04.01.2022 | Presseinfo Nr. 3

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Börde im Dezember 2021

Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat November um 174 Personen bzw. 4,3 Prozent gestiegen. Damit waren insgesamt 4.175 Personen im Land-kreis Börde arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6 Prozent. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 5,2 Prozent und es waren 4.791 Personen arbeitslos gemeldet.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember ist saisontypisch. Besonders in witterungsab-hängigen Branchen, wie der Land- und Forstwirtschaft, dem Garten- und Landschaftsbau sowie dem Baugewerbe, ist die Nachfrage an Arbeitskräften im Winter geringer“, sagt Matthias Kaschte, Leiter der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt Nord.
„Trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen für den Arbeitsmarkt, halten Arbeitge-ber aber in vielen Fällen an den dringend benötigten Fachkräften fest. Der Anstieg der Ar-beitslosigkeit fällt daher auch geringer als vor der Krise im Dezember 2019“, ergänzt er.

Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Wei-terbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Dezember 2021 auf 5.866, das sind 38 Personen mehr als im Vormonat und 779 weniger als im Vorjah-resmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 6,4 Prozent.

Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Dezember beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 332 neue Stellen. Das sind 75 weniger als im November und 85 weniger als im letzten Jahr. Der Stellenbestand ist gegen-über dem Vormonat um 17 auf 2.144 gesunken.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufsgruppen:

  • Verkehr und Logistik (673 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer),
  • Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (641 Stellen, z.B. Mechatroniker) und
  • Gesundheit und Soziales (236 Stellen, z.B. Altenpfleger).