17.12.2019 | Presseinfo Nr. 90

Amberg-Sulzbacher Wirtschaft profitiert von ausländischen Beschäftigten

Wirtschaft profitiert von Migrantinnen und Migranten
 

Die Wirtschaft in der Region hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Das zeigt sich unter anderem beim Blick auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nach aktuellem Stand (Stichtag: 31.03.2019) hat diese mit knapp 56.900 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen neuen Höchststand in der Region Amberg-Sulzbach erreicht. Möglich war diese Entwicklung im Landkreis und der kreisfreien Stadt Amberg unter anderem, da Menschen aus zahlreichen Nationen ihre Arbeitskraft in den Unternehmen der Region eingebracht haben.

Zum Beschäftigungsaufbau beigetragen haben Unternehmen aus allen Branchen. Hauptpfeiler waren in der Region Amberg-Sulzbach Firmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel inklusive der Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen, aus dem Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen und dem Baugewerbe sowie öffentliche Verwaltungen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr in der Stadt Amberg um rund 500 Personen bzw. 1,8 Prozent auf knapp 27.810 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Im Landkreis stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um zirka 570 Personen bzw. 2,0 Prozent auf 29.100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Aufgrund der demografischen Entwicklung kommt der Gruppe der Beschäftigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit eine steigende Bedeutung zu. Zum Stichtag waren insgesamt 1.820 ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Stadt beschäftigt und knapp 2.090 im Landkreis. Damit erhöhte sich ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr in der Stadt um 180 Personen bzw. 11,0 Prozent und im Kreis um knapp 280 Personen bzw. 15,2 Prozent.

„Knapp sieben Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Amberg-Sulzbach haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ohne sie könnten zahlreiche Stellen in den Betrieben nicht besetzt werden. Es würden womöglich Aufträge verloren gehen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft verzögert. Durch ihre Arbeit tragen ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer somit einen wichtigen Teil zum Erfolg der Unternehmen bei. Zugleich zeigt der Zuwachs ausländischer Beschäftigung, dass der regionale Arbeitsmarkt attraktiv für Menschen aus anderen Ländern ist“, sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Die größte Gruppe unter den ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Stadt Amberg stellen tschechische Staatsbürger mit rund 240 Personen, gefolgt von Menschen aus Polen (190), der Türkei (120), Rumänien (120) und Ungarn (110). Aus den klassischen Asylherkunftsländern stammen knapp 210 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die größten Gruppen stellen die Syrer mit knapp 100 Personen und die Iraker mit 60 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Im Landkreis Amberg-Sulzbach besonders stark vertreten sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus Polen mit knapp 330 Personen, gefolgt von Menschen aus Rumänien (280), Tschechien (260) und Ungarn (110). Aus den klassischen Asylherkunftsländern stammen knapp 170 Personen, darunter unter anderem rund 80 Personen mit syrischer und knapp 40 Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit.