25.09.2019 | Presseinfo Nr. 62

Berufsberatung der Arbeitsagentur

Berufsberatung der Arbeitsagentur: Noch früher und stärker in der Schule

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Berufsberatung pünktlich zum Schuljahresbeginn neu aufgestellt und weitet die Berufsorientierung sowie die persönliche Beratung aus. Zukünftig agieren die Expertinnen und Experten deutlich mehr als bisher an den Schulen.

„Wir sind ab sofort noch stärker dort, wo junge Menschen ohnehin anzutreffen sind. In Abstimmung mit dem Bayerischen Kultusministerium und in Absprache mit den Schulen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf erfolgt die Ausweitung des Angebots“, sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf. Die Präsenzzeiten werden in Kürze an den Schulen abgestimmt und den Jugendlichen bekannt gegeben.

 

Berufsberatung bereits früher

Zugleich zeigt die Berufsberatung ein Jahr früher Präsenz an den Schulen. So startet die Berufsorientierung beim geplanten Schulabgang nach der zehnten Klasse bereits in der Klassenstufe 8, an den Mittelschulen in der 7. Jahrgangsstufe. An Gymnasien sind die Berufsberaterinnen und Berufsberater im Bereich Studien- und Berufsorientierung ab der Klasse 9 unterwegs.

„Wir wollen junge Menschen noch intensiver unterstützen und setzen deswegen früher an. Das gibt den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit, um sich mit den eigenen Wunschberufen und Studiengängen zu befassen und dann den richtigen Weg zu gehen. Auch Eltern sollen noch stärker in die Orientierung und Beratung einbezogen werden“, führt der Agenturleiter aus.

 

Online-Angebote verbessert

Neben der persönlichen Beratung baut die BA das Online-Angebot aus. Mit dem Selbsterkundungstool (SET) erfahren junge Menschen, welche Berufe, ob duale Ausbildung oder Studienfach, zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen.

 

Beratung in Berufsschulen

In den beiden kommenden Jahren wird zudem die Beratung an Berufs- und Hochschulen ausgebaut. Niemand soll auf dem Weg von der Schule in den Beruf verloren gehen, dazu gehören auch potenzielle Studien- und Ausbildungsabbrecher.

 

Beste Beschäftigungsmöglichkeiten in MINT-Berufen

Aufgrund des Wandels der Arbeitswelt und der demografischen Entwicklung wird es in den nächsten Jahren eine noch größere Herausforderung, den Bedarf an Fachkräften zu decken. Vor allem die Nachfrage in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wird durch die Digitalisierung steigen. Die Erfüllung des Berufswunsches der jungen Menschen bleibt oberstes Ziel, dennoch wird auf zukunftsweisende Alternativen in der Berufs- und Studienwahl hingewiesen.

„Im Agenturbezirk Schwandorf sind mehr als ein Drittel aller gemeldeten freien Arbeitsstellen im MINT-Bereich. Hier gibt es beste Beschäftigungsmöglichkeiten, zumal nur etwa 14 Prozent der Arbeitslosen aus diesem Bereich kommen“, betont Markus Nitsch.

 

Ausblick: Künftig lebensbegleitende Berufsberatung

Mit der Berufsberatung vor dem Erwerbsleben startet die BA die erste Phase der „Lebensbegleitenden Berufsberatung“. Durch die Digitalisierung ändert sich die Arbeitswelt, manche Jobs fallen weg, andere entstehen neu. Die BA wird ihr Beratungsangebot in den kommenden Jahren darum weiter ausbauen.