18.02.2021 | Presseinfo Nr. 12

Beschäftigte aus dem Kreis Schwandorf arbeiteten 2020 häufiger auswärts als im Vorjahr

Auch im Coronajahr war der Kreis Schwandorf ein attraktiver Arbeitsort für Menschen aus der ganzen Region. Die regionale Mobilität war allerdings nicht in allen Bereichen weiterhin im gleichen Maß wie in den Vorjahren gegeben.
 

Am Stichtag 30.06.2020 hatten 55.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ihren Arbeitsort im Kreis. Rund 16.330 Personen und somit 29,2 Prozent aller Arbeitnehmer pendelten von auswärts in den Kreis ein. Damit sank die Zahl der Einpendler gegenüber dem Vorjahr um 570 Personen.

Mit knapp 2.430 Arbeitnehmern kam die größte Gruppe inländischer Pendler aus dem Kreis Cham, gefolgt von Einpendlern aus dem Kreis Amberg-Sulzbach (2.420), dem Kreis Neustadt a.d. Waldnaab (2.060), dem Kreis Regensburg (1.960) und der Stadt Regensburg (1.260).

Knapp 1.390 Einpendler hatten und haben ihren Wohnort in der Tschechischen Republik, darunter rund 830 Fachkräfte. „Als Region mitten in Europa sind Westböhmen und die Oberpfalz längst zusammengewachsen. Tschechische Beschäftigte sind in allen Branchen vertreten. Sie bringen dort ihr Wissen ein und tragen durch ihre Arbeit zum Wohlstand der Menschen und dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen im Kreis Schwandorf bei. Durch die Grenzschließungen waren die Betriebe und Arbeitnehmer im Frühjahr 2020 mit besonderen Herausforderungen konfrontiert und sind es derzeit wieder, die es so seit dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht gab. Es bleibt zu hoffen, dass das Infektionsgeschehen in unserem Nachbarland bald zurückgeht, damit die Einreisebeschränkungen wieder gelockert werden können. Als Grenzregion ist die Wirtschaft in der mittleren Oberpfalz hierauf langfristig angewiesen“, sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Mehr Auspendler als im Vorjahr

„Trotz der Mobilitätseinschränkungen in vielen Lebensbereichen durch die Pandemie, hat sich die Flexibilität der Schwandorfer Arbeitnehmer 2020 weiter erhöht. Sie nahmen vielfach auch Arbeitsplätze außerhalb ihres Heimatkreises an. Nicht immer war dies mit langen Fahrtzeiten verbunden, da der Arbeitsort sich teils in der jeweiligen Nachbarkommune jenseits der Kreisgrenze befand“, berichtet der Agenturleiter.

Rund 64.330 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hatten zum Stichtag ihren Wohnort im Kreis Schwandorf. Zirka 24.770 Personen bzw. 38,5 Prozent von ihnen arbeiteten auswärts. Damit nahm die Zahl der Auspendler gegenüber dem Vorjahr um rund 300 Personen zu.

Mit zirka 8.530 Arbeitnehmern stellten die Auspendler in die Stadt Regensburg die größte Gruppe dar, gefolgt vom Kreis Regensburg (3.010), der Stadt Amberg (2.450), dem Kreis Cham (2.010) und dem Kreis Neustadt a.d. Waldnaab (1.270).

Insgesamt liegt die Zahl der Auspendler rund 8.450 Personen höher als die Zahl der Einpendler. Zirka 39.550 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hatten sowohl ihren Wohn- als auch Arbeitsort im Landkreis Schwandorf.