Arbeitsmarktbericht Geschäftsstelle Oberviechtach Februar 2023

Arbeitslosigkeit steigt zum Ende des Winters noch einmal spürbar an

01.03.2023 | Presseinfo Nr. 42

„Die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Oberviechtach ist im Februar noch einmal merklich angestiegen. Witterungsbedingt konnte auf den meisten Baustellen zur Monatsmitte noch nicht wieder gearbeitet werden. Entsprechend sind die Wiedereinstellungen noch nicht flächendeckend angelaufen. Dies ist allerdings nicht ungewöhnlich, sondern saisonal typisch für den Oberviechtacher Arbeitsmarkt“, sagt Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Die Arbeitslosigkeit nahm binnen Monatsfrist um zirka 20 Personen bzw. 8,2 Prozent zu. Mitte des Berichtsmonats waren rund 300 Personen arbeitslos gemeldet, knapp 40 Arbeitnehmer bzw. 13,4 Prozent mehr als im Februar 2022. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkt auf nunmehr 4,2 Prozent. Im Februar 2022 lag die Quote bei 3,6 Prozent. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist größtenteils dem sogenannten Ukraineeffekt zuzuschreiben.

Die Arbeitsagentur ist flächendeckend persönlich erreichbar und präsent. Mit der weiterentwickelten BA-Mobil-App haben Kundinnen und Kunden nun außer dem Gang zur nächstgelegenen Geschäftsstelle zudem die Möglichkeit, ihre Anliegen einfach und schnell mobil mit Smartphone oder Tablet zu erledigen. Der größte Vorteil gegenüber einer E-Mail: Es können auch datenschutzrelevante Auskünfte erteilt werden. Die App steht zum kostenlosen Herunterladen im Google Play Store und Apple App Store zur Verfügung.

„Die Arbeitgeber meldeten im Februar weniger neue Stellen als im Vorjahresmonat. Das Angebot für Arbeitsuchende hat sich dennoch weiter erhöht, da viele Stellen aus dem Vorjahr weiterhin unbesetzt sind. Damit bietet der Oberviechtacher Raum momentan eine breite Auswahl an interessanten Arbeitsangeboten. Gerade Personen, die aufgrund familiärer Pflichten längere Zeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, ermuntere ich ausdrücklich, einmal einen Blick auf die aktuellen Angebote der Arbeitgeber vor Ort zu werfen. So günstig wie jetzt war der Arbeitsmarkt für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer schon lange nicht mehr. Wer zwar Interesse aber auch noch Bedenken hat, muss nicht immer direkt mit einem Arbeitsvertrag einsteigen. Im Gespräch mit den Arbeitgebern lässt sich oft auch vorgeschaltet ein kurzes Praktikum oder ein Probearbeitstag vereinbaren“, sagt der Agenturleiter.

Mitte Februar waren im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 170 Stellenangebote gemeldet, zirka 20 Offerten bzw. 12,3 Prozent mehr als im Februar 2022. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen zirka 40 offene Stellen und somit 14 Offerten bzw. 25,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Aktuell sind bereits mehr Ausbildungsstellen im Landkreis Schwandorf gemeldet, als im Februar 2022. Bewerberinnen und Bewerbern bieten sich somit sehr gute Chancen, eine passende Ausbildungsstelle zu finden.

 

Blick in die Branchen

Im Verarbeitenden Gewerbe sind derzeit knapp 50 offene Stellen gemeldet. Damit nahm die Zahl der Offerten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.

In der Baubranche wird bereits nach Arbeitskräften für die neue Saison gesucht. Im Februar waren vergleichbar dem Vorjahresmonat noch knapp 30 Angebote für Arbeitsuchende vorhanden.

Im Dienstleistungsbereich haben die Arbeitgeber rund 30 offene Stellen gemeldet. Hier hat sich das Angebot binnen Jahresfrist spürbar erhöht.