30.04.2020 | Presseinfo Nr. 62

Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Saarland im April 2020

nach Landkreisen

Regionalverband Saarbrücken

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 17.684 Arbeitslose im Regionalverband Saarbrücken, 1.264 mehr als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 3.160 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 21,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 10,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und um 1,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben über 3.600 Unternehmen im Regionalverband Saarbrücken bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind das Verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung, der Handel und das Gastgewerbe. Für rund 51.000 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 571 auf 5.052 gestiegen. Das waren rund 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit bei 588, sie erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 124. Sie lag um 240 über dem Wert des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 1.721. Sie ist gegenüber dem Vormonat um 18 und gegenüber dem Vorjahr um mehr als 400 gestiegen.

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken waren im April 12.632 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 693 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 1.477 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im April bei 1.024. Sie ist gegenüber dem Vormonat um 63 und gegenüber dem Vorjahr um 141 gestiegen. 3.369 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber März um 188 und gegenüber April 2019 um 377 erhöht. 42,5 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 5.365. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 803 (plus 17,6 Prozent).

Stellenmarkt

Unternehmen der Region haben im April insgesamt 295 Stellen zur Besetzung gemeldet, 481 weniger als im März und 468 weniger vor einem Jahr (minus 61,3 Prozent). Seit Jahresbeginn wurden 2.600 offene Stellen gemeldet, fast ein Fünftel weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 2.494 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Der Stellenbestand liegt damit 22,2 Prozent unter dem des Vorjahres.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Saarbrücken (Stadt Saarbrücken und Kleinblittersdorf):

11.670 Arbeitslose (plus 1.879 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 11,5 Prozent

Geschäftsstelle Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen):

1.348 Arbeitslose (plus 326 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 4,9 Prozent

Geschäftsstelle Sulzbach (Stadt Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied):

1.789 Arbeitslose (plus 272 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent

Geschäftsstelle Völklingen (Stadt Völklingen und Großrosseln):

2.877 Arbeitslose (plus 683 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 11,7 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Regionalverband Saarbrücken wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 1.913 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 445 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 1.559 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 74 mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 1.145 Stellen unbesetzt und 975 Jugendliche unversorgt.


Saarpfalz-Kreis

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 4.193 Arbeitslose im Saarpfalz-Kreis. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist gegenüber dem Vormonat um 461 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 515 bzw. rund 14 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,4 Prozent. Sie lag damit sowohl 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats wie auch des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben fast 1.600 Unternehmen im Saarpfalz-Kreis bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind das Verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung, der Handel und das Gastgewerbe. Für über 23.000 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 268 auf rund 1.900 gestiegen. Das waren 426 mehr als vor einem Jahr (plus 28,9 Prozent). Bei den Jüngeren unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit um 25 auf 190 im Vergleich zum Vormonat. Sie stieg um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 876. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 87 und gegenüber dem Vorjahr um 74 erhöht.

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im April 2.293 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 193 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 89 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag mit 173 um 34 über dem Vormonats- und 41 über dem Vorjahresniveau. 693 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um 34 erhöht und gegenüber dem Vorjahr um 13 verringert. Rund 42 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 961. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Erhöhung um 56.

Stellenmarkt

Im April wurden 131 Stellen zur Besetzung gemeldet, halb so viele wie im Vormonat und 180 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 966 offene Stellen gemeldet, 348 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (minus 26,5 Prozent). Aktuell stehen 1.135 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel):

3.104 Arbeitslose (plus 408 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,4 Prozent

Geschäftsstelle St. Ingbert:

1.089 Arbeitslose (plus 107 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,6 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 802 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 109 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 343 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 122 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 494 Stellen unbesetzt und 175 Jugendliche unversorgt.


Landkreis Neunkirchen

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 5.641 Arbeitslose im Landkreis Neunkirchen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist gegenüber dem Vormonat um 570 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 782 bzw. 16,1 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 7,8 Prozent um 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 1,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben über 1.100 Unternehmen im Landkreis Neunkirchen bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind die Arbeitnehmerüberlassung, der Handel und das Verarbeitende Gewerbe. Auch das Gastgewerbe und der Logistikbereich sind stark betroffen. Für rund 11.800 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 205 auf 2.013 gestiegen, das war über ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit um zehn auf 219 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sie sich um über ein Viertel. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 840. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 65 und gegenüber dem Vorjahr um 144 erhöht.

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Landkreis Neunkirchen waren im April 3.628 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 365 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 270 über dem Vorjahreswert (plus 8,0 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im April bei 363. Sie ist gegenüber dem Vormonat um ein Zehntel gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang um 4,2 Prozent zu verzeichnen. 928 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 18 gestiegen. Rund 39 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 1.414. Sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund elf Prozent.

Stellenmarkt

Im April wurden 92 Stellen zur Besetzung gemeldet, nur rund halb so viele wie im Vormonat und über 60 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 663 offene Stellen gemeldet, 177 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (minus 21,1 Prozent). Aktuell stehen 883 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung, 274 weniger als im Vorjahresmonat.

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Neunkirchen wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 568 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 79 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 646 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 27 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 354 Stellen unbesetzt und 370 Jugendliche unversorgt.


