04.08.2022 | Presseinfo Nr. 66

Mittleres Einkommen im Kreis Cham gestiegen

Wie viel verdienten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Landkreis Cham im vergangenen Jahr pro Monat? Darüber gibt die neueste Entgeltstatistik der Agentur für Arbeit Auskunft.
 

Cham. Zum Stichtag am 31.12.2021 erzielten die sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten mit Arbeitsort im Landkreis Cham ein mittleres Einkommen von 3.128 Euro pro Monat und somit 73 Euro mehr als im Vorjahr.

Nachdem 2020 die Corona-Pandemie starken Einfluss auf die Einkommensentwicklung hatte, hat sich dieser Trend 2021 nicht fortgesetzt, so dass die Entgelte bei allen Gruppen stiegen.

Bei der Betrachtung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach verschiedenen Merkmalen, fallen deutliche Einkommensunterschiede auf.

Deutsche Staatsangehörige erwirtschafteten 3.315 Euro pro Monat und damit 90 Euro mehr als im Vorjahr. Ausländische Beschäftigte kamen hingegen nur auf ein Entgelt von 2.342 Euro und erzielten aber damit 91 Euro mehr als im Vorjahr.

Eine Rolle beim Einkommen spielte zudem das Geschlecht. Frauen erzielten im Mittel 2.640 Euro und somit 71 Euro mehr als 2020. Männliche Beschäftigte verdienten 3.297 Euro und somit 78 Euro mehr als im Vorjahr.

Wie viel Beschäftigte verdienten, hing zudem stark von der jeweiligen Qualifikation ab. Während Menschen ohne Berufsabschluss 2.382 Euro und damit 13 Euro mehr als 2020 erzielten, lag der Verdienst bei Arbeitnehmern mit anerkanntem Berufsabschluss mit 3.167 Euro insgesamt 73 Euro über dem Vorjahresniveau. Akademiker erzielten im Median 4.610 Euro und damit 74 Euro mehr als 2020.

„Die Entgeltanalyse bestätigt eindeutig, dass sich eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Weiterbildungen im Laufe eines Berufslebens immer auszahlen. So sind die Beschäftigten ohne Berufsabschluss die einzige Gruppe, die nur eine geringe Steigerung aufweisen“, sagte Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Schwandorf. Er empfiehlt daher Beschäftigten vor allem auch im Helferbereich, sich weiterzubilden. „Das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Die Arbeitsagentur kann die Weiterbildung von Beschäftigten in ihrem Betrieb bis hin zu einem vollwertigen Berufsabschluss fördern. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“, betont der Agenturleiter.

Mit zunehmendem Lebensalter steigt bei den Beschäftigten das Entgelt. Arbeitnehmer unter 25 Jahren erzielten 2.621 Euro und somit 96 Euro mehr als im Vorjahr, was ein deutlicher Zuwachs ist, 25- bis 55-Jährige mit 3.202 Euro insgesamt 75 Euro mehr als 2020. Die Arbeitnehmer 55-Jahre-plus erwirtschafteten 3.284 Euro und somit 59 Euro mehr als im Vorjahr.

Das mittlere Einkommen in Deutschland betrug 3.516 Euro, in Bayern lag es bei 3.663 Euro.