Der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt Magdeburg im Januar 2022

• saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit setzt sich fort • Arbeitslosenquote bleibt zum Jahresbeginn unter 9 Prozent

01.02.2022 | Presseinfo Nr. 9

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Dezember um 1.112 Personen bzw. 12,0 Prozent gestiegen. Damit waren insgesamt 10.411 Personen in der Landeshauptstadt Magdeburg arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 8,3 Prozent. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 9,2 Prozent und es waren 11.418 Personen arbeitslos gemeldet.

„Die Unternehmen der Region sind je nach Branche weiterhin unterschiedlich stark vom Anstieg der Infektionszahlen und den Maßnahmen zum Gesundheitsschutz betroffen. Dennoch hat sich, nach einem Rückgang in 2020, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt wieder stabilisiert“, sagt Matthias Kaschte, Leiter der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt Nord. Die Wintersaison hat weiter Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Insbesondere Beschäftigte, die in witterungsabhängigen Branchen tätig sind, sind in den Wintermonaten von Arbeitslosigkeit betroffen. Hinzu kommen befristete Arbeitsverträge, die zum Jahresende ausgelaufen sind“, so Kaschte.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.538 auf 109.540. Vor der Krise lag die Zahl bei 108.684.

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Januar 2022 auf 13.845, das sind 648 Personen mehr als im Vormonat und 1.173 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 10,8 Prozent.

Zahl neu gemeldeter Stellen ist gesunken

Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Januar im Vergleich zum Dezember und zum Vorjahr gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Januar beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 447 neue Stellen. Das sind 107 weniger als im Dezember und 5 weniger als im letzten Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 84 auf 3.290 gesunken.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufsgruppen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (768 Stellen, z.B. Mechatroniker), Gesundheit und Soziales (565 Stellen, z.B. Altenpfleger) und Verkehr und Logistik (512 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer).