17.06.2021 | Presseinfo Nr. 44

Weiterbildung: Mehr als 250 Arbeitnehmer/innen im Kreis Cham haben ihre Chance bereits genutzt

Bereits vor der Coronakrise war die Fachkräftesicherung für viele Unternehmen in der mittleren Oberpfalz eine Herausforderung. Die bayerische Wirtschaft hat auch während der Pandemie an ihren Beschäftigten festgehalten und die Kurzarbeit genutzt. Gerade im Hinblick auf den strukturellen Wandel und die Transformation ist es sinnvoll, während der Zeit der Kurzarbeit in die Weiterbildung der eigenen Beschäftigten zu investieren. Die Agentur für Arbeit Schwandorf bietet dafür umfassende Fördermöglichkeiten.
 

Cham. Der Gesetzgeber hat die Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten über das Qualifizierungschancengesetz geregelt. Zudem wurde zuletzt der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert. „Jetzt ist die richtige Zeit, Beschäftigte weiterzubilden. Dies lohnt sich umso mehr für Unternehmen in Kurzarbeit, die so die Zeit des Arbeitsausfalls sinnvoll nutzen können und so den Gesamtbetrieb fit für die Zukunft zu machen. Doch auch Unternehmen die nicht oder nicht mehr kurzarbeiten, können mithilfe des Qualifizierungschancengesetzes ihre Beschäftigten weiterbilden. Anders als bei früheren Programmen werden Betriebe jeder Größe und jeder Branche gefördert, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. Gerne begleitet die Arbeitsagentur die Unternehmen auf diesem Weg durch individuelle Beratung und attraktive Förderangebote“, sagt Silke Grimm, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Voraussetzungen für eine geförderte Weiterbildung

Weiterbildungen können gefördert werden, wenn die Qualifizierung mehr als 120 Stunden umfasst und die Teilnahme an einer zertifizierten Bildungsmaßnahme erfolgt. Sie sollte dazu dienen, Beschäftigte für aktuelle und zukünftige Berufsfelder fit zu machen. Dabei gilt: Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – ungeachtet von Alter, Qualifikation oder Betriebsgröße – können gefördert werden, wenn der Berufsabschluss in der Regel vier Jahre zurückliegt. Daneben können auch geringqualifizierte Beschäftigte über die Förderung einen Berufsabschluss erreichen. Für beide Weiterbildungswege stehen attraktive Fördermöglichkeiten bereit.

Wie geht's los? Vom Weiterbildungsbedarf zur Beratung

Bei einem Weiterbildungsbedarf nehmen Betriebe Kontakt zu ihrem Arbeitgeber-Service auf, nutzen die Arbeitgeberhotline oder informieren sich online. Die Kollegen/innen beraten virtuell, telefonisch und abhängig von der Pandemielage vor Ort in den Betrieben.

Zur Weiterbildung für einen oder mehrere Beschäftigte berät der Arbeitgeber-Service zu Planung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen – auch während der Kurzarbeit – sowie zur Beantragung der Förderleistungen.

Förderleistungen noch weiter ausgebaut

Die Bundesagentur für Arbeit kann die Lehrgangskosten sowie die Zuschüsse zum Lohn entweder vollständig oder zum Teil übernehmen. Zudem kann ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erstattet werden. Für die Qualifizierung mehrerer Beschäftigter besteht für Arbeitgeber seit dem 01.01.2021 die Möglichkeit, unkompliziert einen Sammelantrag zu stellen.

Seit Einführung des Qualifizierungschancengesetzes wurden 2019 und 2020 zirka 250 Beschäftigte im Kreis Cham gefördert, die meisten davon in den Bereichen Fahrzeug- und Transportgerätführung, der Mechatronik, den Energie- und Elektroberufen sowie in den medizinischen Gesundheitsberufen.

Interessiert? Informationen und Kontakte online oder über die Hotline

Wer sich für eine Förderung interessiert, kann sich telefonisch an den Arbeitgeber-Service (kostenlose Hotline 0800 4 5555 20) oder die bekannten Ansprechpartner/innen wenden. Online gibt es weitere Informationen auf der Internetseite der Regionaldirektion Bayern unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-by/weiterbildung-qualifizierungsoffensive.