31.10.2019 | Presseinfo Nr. 170

Minijob? Da geht noch mehr!

Im Saarland arbeiten über 95.000 Menschen in Minijobs, rund 60 Prozent der Beschäftigten in Minijobs sind Frauen. Minijobbende verdienen maximal 450 Euro im Monat. Die möglichen Rentenbeiträge sind sehr niedrig und werden in vielen Fällen nicht gezahlt. Zur oft fehlenden Absicherung gegen Krankheit, gegen Arbeitslosigkeit und gegen Altersarmut kommt hinzu, dass viele der in Minijobs beschäftigten Menschen aus Unkenntnis arbeitsrechtliche Nachteile in Kauf nehmen. Oftmals wissen die Unternehmen auch nicht, dass Minijobbende den gleichen Anspruch auf z.B. Mindestlohn oder bezahlten Urlaub wie andere Beschäftigte haben.

Die Agentur für Arbeit Saarland und das Jobcenter im Regionalverband nehmen dies zum Anlass, über die rechtliche Situation im Minijob aufzuklären und über die Kosten von Minijobs und Jobs im Übergangsbereich (sog. Midijobs) für Unternehmen zu informieren. Zugleich möchten die beiden Institutionen den Dialog mit Beschäftigten, Arbeitsuchenden und Unternehmen der Region vertiefen, um gemeinsam Wege in die existenzsichernde Beschäftigung zu finden.

Dorothee Merziger (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Saarland) informiert am Dienstag, dem 26. November, Beschäftigte, Arbeitsuchende und Unternehmen über das Thema Minijob und über Möglichkeiten und Chancen der Umwandlung einer geringfügigen in eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Die Infoveranstaltung findet von 9 bis 11 Uhr im Sitzungssaal (1.OG) in der Hafenstr. 18 in Saarbrücken statt.

Am Mittwoch, dem 27. November, berät Andrea Lesch (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters im Regionalverband Saarbrücken) interessierte Kundinnen und Kunden des Jobcenters im Regionalverband Saarbrücken zum Thema Mini- und Midijob. Die Veranstaltung findet von 9 bis 11 Uhr im Besprechungsraum in der Hafenstr. 39 in Saarbrücken statt.

Parallel dazu wird von Mittwoch, dem 20. November, bis Dienstag, dem 03. Dezember, die Ausstellung „Minijob? Da geht noch mehr!“ im Foyer der Hafenstr. 18 in Saarbrücken zu sehen sein. Sie ist für Interessierte im Rahmen der regulären Öffnungszeiten von Arbeitsagentur und Jobcenter zugänglich.