Grenzüberschreitende Ausbildung Saarland-Lothringen

Grenzenlos durchstarten mit der Grenzüberschreitenden Ausbildung Saarland-Lothringen – Un boost pour ton avenir !
 

Und so funktioniert’s:

2014 wurde das „Abkommen über die grenzüberschreitende Berufsausbildung Saarland-Lothringen“ unterzeichnet, welches es Jugendlichen aus der Grenzregion ermöglicht

  • die Theoriephasen einer dualen Ausbildung an einer Berufsschule im Heimatland und
  • die Praxisphasen in einem Unternehmen im Nachbarland zu absolvieren.

Wer kann teilnehmen?

Alle jungen Leute, die

  • zwischen 16 und 30 Jahre alt sind
  • eine duale Ausbildung vorbereiten möchten
  • ausreichende deutsche oder französische Sprachkenntnisse haben, um in einem Unternehmen kommunizieren zu können
  • in einem CFA der Région Grand Est oder einer saarländischen Berufsschule den theoretischen Teil der Lehre absolvieren möchten

Beispiel: Berufsschule in Frankreich, Ausbildungsbetrieb im Saarland

Wenn sich der Ausbildungsbetrieb im Saarland befindet, wird ein Ausbildungsvertrag der zuständigen saarländischen Kammer nach deutschem Recht geschlossen. Der Besuch der Berufsschule findet in einem französischen CFA (Centre de Formations d’Apprentis) statt, die Auszubildenden durchlaufen die Ausbildung somit nach dem französischen Rahmenplan. Nach erfolgreichem Durchlaufen dieser Ausbildung kann der/die Auszubildende mit dem französischen Abschluss über verschiedene Wege auch zu einer Anerkennung für den deutschen Abschluss gelangen. In Frankreich ist die Grenzüberschreitende Ausbildung für alle Jugendlichen zwischen 16 und 30 Jahren möglich, die einen Abschluss auf dem Niveau V (CAP), IV (BP, Bac Pro) oder III (BTS) anstreben. 

Unser offizieller Imageefilm ist auf Youtube zu sehen.

Aktueller Hinweis

Aufgrund der Ausbildungsreform in Frankreich, die zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, gibt es auf französischer Seite neue Zuständigkeiten für die grenzüberschreitende Ausbildung. Mit der Reform werden die bisherigen Kompetenzen zur Ausbildung von den Regionen an 11 Branchenverbänden „OPCOS“ (opérateurs de compétences) und eine zentrale staatliche Koordinierungsstelle „France Compétences“ übergeben. Daher steht derzeit für die Projektpartner der grenzüberschreitenden Berufsausbildung nicht fest, ob bzw. in welcher Form die „taxe d’apprentissage“ weiter finanziert werden kann. Alle vor dem 31. Dezember 2019 geschlossenen Ausbildungsverträge werden weiterhin von der Région Grand Est bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit finanziert.

Für Ausbildungsverträge, die ab dem 01. Januar 2020 abgeschlossen wurden, ist die Finanzierungfrage leider noch nicht gelöst. An der Lösung dieses Problems arbeiten wir mit Hochdruck. Ungeachtet dessen, ist die Rahmenvereinbarung zur grenzüberschreitenden Ausbildung weiterhin gültig, sodass es wie bisher möglich ist, länderübergreifend eine deutsch-französische Ausbildung zu absolvieren (unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen).

Drei grenzüberschreitende Ausbildungsvermittler/innen informieren und begleiten

Bei allen Fragen rund um die Grenzüberschreitende Ausbildung Saarland-Lothringen sowie die grenzüberschreitende Mobilität informieren und beraten Marlène Grébil, Kerstin Krüger und Julien Robichon – die Ausbildungsvermittler/innen der Agentur für Arbeit Saarland und der Région Grand Est. Also wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten oder ein individuelles Beratungsgespräch wünschen, kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter!