Anhalt-Bitterfeld: Arbeitsmarkt ist weiter auf Erholungskurs

„Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Die Frühjahrsbelebung hat zum erneuten Rückgang der Zahl an Arbeitslosen geführt. Vorrangig profitieren davon die Männer. Arbeitgeber meldeten mehr Stellen als vor einem Monat. Wirtschaftliche Folgen des Ukrainekrieges sind bisher kaum spürbar. Insgesamt bleibt die Arbeitskräftesituation angespannt. Betriebe, die von den Auswirkungen des Ukrainekrieges betroffen sind, haben die Möglichkeit Liefer- und Auftragsausfälle mit Kurzarbeit abzufedern. Um die Geflüchteten aus der Ukraine erfolgreich in Arbeit vermitteln zu können, müssen zunächst meist die Sprachbarrieren abgebaut werden. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern beraten wir die Menschen zu den Themen Arbeit, Ausbildung, Schule und Kinderbetreuung“, erklärt Birgit Ruhland, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

03.05.2022 | Presseinfo Nr. 52

Arbeitslosigkeit

Im April waren 4.896 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat sank die Anzahl um 123 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 836 Frauen und Männer gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent, 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Anhalt-Bitterfeld lag damit 0,2 Prozentpunkte unter der Quote des Agenturbezirkes Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Unterbeschäftigung

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im April bei 7.120. Das waren 904 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote lag bei 9,0 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind.

Einstellungen und Entlassungen

Im April wurden 340 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 7 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 356 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 16 mehr als im März.

Stellenmeldungen

Die Zahl der Stellenmeldungen stieg im April im Vergleich zum Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 356 neue Stellen. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 1.209 Stellen gemeldet, das waren 363 mehr als von Januar bis April 2021. Das verarbeitende Gewerbe, die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und der Handel haben im April die meisten Stellen gemeldet.

Jobcenter KomBA-ABI

Das Jobcenter KomBA-ABI hat im vergangenen Monat sinkende Leistungsempfängerzahlen zu verzeichnen. So gab es im April 8.270 Bezieher von Arbeitslosengeld II und 2.284 von Sozialgeld. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) stieg. Aktuell werden 6.721 Bedarfsgemeinschaften betreut. Im März waren es 62 Bedarfsgemeinschaften weniger.