02.03.2020 | Presseinfo Nr. 17

Allan Thompson steigt mit 40 Jahren erfolgreich in neuen Beruf ein

Info-Veranstaltung „Zukunftsstarter Plus“ am 26. März
 
 

Mit einem Standbohrer bearbeitet Allan Thompson fachkundig eine Metallplatte. Jeder Griff sitzt. Es sieht so aus, als habe der 40-Jährige in seinem Leben beruflich nie etwas anderes getan. Der Schein trügt: Erst seit rund einem halben Jahr steht der zweifache Familienvater hinter einer Werkbank. Er bildet sich derzeit mit Hilfe der Agentur für Arbeit und des Berufsbildungszentrums der Maxhütte Technologie in Sulzbach-Rosenberg zur Fachkraft für Metalltechnik weiter. Zustande kam der Kontakt über die Agentur-Initiative „Zukunftsstarter Plus“, die sich speziell an „Ungelernte“ oder „wieder Ungelernte“ richtet.

 

„Noch einmal beruflich durchzustarten war genau die richtige Entscheidung. Mir macht der Beruf großen Spaß und mir stehen nach der Ausbildung viele Möglichkeiten offen. Meine Frau freut sich zudem, dass ich viel vom Gelernten auch zuhause anwenden kann“, sagt Thompson. Die Idee eine Ausbildung zu beginnen, entwickelte der 40-Jährige in einem Beratungsgespräch mit Arbeitsvermittler Matthias Wiesnet. „Herr Thompson war hochmotiviert und wollte sich beruflich weiterentwickeln. Ich habe ihm den Tipp gegeben, an der Info-Veranstaltung unserer Initiative ,Zukunftsstarter Plus' teilzunehmen“, erinnert sich Wiesnet.

Das Berufsbildungszentrum der Maxhütte Technologie, das zur Max Aicher Stiftung gehört, bildet Auszubildende verschiedener lokaler Unternehmen im Rahmen von überbetrieblichen Weiterbildungen in unterschiedlichen Themenbereichen aus, die in den einzelnen Firmen vor Ort teilweise nicht angeboten werden können. Hieraus ist im gemeinsamen Gespräch die Idee entstanden, die Qualifizierungsmöglichkeiten auch Arbeitsuchenden zugänglich zu machen, die den Bedarf des Arbeitsmarktes trifft.

„Aufgrund der vorhandenen Kompetenzen und Möglichkeiten ist schnell die Idee entstanden, Umschulungen bzw. verkürzte Ausbildungen anzubieten“, erzählen Geschäftsführer Wolfgang Eichenseer und Ausbildungsleiter Martin Sperber von Maxhütte Technologie. Seit September 2019 werden nun die Ausbildungen zum Maschinen- und Anlagenführer sowie zur Fachkraft für Metalltechnik (Fachrichtung Montagetechnik und Fachrichtung Zerspanungstechnik) angeboten und dauern jeweils 16 Monate. Der Beginn ist jeweils zum Start des Ausbildungsjahres im September möglich.

Um Interessierte über das neue Angebot zu informieren, nahmen Wolfgang Eichenseer und Martin Sperber zusammen mit zahlreichen weiteren regionalen Akteuren an der Info-Veranstaltung der Initiative „Zukunftsstarter Plus“ vergangenes Jahr in der Agentur für Arbeit Amberg teil. „Vor Ort kam ich ins Gespräch mit dem Berufsbildungszentrum und mein Interesse an der neu angebotenen Ausbildung war geweckt“, führt Allan Thompson aus, der gebürtig aus Schottland stammt.

„Ich habe mit Förderung der Agentur für Arbeit noch meine Deutschkenntnisse verbessert und bin jetzt seit rund fünf Monaten angehende Fachkraft für Metalltechnik“, sagt Allen Thompson. „Damit hat Herr Thompson genau die richtige Entscheidung getroffen. Einige Arbeitnehmer ziehen die Möglichkeit einer Umschulung aus finanziellen Gründen nicht in Erwägung. Die finanziellen Einbußen sind in Wirklichkeit jedoch gar nicht immer so groß. Außerdem sollte man bedenken, dass sich die Investition in die eigene Zukunft auszahlt. Menschen ohne Berufsabschluss sind fünfmal häufiger und länger arbeitslos als ausgebildete Fachkräfte. Außerdem sind die Verdienstmöglichkeiten und Karrierechancen nach der Ausbildung besser“, betont Stefanie Bauer. Von der Agentur für Arbeit wird bei Bestehen der Zwischen- und Abschlussprüfung eine Prämie in Höhe von 1.000 bzw. 1.500 Euro gezahlt.

Dass er älter als die anderen Auszubildenden ist, stört Allan Thompson nicht. „Zu alt für eine Ausbildung habe ich mich nie gefühlt. Vor mir liegen noch mindestens 25 Arbeitsjahre und durch meine jüngeren Kolleginnen und Kollegen fühle ich mich selbst jünger“, erklärt der Familienvater. Gewöhnen musste er sich jedoch erst wieder daran, sich zuhause den theoretischen Teil der Ausbildung anzueignen. „Meine Schulzeit liegt ja doch schon einige Jahre zurück und ich bin kein deutscher Muttersprachler. Wenn man sich aber reinhängt, klappt auch das sehr gut.“

Sorgen um seine Zukunft muss sich der 40-Jährige nicht machen. „Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen von Herrn Thompson mehr als zufrieden und möchten ihm nach Bestehen der Abschlussprüfung gerne eine Stelle anbieten“, berichtet Wolfgang Eichenseer.

 

Infoveranstaltung am 26. März

Eine gute Gelegenheit sich über mögliche Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten zu informieren und mit der Agentur für Arbeit, dem Berufsbildungszentrum sowie weiteren Trägern und Ansprechpartnern aus der Region ins Gespräch zu kommen, stellt die nächste Info-Veranstaltung „Zukunftsstarter Plus“ dar. Diese findet am Donnerstag, 26. März, im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Amberg statt.

 

Anmeldungen sind per E-Mail mit dem Betreff „Zukunftsstarter Plus“ an
Amberg.122-Vermittlung@arbeitsagentur.de oder mittels Rückgabe der Antwortkarte im Flyer möglich (erhältlich in den Agenturen für Arbeit, bei den Bildungsträgern, Städten, Gemeinden und Volkshochschulen in der Region Amberg-Sulzbach).