06.05.2020 | Presseinfo Nr. 47

Pandemie hat bislang keine erkennbaren Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt in der Region Amberg-Sulzbach

Gesamtagenturbezirk: Der Zugang an Ausbildungsstellen ist bis zum Berichtsmonat April 2020 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum.

Dies liegt nur am Rande an der Corona-Pandemie und deren Folgen. Vielmehr wirken sich in den Teilregionen verschieden stark andere Faktoren aus, zum Beispiel die Wirtschaftsflaute vor der Pandemie im Landkreis Schwandorf. „Die Coronakrise trifft sehr viele Unternehmen in der Region wie im Rest der Bundesrepublik mit voller Härte, wie die jüngst veröffentlichten Zahlen zur Kurzarbeit zeigen. Trotz des großen wirtschaftlichen Drucks sehen fast alle Arbeitgeber bislang aber davon ab, Ausbildungszusagen gegenüber den Jugendlichen zurückzuziehen. Stattdessen halten Sie daran fest und investieren so in die Zukunft ihres Betriebs“, berichtet Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

 

Im Agenturbezirk meldeten die Betriebe und Verwaltungen seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober 2019 bis jetzt insgesamt 4.201 Ausbildungsstellen und somit 431 bzw. 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Unbesetzt waren noch 2.317 Stellen (49 mehr als im Vorjahr). Den Stellen gegenüber standen 2008 Bewerberinnen und Bewerber, was einem Rückgang von 191 Personen bzw. 8,7 Prozent entspricht. Unversorgt waren noch 628 Bewerberinnen und Bewerber, 29 Personen bzw. 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

 

Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach: Hier lohnt sich ein Blick auf die zwei Geschäftsstellenbezirke, da dort sehr verschiedene Entwicklungen aufgrund der unterschiedlichen Branchenstruktur zu beobachten sind. In der Stadt Amberg und dem östlichen Landkreis Amberg-Sulzbach (Geschäftsstellenbezirk Amberg) ist der Ausbildungsmarkt in Bezug auf die gemeldeten Stellen auf das Niveau von 2016 gefallen. Besonders in den Bereichen Maschinenbau, Automotive, Elektrotechnik, Handel und in der Öffentlichen Verwaltung wurden weniger neue Stellen für Auszubildende gemeldet. Dies ist keine Entwicklung die primär im Zusammenhang mit Corona steht. Das Ausbildungsjahr ist bereits im Oktober mit Zahlen gestartet, die unter den Vorjahreswerten lagen und dieser Trend hat sich bis jetzt fortgesetzt. Ganz anders die aktuelle Situation im westlichen Landkreis Amberg-Sulzbach (Geschäftsstellenbezirk Sulzbach-Rosenberg). Dort herrscht bei den Ausbildungsstellen ein Allzeit-Hoch und die Corona-Krise scheint sich nicht auf den Ausbildungsmarkt auszuwirken.

 

In der Gesamtregion (Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach) meldeten die Betriebe und Verwaltungen seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober 2019 bis jetzt insgesamt 1.262 Ausbildungsstellen und somit 141 weniger als im Vorjahr.  Unbesetzt waren noch 638 Stellen (56 weniger als im Vorjahr). Den Stellen gegenüber standen 666 Bewerberinnen und Bewerber, was einem Rückgang von 120 Personen entspricht. Unversorgt waren 220 Personen und somit 54 weniger als im April 2019.