17.12.2019 | Presseinfo Nr. 89

Schwandorfer Wirtschaft profitiert von ausländischen Beschäftigten

Mehr als jeder zehnte Beschäftigte im Landkreis hat einen ausländischen Pass
Wirtschaft profitiert deutlich von Migrantinnen und Migranten

 

Die Wirtschaft in der Region hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Das zeigt sich unter anderem beim Blick auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nach aktuellem Stand (Stichtag: 31.03.2019) hat diese mit knapp 56.290 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen neuen Höchststand im Landkreis Schwandorf erreicht. Möglich war diese Entwicklung unter anderem, da Menschen aus zahlreichen Nationen ihre Arbeitskraft in den Unternehmen der Region eingebracht haben.

Zum Beschäftigungsaufbau beigetragen haben Unternehmen aus allen Branchen. Hauptpfeiler waren im Landkreis Schwandorf Firmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel inklusive der Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen, dem Gesundheits- und Sozialwesen, aus dem Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie dem Baugewerbe. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 890 Personen bzw. 1,6 Prozent.

Aufgrund der demografischen Entwicklung kommt der Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Landkreis Schwandorf eine steigende Bedeutung zu. Zum Stichtag waren insgesamt 6.230 ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis beschäftigt. Damit erhöhte sich ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr um rund 760 Personen bzw. 13,9 Prozent.

„Mehr als elf Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Landkreis haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ohne sie könnten zahlreiche Stellen in den Betrieben nicht besetzt werden. Es würden womöglich Aufträge verloren gehen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft verzögert. Durch ihre Arbeit tragen ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer somit einen wichtigen Teil zum Erfolg der Unternehmen in der Region bei. Zugleich zeigt der starke Zuwachs ausländischer Beschäftigung, dass der Schwandorfer Arbeitsmarkt attraktiv für Menschen aus anderen Ländern ist“, sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Beim Blick auf die einzelnen Herkunftsländer der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fällt auf, dass vor allem tschechische Staatsbürger stark vertreten sind. Mit rund 1.840 Personen stellen sie die größte Gruppe unter den ausländischen Beschäftigten, gefolgt vom Menschen aus Rumänien (720), Polen (620), Ungarn (320), der Türkei (290) und Bulgarien (280).

Spürbar auf dem Arbeitsmarkt ist zudem der deutliche Anstieg der Zahl der syrischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit rund 230 Personen hat sich ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis um rund 100 Personen bzw. 75,9 Prozent erhöht. Insgesamt stellen Menschen aus den klassischen Asylherkunftsländern knapp 380 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis.