03.03.2021 | Presseinfo Nr. 16

Arbeitsmarkt hält dem Lockdown stand

- Zahl der Arbeitslosen geht leicht zurück

- Bundesweite Woche der Ausbildung: Zukunft braucht Ausbildung
 

Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 12.914 gefallen. Das sind 265 Arbeitslose (Minus 2,0 Prozent) weniger als im Vormonat, 2.641 mehr als im Februar 2020 (Plus 25,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 3,8 Prozent. In Baden-Württemberg liegt sie bei 4,4 Prozent (Minus 0,1 Prozent zum Vormonat).

Der Arbeitsmarkt hält dem Lockdown stand und die Arbeitslosigkeit ging im Februar sogar zurück. Bis auf die Personengruppe der unter 25-jährigen sind bei allen Personengruppen wie zum Beispiel den Langzeitarbeitslosen, Älteren und Schwerbehinderten die Zahl der Arbeitslosen gesunken. „Der leichte Anstieg bei den Jüngeren im Februar ist saisonüblich. Denn Ausbildungen mit einer Dauer von zweieinhalb und dreieinhalb Jahren sowie Nachprüfungen sind jetzt meist abgeschlossen und nicht immer klappt es mit der nahtlosen Übernahme oder einem Stellenwechsel“, erläutert Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe hat im Februar leicht Fahrt aufgenommen. Im Februar wurden 1.191 neue Stellen gemeldet, 182 mehr als im Vormonat (Plus 18,0 Prozent), 316 (Minus 21,0 Prozent) weniger als im Februar 2020. Insgesamt waren 4.877 offene Stellen gemeldet, 35 mehr (Plus 0,7 Prozent) als im Vormonat, 765 (Minus 13,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

„Betriebe, unter anderem auch im Hotel- und Gaststättenbereich, warten auf das Ende des Lockdowns und hoffen auf einen Aufwärtstrend. Über der wirtschaftlichen Entwicklung schwebt aber noch immer das Risiko einer steigenden Infektionsdynamik“, so die Agenturleiterin.

Schon vor der Pandemie war der Ausbildungsmarkt von anhaltenden regionalen, berufsfachlichen und qualifikatorischen Ungleichheiten geprägt. Der Ausbildungsmarkt ist nach wie vor ein Bewerbermarkt, Ausbildungsplätze können oft nicht besetzt werden. Corona kommt jetzt erschwerend hinzu. Für Betriebe gestaltet es sich zunehmend schwieriger, dem Fachkräftemangel durch Ausbildung im eigenen Betrieb aktiv entgegenzuwirken. Daher ist es gerade jetzt umso wichtiger, für die duale Ausbildung zu werben.

„Mit einer abgeschlossenen Ausbildung schafft man sich die beste Grundlage für die Zukunft und weitere Karriereschritte in Richtung Meister, Techniker oder in ein anschließendes Studium“, führt Elisabeth Giesen an und weist auf die bundesweite Woche der Ausbildung hin, bei der sich auch die Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim beteiligt.

Ausbildung ist aber nicht nur Thema für Schulabgänger, sondern auch für berufliche Wiedereinsteiger, für Studienabbrecher oder für Frauen und Männer mit Ausbildung, die lange berufsfremd gearbeitet haben. Ein wichtiger Bestandteil der Fachkräftegewinnung für Unternehmen ist auch die Qualifizierung der eigenen Beschäftigten.

„Wir bieten umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebote auf dem Weg zum beruflichen Ziel an- unabhängig von Alter und beruflicher Vorbildung, ob arbeitslos oder beschäftigt. Und die Beratung und Förderung Beschäftigter in den Unternehmen wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen“, ist die Agenturleiterin überzeugt.

Kurzarbeit

Die Anzeigen für Kurzarbeit bleiben auf hohem Niveau und durch die Verlängerung des Lockdowns besteht weiter Bedarf an diesem arbeitsmarktpolitischen Instrument.

Seit März sind bei der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 7.666 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 122.895 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 165 Anzeigen für 4.840 Personen.

Im Landkreis Schwäbisch Hall sind seit März 2.392 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 37.656 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 62 Anzeigen für 1.191 Personen.

Im Hohenlohekreis sind seit März 1.385 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 30.085 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 39 Anzeigen für 1.225 Personen.

Im Main-Tauber-Kreis sind seit März 2.012 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 32.363 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 26 Anzeigen für 1.188 Personen.

Im Neckar-Odenwald-Kreis sind seit März 1.877 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 22.791 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 38 Anzeigen für 1.236 Personen.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Im Februar waren 4.157 Menschen arbeitslos gemeldet, 172 oder 4,0 Prozent weniger als im Januar und 818 (24,5 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

714 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 878 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 453 Stellen gemeldet, acht oder 1,7 Prozent weniger als im Vormonat und 30,9 Prozent weniger als im Februar 2020. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.873; 15,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,5 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent). Im Februar waren 2.394 Menschen arbeitslos gemeldet, 52 oder 2,1 Prozent weniger als im Januar und 707 (41,9 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

395 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 446 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 178 Stellen gemeldet, 11 oder 6,6 Prozent mehr als im Vormonat und 66,4 Prozent mehr als im Februar 2020. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 805; 17,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent (Vormonat 3,9 Prozent). Im Februar waren 2.974 Menschen arbeitslos gemeldet, 63 oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat und 581 (24,3 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

616 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 687 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 369 Stellen gemeldet, 89 oder 31,8 Prozent mehr als im Vormonat und 33,6 Prozent weniger als im Februar 2020. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.497; 14,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 4,1 Prozent (Vormonat 4,1 Prozent). Im Februar waren 3.389 Menschen arbeitslos gemeldet, 22 oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat, 535 (18,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

610 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 599 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 191 Stellenangebote gemeldet, 90 oder 89,1 Prozent mehr als im Vormonat und 1,6 Prozent mehr als im Februar 2021. Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 702; 2,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.832 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 8.082. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 37,4 Prozent.

Von den 4.157 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.695 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Januar 2021: 1.755). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 2.462 Arbeitslose (Januar 2021: 2.574).

Von den 2.394 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 753 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Januar 2021: 722). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1.641 Arbeitslose (Januar 2021: 1.724).

Von den 2.974 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.022 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Januar 2021: 1.008). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.952 Arbeitslose (Januar 2021: 2.029).

Von den 3.389 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1.362 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (Januar 2021: 1.296). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 2.027 Arbeitslose (Januar 2021: 2.071).