04.02.2019 | Presseinfo Nr. 6

Mit einer Ausbildung alles richtig gemacht ...

Mehr als 700 Besucher bei Berufs- und Studienmesse „JUMPIN 2019“

Auskünfte geben, Fragen beantworten, den Weg zur Lehrstellenbörse weisen und ganz nebenbei mal rund 25.000 Unternehmen vertreten: Sebastian Oldenburg hatte bei der Berufs- und Studienmesse „JUMPIN 2019“ einen fordernden Job. Der 27-Jährige ist Azubi zum Kaufmann für Büromanagement. Und zwar bei der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Während seines Studiums entschied sich der Schweriner, doch eine grundsolide Ausbildung an den Beginn seines beruflichen Werdegangs zu stellen. „Das war definitiv richtig. Ich merke jetzt immer wieder, wie dieses Rüstzeug in der Wirtschaft Perspektiven eröffnet. Die berufliche Ausbildung ist ein Grundpfeiler und ermöglicht vom ersten Tag an einen engen Bezug zur Praxis. Dadurch bin ich für weitere Qualifikationen deutlich besser vorbereitet.“ Mit dieser Einschätzung war Sebastian ein gefragter Gesprächspartner für Schülerinnen und Schüler, die sich orientieren wollen, in welche Richtung der Berufsstart gehen kann. Mehr als 700 junge Leute nutzten am 2. Februar die Gelegenheit, sich bei 83 Ausstellern aus Unternehmen und Studienanbietern in der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit über Zukunftschancen zu informieren. Die „JUMPIN“ erwies sich erneut als passendes Angebot für Schüler der Region.

Einer von ihnen ist Damian Krebs. Der 14-Jährige aus Pampow war begeistert von der Idee, mittels HoloLense, einer Spezialbrille, das Modell eines Trinkwasserschachtes anzusehen. „Damit lässt sich prüfen, ob technische Anlagen entsprechend der Vorgaben gebaut wurden. Die Simulation wird im realen Umfeld abgebildet. Wir können so eine Brücke schlagen zwischen dem Messe-Ort und der tatsächlichen Arbeitswelt“, erklärte Philipp Pommerencke vom Unternehmen SKM. Tipps, welche Firmen eine passende technische Ausbildung anbieten, bekam Damian Krebs dann auch von IHK-Azubi Sebastian Oldenburg. Ein paar Stände weiter stand mit Justin Ettrich ebenfalls ein Auszubildender Rede und Antwort. „Ich wollte gern mal mit auf eine Messe, weil sie eine gute Gelegenheit ist, Betriebe kennen zu lernen. Ich habe mich für meine Berufswahl selbst informiert, Praktikumstage absolviert und so meinen Weg gefunden“, sagte der 16-Jährige, der als Fachkraft für Lebensmitteltechnik beim Reformkontor in Zarrentin lernt. „Als jemand, der direkt in der Ausbildung ist, kann ich Jüngeren Mut machen, ihre Interessen hinterfragen und von meinen Erlebnissen beim Einstieg in die Berufswelt berichten. Das kommt gut an bei den Schülern.“

Ein solch positives Feedback und viel Lob von Eltern gab es immer wieder auch für Marcus Poppe und Dora Konrad. Der duale Student und die angehende Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung stellten ihr Unternehmen, den Landes-IT-Dienstleister DVZ, mit großer Begeisterung vor. Auf Augenhöhe führten sie den Dialog mit jenen, die vielleicht schon bald neue Kollegen sind.

„Junge Menschen können heutzutage wählen. Es gibt eine enorme Vielfalt an attraktiven Ausbildungsangeboten in unserer Region. Der radikale Wandel auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt verheißt eine rosige Zukunft für diejenigen, die heute noch zur Schule gehen“, schätzte Guntram Sydow ein. Der Chef der Schweriner Arbeitsagentur zeigte sich erfreut über die hohe Zahl an Ausstellern. Neben verlässlichen Partnern, die seit vielen Jahren die berufliche Orientierung aktiv unterstützen, gab es auch Messe-Neulinge auf Seiten der Unternehmen. „Sie alle tragen dazu bei, dass es unglaubliche Perspektiven für den Berufsnachwuchs gibt. Deshalb appelliere ich an Schüler und Eltern, die Chancen zu nutzen, die Westmecklenburg bietet.“