06.05.2019 | Presseinfo Nr. 27

Hohe Mobilität der Beschäftigten

Die mittlere Oberpfalz, zu der die Landkreise Schwandorf, Cham, Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg zählen, ist eine Region mit einer hohen Mobilität der Beschäftigten. Das verdeutlichen die neuesten Pendlerzahlen.
 

Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf waren zum Stichtag (30. Juni 2018) 165.480 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Rund 30.480 bzw. 18,4 Prozent von ihnen waren Einpendler. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 18,2 Prozent.

Ihren Wohnort in der mittleren Oberpfalz hatten rund 177.330 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Rund 42.400 bzw. 23,9 Prozent von ihnen gingen am Stichtag einer Beschäftigung außerhalb ihrer Region nach. Im Vorjahr lag die Auspendlerquote ebenfalls bei 23,9 Prozent.

Die höchste Einpendlerquote der Geschäftsstellen im Agenturbezirk hatte Bad Kötzting mit 47,8 Prozent, gefolgt von Sulzbach-Rosenberg mit 44,9 Prozent, Oberviechtach mit 43,7 Prozent, Amberg mit 33,0 Prozent, Schwandorf mit 32,5 Prozent und Cham mit 31,1 Prozent.

Die höchste Auspendlerquote hatte die Geschäftsstelle Oberviechtach mit 57,5 Prozent vor Sulzbach-Rosenberg mit 55,7 Prozent, Bad Kötzting mit 51,4 Prozent, Schwandorf mit 39,4 Prozent, Amberg mit 33,8 Prozent und Cham mit 30,4 Prozent.

„Die Zahlen verdeutlichen, dass zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region bereit oder gezwungen sind, für den Weg zur Arbeit auch längere Fahrtzeiten in Kauf zu nehmen“, sagt Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf. Beschäftigte mit eingeschränkter Mobilität sollten sich davon bei der Arbeitssuche nicht abschrecken lassen und keinesfalls nur Unternehmen in ihrem Wohnort in Betracht ziehen. „Zahlreiche Firmen in der Region bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittlerweile flexible Arbeitszeitmodelle an. Dank Home-Office ist es zudem nicht in jedem Berufszweig zwingend erforderlich, täglich im Büro anwesend zu sein“, berichtet Nitsch.

 

Die Zahlen für die Landkreise und Amberg:

 

Landkreis Schwandorf

63.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hatten am Stichtag ihren Wohnsitz im Landkreis Schwandorf. Rund 24.090 Personen bzw. 38,0 Prozent verließen ihren Heimatkreis, um außerhalb zu arbeiten. Im Vorjahr lag die Auspendlerquote ebenfalls bei 38,0 Prozent.

In die Stadt Regensburg führte ihr täglicher Weg zur Arbeit rund 8.440 Beschäftigte, in den Landkreis Regensburg zirka 2.740 Personen. In die Stadt Amberg pendelten 2.410 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Ihrer Beschäftigung im Landkreis Schwandorf gingen rund 56.130 Personen nach. Rund 16.800 Personen bzw. 29,9 Prozent von ihnen waren Einpendler. Damit erhöhte sich die Quote gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent.

Rund 1.460 Einpendler hatten ihren Wohnort in der Tschechischen Republik. Im Vorjahr waren es zirka 1.280 Personen. Aus dem Landkreis Cham kamen rund 2.400 Arbeitnehmer, aus dem Kreis Amberg-Sulzbach 2.380, aus dem Kreis Neustadt a. d. Waldnaab knapp 2.140.

 

Landkreis Amberg-Sulzbach

Zum Stichtag wohnten im Landkreis Amberg-Sulzbach rund 43.850 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Vorjahr: 43.180). Der Anteil derjenigen, die außerhalb des Kreisgebiets arbeiteten, sank binnen Jahresfrist geringfügig von 57,6 Prozent auf aktuell 57,4 Prozent.

Von den rund 25.190 Auspendlern gingen in der Stadt Amberg rund 11.890 Personen ihrem Broterwerb nach. In den Landkreis Schwandorf pendelten 2.380 Beschäftigte, ins Nürnberger Land 1.940 und in die Stadt Nürnberg 1.630.

Ihren Arbeitsplatz im Landkreis Amberg-Sulzbach hatten 28.920 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. 10.240 Personen waren Einpendler, darunter 3.480 Personen aus der Stadt Amberg, 1.250 Personen aus dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab und 1.130 Personen aus dem Landkreis Schwandorf. Die Einpendlerquote erhöhte sich von 35,1 Prozent im Vorjahr auf aktuell 35,4 Prozent.

 

Landkreis Cham

Ihren Wohnsitz im Landkreis Cham hatten am Stichtag rund 53.270 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Zirka 12.820 Personen arbeiteten auswärts, was einer Auspendlerquote von 24,1 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag die Quote bei 24,0 Prozent. Rund 3.220 Auspendler arbeiteten in der Stadt Regensburg, knapp 2.400 Personen im Landkreis Schwandorf und rund 1.270 im Landkreis Regensburg.

Ihren Arbeitsort im Landkreis Cham hatten rund 52.920 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Knapp 12.450 Personen waren Einpendler, was einer Quote von 23,5 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag die Quote bei 23,0 Prozent.

Knapp 3.970 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendelten aus der Tschechischen Republik zu ihrer Arbeitsstelle im Kreis Cham, rund 2.010 Personen kamen aus dem Landkreis Schwandorf, 1.260 aus dem Kreis Regen und rund 990 aus dem Kreis Straubing-Bogen.

 

Stadt Amberg

In der Stadt Amberg wohnten am Stichtag rund 16.820 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Vorjahr: 16.410). Der Anteil der Auspendler stieg von 41,7 Prozent im Vorjahr auf aktuell 42,9 Prozent.

Von den Auspendlern verließen rund 3.480 Personen die Stadt, um im Landkreis Amberg-Sulzbach zu arbeiten, zirka 970 fuhren in den Landkreis Schwandorf, rund 460 in die Stadt Regensburg und knapp 440 nach Nürnberg.

Für zirka 27.510 Beschäftigte war Amberg der Arbeitsort. Die Stadt übt nach den neuesten Erkenntnissen aus der Pendlerstatistik nach wie vor eine bedeutende Anziehungskraft auf auswärtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Rund 17.900 Einpendler machten sich täglich auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz in der Stadt. Zirka 11.890 Personen kamen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, 2.410 aus dem Landkreis Schwandorf und 550 aus dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab. Die Einpendlerquote erhöhte sich von 64,7 Prozent im Vorjahr auf aktuell 65,1 Prozent.

 

Der Pendleratlas

Nähere Angaben zu Pendlerbewegungen hat die Bundesagentur für Arbeit im Pendleratlas mit interaktiver Kartendarstellung zusammengefasst. Dort können Informationen zu den Aus- und Einpendlern und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung am Wohn- (= so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wohnen hier) und am Arbeitsort (= so viele Arbeitsplätze mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gibt es hier) für jeden Kreis in Deutschland abgerufen werden.