Landkreis St. Wendel

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 1.873 Arbeitslose im Landkreis St. Wendel. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer hat sich gegenüber dem Vormonat um 263 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei Agentur für Arbeit und Jobcenter 287 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 18,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte sowohl 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats wie auch des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben 760 Unternehmen im Landkreis St. Wendel bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind die Arbeitnehmerüberlassung, der Handel, das Verarbeitende Gewerbe und das Gastgewerbe. Für insgesamt über 7.700 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im April bei 1.013, das waren 140 mehr als im März und rund ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um fast ein Drittel auf 134 im Vergleich zu März. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl drastisch erhöht (plus 63 bzw. 88,7 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 474. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 37 erhöht. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um mehr als ein Viertel erhöht.

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Landkreis St. Wendel waren im April 860 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 123 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 36 über dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit ist im Bereich der Grundsicherung in geringfügigem Umfang vorhanden. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im April bei 22. 232 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um 15 erhöht und gegenüber dem Vorjahr um 19 verringert. 29,4 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 253. Gegenüber dem Vormonat isst dies ein Anstieg um ein Zehntel, gegenüber dem Vorjahr ein geringfügiger Rückgang (minus 2,3 Prozent).

Stellenmarkt

Im April wurden 43 Stellen zur Besetzung gemeldet, zwei Drittel weniger als im Vormonat und fast 80 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 430 offene Stellen gemeldet, rund 45 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 570 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung (minus 27,7 Prozent zum Vorjahr).

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis St. Wendel wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 451 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 41 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 426 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 32 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 330 Stellen unbesetzt und 250 Jugendliche unversorgt.


Landkreis Merzig-Wadern

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 2.693 Arbeitslose im Landkreis Merzig-Wadern. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer hat sich gegenüber dem Vormonat um 311 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 486 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 22 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent. Sie lag 0,5 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben rund 900 Unternehmen im Landkreis Merzig-Wadern bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind das Gastgewerbe, der Handel, das Verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung und der Logistikbereich. Auch das Gastgewerbe und der Logistikbereich sind stark betroffen. Für insgesamt rund 11.000 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im April bei 1.276, das waren 148 mehr als im März und über ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um mehr als ein Viertel auf 161. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sie sich um zwei Drittel. In der Altersgruppe 50plus waren 514 Menschen arbeitslos gemeldet, 13 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Landkreis Merzig-Wadern waren im April 1.417 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 163 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 144 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich im April um ein Fünftel auf rund 140, das waren 47,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. 382 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um mehr als ein Zehntel erhöht und gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent verringert. 36,7 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 520. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Anstieg um 32, gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 16.

Stellenmarkt

Im April wurden 96 Stellen zur Besetzung gemeldet, halb so viele wie im Vormonat und 112 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 610 offene Stellen gemeldet, 165 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 732 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung (minus 18,6 Prozent zum Vorjahr).

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Merzig (Kreisstadt Merzig, Mettlach, Perl, Beckingen):

1.667 Arbeitslose (plus 338 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 4,8 Prozent

Geschäftsstelle Wadern (Stadt Wadern, Losheim, Weiskirchen):

1.026 Arbeitslose (plus 148 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 4,8 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 547 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 59 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 285 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 25 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 367 Stellen unbesetzt und 158 Jugendliche unversorgt.


Landkreis Saarlouis

Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im April 5.916 Arbeitslose im Landkreis Saarlouis. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist gegenüber dem Vormonat um 749 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 1.032 bzw. 21,1 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,6 Prozent. Sie lag damit 0,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,9 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt deutlich erkennen. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist von März auf April nochmals gestiegen. Bisher haben rund 2.000 Unternehmen im Landkreis Saarlouis bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Schwerpunkte sind die Arbeitnehmerüberlassung, das Gastgewerbe, der Handel, das Verarbeitende Gewerbe und der Logistikbereich. Für insgesamt rund 27.000 Personen wurde bisher Kurzarbeit angemeldet.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im April um 302 auf 2.844 gestiegen, das war über die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber März um über ein Viertel auf 335, das waren rund hundert mehr als vor einem Jahr. In der Altersgruppe 50plus waren 1.126 Personen arbeitslos gemeldet, 342 mehr als im April des Vorjahres (plus 43,6 Prozent).

Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Landkreis Saarlouis waren im April 3.072 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 447 mehr als im März. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 42 über dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit ist im Bereich der Grundsicherung nicht in nennenswertem Umfang vorhanden. 904 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um 116 erhöht und gegenüber dem Vorjahr um 42 verringert. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen war gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im April 1.468. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Anstieg um 116, gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 16.

Stellenmarkt

Im April wurden 179 Stellen zur Besetzung gemeldet, rund 60 Prozent weniger als im Vormonat und 56 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 1.530 offene Stellen gemeldet, rund ein Achtel weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 1.587 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung (minus 17,4 Prozent zum Vorjahr).

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Saarlouis (Kreisstadt Saarlouis, Ensdorf, Bous, Dillingen, Rehlingen-Siersburg, Nalbach, Schwalbach, Saarwellingen, Überherrn, Wadgassen, Wallerfangen):

5.081 Arbeitslose (plus 880 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,8 Prozent

Geschäftsstelle Lebach (Stadt Lebach, Schmelz):

835 Arbeitslose (plus 152 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 4,5 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Saarlouis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 1.201 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 105 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 600 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 22 mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 837 Stellen unbesetzt und 313 Jugendliche unversorgt.