Dienstleistungen, Anträge und ausführliche Informationen, u.a. zum Kurzarbeitergeld, stehen online unter www.arbeitsagentur.de zur Verfügung. Bei Fragen erreichen Unternehmerinnen und Unternehmer den Arbeitgeber-Service unter der Telefonnummer 0800 4 5555 20.