31.03.2022 | Presseinfo Nr. 35

Der Arbeitsmarkt des Landkreises Börde im März 2022

  • weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Stellenbestand steigt, trotz weniger neu gemeldeter Arbeitsstellen als im Februar

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Februar um 177 Personen bzw. 3,8 Prozent gesunken. Damit waren insgesamt 4.447 Personen im Landkreis Börde arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 5,5 Prozent und es waren 5.013 Personen arbeitslos gemeldet.

„Die saisontypische Belebung des Arbeitsmarktes hat sich im März fortgesetzt. Trotz steigender Energiepreise, hoher Krankenstände in vielen Unternehmen durch die Omikron-Welle und gestörter Lieferketten zeigen die Unternehmen weiterhin eine hohe Einstellungsbereitschaft“, erläutert Matthias Kaschte, Leiter der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt Nord.

„Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine für den Arbeitsmarkt sind bisher noch nicht absehbar. Die Corona-Pandemie hat aber gezeigt, dass die Kurzarbeit konjunkturelle Risiken in besonders betroffenen Branchen kurzfristig abfedern und den Arbeitsmarkt stabilisieren kann. Auf die Unterstützung ukrainischer Geflüchteter bereiten sich die Arbeitsagentur und die Jobcenter aber zusammen mit unseren Partnern vor. Hierbei können wir uns auf funktionierende Netzwerke und erprobte Strukturen verlassen“, ergänzt Kaschte.

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im März 2022 auf 6.085 das sind 165 Personen weniger als im Vormonat und 717 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 6,6 Prozent.

Zahl neu gemeldeter Stellen ist gesunken – Stellenbestand steigt leicht an

Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im März im Vergleich zum Februar und zum Vorjahr gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im März beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 293 neue Stellen. Das sind 74 weniger als im Februar und 150 weniger als im letzten Jahr. Der Stellenbestand ist weiterhin hoch und gegenüber dem Vormonat um 5 auf 2.227 gestiegen.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufsgruppen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (699 Stellen, z.B. Mechatroniker), Verkehr und Logistik (649 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer) und Gesundheit und Soziales (251 Stellen, z.B. Altenpfleger).