02.03.2021 | Presseinfo Nr. 15

Der Arbeitsmarkt im Saarland im Februar 2021

nach Landkreisen

Regionalverband Saarbrücken

Im Regionalverband Saarbrücken waren im Februar 18.201 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 249 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit 1.503 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 10,3 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 881 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 636 weniger als im Januar und 204 weniger als im Vorjahresmonat. Rund 860 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden, in etwa gleich viele wie im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar relativ einheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen mit Ausnahme der Langzeitarbeitslosen leicht gesunken. Deutlichere Unterschiede zeigten sich jedoch beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 10.751 Männer und 7.450 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 7,8 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 10,8 Prozent etwas höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 1.449. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent erhöht. 5.558 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund elf Prozent erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 7.306, 117 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um mehr als ein Drittel. Auffällig ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung wesentlich stärker gestiegen ist als in der Grundsicherung.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 138 auf 5.368 gesunken. Das ist ein Plus von 16,1 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken waren im Februar 12.833 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 111 weniger als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Regionalverband Saarbrücken insgesamt 755 neue Stellen gemeldet, 103 mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Auch im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Baugewerbe, im Verarbeitenden Gewerbe, im Öffentlichen Dienst, im Bereich Erziehung und Unterricht und im Bereich Verkehr und Lagerei wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 2.570 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Regionalverband Saarbrücken haben im Februar 219 Betriebe für 1.963 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 5.670 Unternehmen Kurzarbeit für 71.788 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 1.282 Unternehmen und 9.852 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 1.483 Betriebe und 13.081 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 1.098 Unternehmen für 8.355 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Saarbrücken (Stadt Saarbrücken und Kleinblittersdorf):

12.104 Arbeitslose (plus 941 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 11,9 Prozent

Geschäftsstelle Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen):

1.378 Arbeitslose (plus 198 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,0 Prozent

Geschäftsstelle Sulzbach (Stadt Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied):

1.857 Arbeitslose (plus 165 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 8,5 Prozent

Geschäftsstelle Völklingen (Stadt Völklingen und Großrosseln):

2.862 Arbeitslose (plus 199 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 11,5 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Regionalverband Saarbrücken wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 1.553 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 13,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 1.006 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 21,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau Büromanagement, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei, Verkäufer/in, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kfz-Mechatroniker/in PKW-Technik, Industriemechaniker/in, Handelsfachwirt/in, Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik und Elektroniker/in Betriebstechnik gemeldet.


Saarpfalz-Kreis

Im Saarpfalz-Kreis waren im Februar 4.258 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 108 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 11,3 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,5 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 238 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren über 40 Prozent weniger als noch im Januar. 234 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden, 20 mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar relativ einheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen leicht zurückgegangen. Eine Ausnahme bildeten die Jugendlichen – hier gab es einen Anstieg. Unterschiede zeigten sich beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 2.488 Männer und 1.770 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr rund elf Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 11,8 Prozent geringfügig höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 339. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um ein Achtel und gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent erhöht. 1.733 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter, das waren 47 weniger als im Januar. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15,7 Prozent erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 1.545, vier weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um über 30 Prozent.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 73 auf 2.066 gesunken. Das ist ein Plus von 22,4 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im Februar 2.192 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 35 weniger als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Saarpfalz-Kreis insgesamt 359 neue Stellen gemeldet, 115 mehr als im Vormonat und neun mehr als im Vorjahr. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei gemeldet. Auch im Baugewerbe, im Handel, im Bereich Erziehung und Unterricht und in der Informations-/Kommunikationsbranche wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 1.181 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Saarpfalz-Kreis haben im Februar 86 Betriebe für 1.291 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 2.424 Unternehmen Kurzarbeit für 36.123 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 551 Unternehmen und 7.812 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 645 Betriebe und 10.437 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 467 Unternehmen für 5.790 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel):

3.170 Arbeitslose (plus 350 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,5 Prozent

Geschäftsstelle St. Ingbert:

1.088 Arbeitslose (plus 83 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,6 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 624 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 18,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 261 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 12,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Mechatroniker/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik, Elektroniker/in Automatisierungstechnik, Verkäufer/in, Handelsfachwirt/in, Kaufmann/-frau Büromanagement, Koch/Köchin, Fachkraft Lagerlogistik und Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Bäckerei gemeldet.


Landkreis Neunkirchen

Im Landkreis Neunkirchen waren im Februar 5.857 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 47 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 688 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 13,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 8,2 Prozent genauso hoch wie im Vormonat und 1,0 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 307 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren über ein Drittel weniger als im Januar. 293 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden. Das waren 20 mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar uneinheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern und den über 50-Jährigen leicht zurückgegangen, bei den Frauen gab es keine Veränderung, bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen gab es einen leichten Anstieg. Unterschiede zeigten sich auch beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 3.399 Männer und 2.458 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 10,9 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 16,9 Prozent etwas höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 614, das waren 19 mehr als im Vormonat. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent erhöht. 1.886 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um über ein Achtel erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 2.114, 15 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um fast 40 Prozent. Auffällig ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung wesentlich stärker gestiegen ist als in der Grundsicherung.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 126 auf 2.202 gesunken. Das ist ein Plus von 17,6 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 10,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter Neunkirchen waren im Februar 3.655 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 79 mehr als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Landkreis Neunkirchen insgesamt 164 neue Stellen gemeldet, über ein Drittel mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Öffentlichen Dienst gemeldet. Auch im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Bereich Erziehung und Unterricht wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 753 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Landkreis Neunkirchen haben im Februar 53 Betriebe für 477 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1.691 Unternehmen Kurzarbeit für 16.464 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 357 Unternehmen und 3.011 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 405 Betriebe und 3.576 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 289 Unternehmen für 2.732 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Neunkirchen wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 350 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 34,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 482 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik, Fachkraft Lagerlogistik, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei, Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik, Handelsfachwirt/in, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau Büromanagement und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r gemeldet.


Landkreis St. Wendel

Im Landkreis St. Wendel waren im Februar 1.957 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 65 mehr als im Januar. Damit ist St. Wendel der einzige Landkreis im Saarland, in dem die Arbeitslosenzahl sich zum Vormonat leicht erhöht hat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter rund ein Fünftel mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 4,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und um 0,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 170 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 75 weniger als im Januar. 138 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden, zwölf mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar relativ einheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen leicht angestiegen. Eine Ausnahme bildeten die Älteren – hier gab es einen geringfügigen Rückgang. Unterschiede zeigten sich beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 1.071 Männer und 886 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 13,7 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mehr als doppelt so hoch aus (plus 29,2 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 109. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Prozent erhöht. 842 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um sechs reduziert und gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 584, 45 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 252.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um fünf auf 1.088 gesunken. Das ist ein Plus von 23,8 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Landkreis St. Wendel waren im Februar 869 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 29 mehr als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar etwas angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Landkreis St. Wendel insgesamt 135 neue Stellen gemeldet, 18 mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Auch im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Erziehung und Unterricht und im Öffentlichen Dienst wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell rund 600 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Landkreis St. Wendel haben im Februar 32 Betriebe für 234 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1.094 Unternehmen Kurzarbeit für 11.105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 231 Unternehmen und 1.050 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 269 Betriebe und 1.454 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 216 Unternehmen für 964 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis St. Wendel wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 401 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 6,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 349 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 4,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kfz-Mechatroniker/in PKW-Technik, Feinwerkmechaniker/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Medizinische/r Fachangestellte/r, Koch/Köchin, Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik, Kaufmann/-frau Büromanagement, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei und Restaurantfachmann/-frau gemeldet.


Landkreis Merzig-Wadern

Im Landkreis Merzig-Wadern waren im Februar 2.802 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 19 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 374 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,0 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und um 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 197 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 103 weniger als im Januar. 141 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden. Das waren 15 mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar relativ einheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen außer den Jugendlichen leicht gesunken. Deutlichere Unterschiede zeigten sich beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 1.609 Männer und 1.193 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 12,9 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 18,9 Prozent etwas höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 270, das waren zwölf mehr als im Vormonat. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent erhöht. 1.033 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22,8 Prozent erhöht Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 789. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 26,6 Prozent.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 43 auf 1.491 gesunken. Das ist ein Plus von fast einem Drittel zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Landkreis Merzig-Wadern waren im Februar 1.311 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 24 mehr als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Landkreis Merzig-Wadern insgesamt 175 neue Stellen gemeldet, 60 mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch in der Zeitarbeit, im Gastgewerbe, im Baugewerbe und im Öffentlichen Dienst wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 755 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Landkreis Merzig-Wadern haben im Februar 32 Betriebe für 344 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1.415 Unternehmen Kurzarbeit für 17.748 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 258 Unternehmen und 1.626 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 326 Betriebe und 3.669 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 231 Unternehmen für 1.611 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Merzig (Kreisstadt Merzig, Mettlach, Perl, Beckingen):

1.721 Arbeitslose (plus 217 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,0 Prozent

Geschäftsstelle Wadern (Stadt Wadern, Losheim, Weiskirchen):

1.081 Arbeitslose (plus 157 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,1 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 443 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 10,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 169 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 22,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Handelsfachwirt/in, Industriekaufmann/-frau, Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik, Industriemechaniker/in, Fachkraft Lagerlogistik, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei, Restaurantfachmann/-frau und Bankkaufmann/-frau gemeldet.


Landkreis Saarlouis

Im Landkreis Saarlouis waren im Februar 6.421 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, gleich viele wie im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter fast ein Viertel Arbeitslose mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 6,1 Prozent genauso hoch wie im Vormonat und um 1,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Dynamik - Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Februar meldeten sich 397 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren rund 300 weniger als im Januar. 342 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden, 55 mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar uneinheitliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern und den Älteren leicht zurückgegangen, bei den Frauen, Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen gab es einen leichten Anstieg. Unterschiede zeigten sich auch beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 3.757 Männer und 2.664 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von rund 21 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 27,4 Prozent etwas höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 330. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 5,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 17,9 Prozent erhöht. 2.346 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Viertel erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 2.374, 103 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um mehr als die Hälfte.

Blick auf die Rechtskreise

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich geringer ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 78 auf 3.032 gesunken. Das ist ein Plus von 16,7 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen um 30,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Landkreis Saarlouis waren im Februar 3.389 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 77 mehr als im Januar.

Stellenmarkt

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Landkreis Saarlouis insgesamt 429 neue Stellen gemeldet, 162 mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Handel gemeldet. Auch im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Öffentlichen Dienst, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Bereich Erziehung und Unterricht und im Verkehr und Lagerei wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 1.767 Angebote.

Kurzarbeit

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Landkreis Saarlouis haben im Februar 89 Betriebe für 798 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 3.158 Unternehmen Kurzarbeit für 47.953 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 739 Unternehmen und 10.468 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 865 Betriebe und 12.497 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 617 Unternehmen für 5.209 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Regionale Entwicklung

Geschäftsstelle Saarlouis (Kreisstadt Saarlouis, Ensdorf, Bous, Dillingen, Rehlingen-Siersburg, Nalbach, Schwalbach, Saarwellingen, Überherrn, Wadgassen, Wallerfangen):

5.498 Arbeitslose (plus 1.041 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 6,3 Prozent

Geschäftsstelle Lebach (Stadt Lebach, Schmelz):

923 Arbeitslose (plus 184 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,0 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis Saarlouis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 995 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 9,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 417 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 21,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau Büromanagement, Verkäufer/in, Industriemechaniker/in, Bankkaufmann/-frau, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kfz-Mechatroniker/in PKW-Technik, Steuerfachangestellte/r, Handelsfachwirt/in und Elektroniker/in Automatisierungstechnik gemeldet.

Entwicklung im Saarland

Insgesamt waren 39.496 Menschen arbeitslos gemeldet, rund 400 weniger als im Januar. Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren weiterhin deutlich mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen lag im aktuellen Monat um 4.552 bzw. rund 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Abstand zum Vorjahr ist nochmals geringer geworden. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 7,4 Prozent. Im Februar 2020 hatte sie noch 6,5 Prozent betragen.


Zitate Madeleine Seidel (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland)

„Die Arbeitslosenzahl im Saarland ist im Februar nach einem saisonal bedingten Anstieg zum Jahresbeginn wieder leicht zurückgegangen. Die Auswirkungen der Pandemie bleiben aber weiterhin deutlich sichtbar, der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 4.550 arbeitslos gemeldete Menschen spricht eine deutliche Sprache“, erläutert Madeleine Seidel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „Gleichzeitig entspannt sich die Lage am Arbeitsmarkt stellenseitig leicht. So können wir im aktuellen Monat eine im Vergleich zum Vormonat erkennbare Erhöhung der Arbeitskräftenachfrage feststellen. Das heißt Betriebe und Unternehmen im Saarland suchen nach eher zurückhaltenderen Monaten wieder etwas stärker nach Personal.“

Mit der Berufsberatung unterstützt die Agentur für Arbeit Saarland Jugendliche von der Orientierung in der vielfältigen Berufs- und Studienwelt bis hin zum weiterführenden Schulbesuch, zur Aufnahme eines (dualen) Studiums oder zum Beginn einer Ausbildung. Der wichtige Beratungsort Schule ist pandemiebedingt seit dem ersten Lockdown im März des vergangenen Jahres dabei nicht durchgängig verfügbar. „Unsere Beratungsfachkräfte sind aber weiterhin für SchülerInnen da und bieten jungen Menschen mit Video- oder Telefonberatung alternative Wege zur Berufsberatung an“, erläutert Madeleine Seidel. „Ich kann allen Jugendlichen, vor allem denjenigen, die nach diesem Schuljahr die Schule abschließen, nur raten, sich bei der Berufsberatung zu melden, um sich zu Möglichkeiten eines beruflichen Einstiegs besser orientieren zu können. Denn gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ist es wichtig, am Übergang Schule-Beruf beraterische Unterstützung dabei zu haben, um den passenden beruflichen Einstieg zu finden“, appelliert Madeleine Seidel.


Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich

Landkreis St. Wendel: 4,1 Prozent

Landkreis Merzig-Wadern: 5,0 Prozent

Saarpfalz-Kreis: 5,5 Prozent

Landkreis Saarlouis: 6,1 Prozent

Landkreis Neunkirchen: 8,2 Prozent

Regionalverband Saarbrücken: 10,3 Prozent


Direkter Kontakt zur Berufsberatung im Saarland

Für Beratungswünsche vergibt die Berufsberatung auch kurzfristig Termine. Ein Terminwunsch kann per E-Mail unter saarland.berufsberatung@arbeitsagentur.de  oder über die gebührenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 00 vereinbart werden.

Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten oder ihre gemeldeten Ausbildungsstellen bislang noch nicht besetzen konnten, können sich unter der gebührenfreien Servicerufnummer 0800 4 5555 20 an den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wenden.