17.12.2019 | Presseinfo Nr. 91

Chamer Wirtschaft profitiert von ausländischen Beschäftigten

Knapp 15 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis haben einen ausländischen Pass
Wirtschaft profitiert deutlich von Migrantinnen und Migranten

 

Die Wirtschaft in der Region hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Das zeigt sich unter anderem beim Blick auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nach aktuellem Stand (Stichtag: 31.03.2019) hat diese mit knapp 53.190 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen neuen Höchststand im Landkreis Cham erreicht. Möglich war diese Entwicklung unter anderem, da Menschen aus zahlreichen Nationen ihre Arbeitskraft in den Unternehmen der Region eingebracht haben.

Zum Beschäftigungsaufbau beigetragen haben Unternehmen aus allen Branchen. Hauptpfeiler waren im Landkreis Cham Firmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel inklusive der Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen sowie dem Baugewerbe. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um zirka 1.200 Personen bzw. 2,3 Prozent.

Aufgrund der demografischen Entwicklung kommt der Gruppe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Landkreis Cham eine steigende Bedeutung zu. Zum Stichtag waren rund 7.820 ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis beschäftigt. Damit erhöhte sich ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr um rund 960 Personen bzw. 14,1 Prozent.

„Knapp 15 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ohne sie könnten zahlreiche Stellen in den Betrieben nicht besetzt werden. Es würden womöglich Aufträge verloren gehen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft verzögert. Durch ihre Arbeit tragen ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer somit einen wichtigen Teil zum Erfolg der Unternehmen in der Region bei. Zugleich zeigt der starke Zuwachs ausländischer Beschäftigung, dass der Chamer Arbeitsmarkt attraktiv für Menschen aus anderen Ländern ist“, sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Beim Blick auf die einzelnen Herkunftsländer der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fällt auf, dass vor allem tschechische Staatsbürger stark vertreten sind. Mit rund 4.470 Personen stellen sie die größte Gruppe unter den ausländischen Beschäftigten, gefolgt vom Menschen aus Ungarn (520), Rumänien (590), Polen (370) und der Slowakei (340).

Spürbar auf dem Arbeitsmarkt ist zudem der deutliche Anstieg der Zahl der syrischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit rund 110 Personen hat sich ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Landkreis um rund 50 Personen bzw. 82,3 Prozent erhöht. Insgesamt stellen Menschen aus den klassischen Asylherkunftsländern knapp 230 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis.