31.03.2021 | Presseinfo Nr. 14

Entwicklung Arbeitsmarkt im März

Angebot an Arbeitsstellen steigt
 
•           11.504 Arbeitslose im Agenturbezirk
•           268 Arbeitslose weniger als im Vormonat
•           Arbeitslosenquote liegt bei 4 Prozent
 

Im März waren im Agenturbezirk 11.504 Menschen arbeitslos gemeldet, 268 Personen weniger als im Vormonat. Die Quote liegt bei 4 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 3,2 Prozent.

Ein Jahr nach dem ersten Lockdown liegt die Arbeitslosigkeit 25,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit wurden 2.335 mehr Arbeitslose als vor einem Jahr gezählt. Doch die Entwicklung im März gibt Grund zur Hoffnung: „Aktuell zeigt sich der Arbeitsmarkt wieder aufnahmefähiger. Die Zahl der Stellenzugänge und die Zahl derjenigen Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, liegen höher als vor einem Jahr“, beschreibt Sylvia Scholz, Chefin der Agentur für Arbeit, die Situation. Im März meldeten sich 2.198 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos, davon 969 unmittelbar aus vorheriger Erwerbstätigkeit. Dem standen 2.469 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Davon nahmen 1.078 Männer und Frauen eine Beschäftigung auf, sowie 440 eine Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahme. „Gute Chancen für eine Arbeitsaufnahme bieten sich im Verarbeitenden Gewerbe und im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, hier wurden die meisten neuen Stellen gemeldet.“

Das Kurzarbeitergeld spielt für die Stabilisierung der Beschäftigung weiterhin eine wichtige Rolle. 112 neue Anzeigen für Kurzarbeit gingen im März ein, für 1.097 Personen wurde Kurzarbeit angemeldet. „Ohne diese finanzielle Unterstützung würde die Arbeitslosigkeit wesentlich höher ausfallen“, unterstreicht Scholz. Auf dem Höhepunkt im Mai 2020 lag die Kurzarbeiterquote im Agenturbezirk bei 24,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Agenturchefin spricht sich dafür aus, die Zeit verstärkt für berufliche Weiterbildung zu nutzen: „Wir dürfen den Blick nicht erst nach der Krise wieder auf die Herausforderungen lenken, die uns schon vor der Krise beschäftigt haben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in die eigene Qualifikation zu investieren. Betriebe, Beschäftigte und Arbeitslose müssen prüfen, ob ihre Kenntnisse noch den Anforderungen des Marktes in Zeiten des strukturellen Wandels, der Digitalisierung und des Fachkräftemangels genügen. Das geht auch während der Kurzarbeit – die Agentur für Arbeit ist hierfür der richtige Ansprechpartner!“

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den Landkreisen

Im Landkreis Tuttlingen waren im März 3.263 Menschen arbeitslos, 63 Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4 Prozent. Im Kreis Rottweil ging die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls zurück. Im März wurden 2.649 Arbeitslose gezählt, 169 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Kreis Rottweil ist um 0,3 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent gesunken. Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren 5.592 Personen arbeitslos, 36 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 4,6 Prozent.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Die Zahl der Arbeitslosen verteilt sich im März mit 6.715 Personen auf den Rechtskreis SGB III (58,4 Prozent) und 4.789 Personen im Rechtskreis SGB II (41,6 Prozent). Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren 464 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat (plus 18,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Bereich der Grundsicherung (SGB II) wurden 4.789 Arbeitslose gezählt, das sind 196 Personen mehr als im Februar (plus 36,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Verteilung auf Kreisebene: Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III stieg im Vorjahresvergleich im Schwarzwald-Baar-Kreis um 22,7 Prozent, im Landkreis Tuttlingen um 18,8 Prozent und im Kreis Rottweil um 12,2 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung (SGB II) liegt der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bei 35,4 Prozent im Schwarzwald-Baar-Kreis, bei 43,2 Prozent im Kreis Tuttlingen und bei 29,6 Prozent im Kreis Rottweil.

Kurzarbeit

Im März gingen bei der Agentur für Arbeit 112 Anzeigen für Kurzarbeit ein (306 im Vormonat). Damit wurde Kurzarbeit für 1.097 Personen angemeldet (2.762 Personen im Vormonat). Die Daten zur realisierten Kurzarbeit liegen bis einschließlich September vor: Im September 2020 haben 1.955 Betriebe Kurzarbeit für 27.846 Beschäftigte umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. Das entspricht einer Kurzarbeiter-Quote von 13 Prozent.

Stellenmarkt

Das Angebot an Arbeitsstellen ist im März weiter gestiegen: Unternehmen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg meldeten dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1.437 neue Stellenangebote (108 Stellenzugänge mehr als im Februar). Der Stellenbestand stieg somit auf insgesamt 4.707 Angebote (193 Angebote mehr im Bestand als im Vormonat). Am häufigsten wurden im März Stellen in der Metallbearbeitung, im Maschinenbau und im Bereich Lagerwirtschaft, Post und Zustellung angeboten.

Ausbildungsmarkt

Im laufenden Berichtsjahr wurden der Agentur für Arbeit 3.449 zu besetzende Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 538 Stellen oder 13,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Stand März waren 2.225 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einer Berufsausbildungsstelle gemeldet. Das sind 182 oder 7,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.