Arbeitsmarktbericht Geschäftsstellenbezirk Sulzbach-Rosenberg - Januar 2023

Anstieg der Arbeitslosigkeit höher als im Vorjahr

31.01.2023 | Presseinfo Nr. 24

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in diesem Januar höher ausgefallen als in den Vorjahren“, stellt die Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Sulzbach-Rosenberg, Stefanie Neufeld fest.

Die Arbeitslosigkeit nahm binnen Monatsfrist um knapp 180 Personen bzw. 24,1 Prozent zu. Mitte des Berichtsmonats waren zirka 920 Personen arbeitslos gemeldet, knapp 160 Arbeitnehmer bzw. 20,9 Prozent mehr als im Januar 2022. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,7 Prozentpunkte auf nunmehr 3,6 Prozent. Im Januar 2022 lag die Quote bei 2,9 Prozent.

Dem Anstieg der Arbeitslosigkeit stand ein geringerer Zugang an offenen Stellen gegenüber. Mitte Januar waren im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 520 Stellenangebote gemeldet, zirka 60 Offerten bzw. 10,2 Prozent weniger als im Januar 2022. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen zirka 30 offene Stellen, dies waren knapp 40 Offerten bzw. 54,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

 

Wechsel aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit sind gestiegen

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich aus der Erwerbstätigkeit heraus 180 Personen arbeitslos, 14 Arbeitnehmer bzw. 8,4 Prozent mehr als im Januar 2022. Im Gegenzug beendeten rund 40 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um direkt ins Berufsleben zurückzukehren oder einzusteigen. Dies waren sechs Arbeitnehmer bzw. 12,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Blick in die Branchen

„Im Vergleich zu den vergangenen Monaten haben die Arbeitgeber weit weniger neu zu besetzende Stellen gemeldet“, stellt Neufeld fest. „Zwar sind im Bereich Verwaltung, öffentlicher Dienst und im Reinigungsgewerbe im Januar einige Stellenmeldungen eingegangen, dafür meldeten die Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe jedoch kaum Stellen“, so die Arbeitsmarktexpertin. Dies ist zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass in vielen Betrieben aufgrund der Urlaubszeit die Personalabteilungen nicht komplett besetzt waren.

 

Qualifizierung und Umschulung werden auch 2023 wieder großgeschrieben

Die Geschäftsstellenleiterin möchte zu Beginn des Jahres sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – vor allem Personen ohne Berufsabschluss – ermutigen, sich Gedanken über eine mögliche Weiterqualifizierung und Umschulung zu machen. „Qualifizierungen und Umschulungen sind oft der Weg in eine dauerhafte Beschäftigung und der Schlüssel für einen besseren Verdienst“, weiß Neufeld.

Auskünfte zu den Fördermöglichkeiten geben gerne die Vermittlungsfachkräfte des gemeinsamen Arbeitgeber-Services von Arbeitsagentur und Jobcenter. Den Arbeitgeber-Service können interessierte Arbeitgeber unter der Telefonnummer 0800 4 5555 20 oder per Mail an Amberg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de erreichen.