29.03.2019 | Presseinfo Nr. 17

Frühling am Westmecklenburger Arbeitsmarkt...

15.717 Arbeitslose, 856 weniger als im Vormonat und 1.946 weniger als im März 2018
Arbeitslosenquote: 6,4 Prozent
Arbeitslosenquoten in den Landkreisen: Ludwigslust-Parchim - 5,6 Prozent; Nordwestmecklenburg - 6,2 Prozent und Schwerin - 8,9 Prozent

“Der Westmecklenburger Arbeitsmarkt hat von der einsetzenden Frühjahrsbelegung profitiert. Sowohl im Vorjahres- und Vormonatsvergleich können wir einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen melden. Insbesondere die nun einsetzende Saison stimmt mich auch für die kommenden Monate zuversichtlich“, so Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur.

Die positive Entwicklung zeigt sich nicht allein an der hohen Personalnachfrage. „Bemerkenswert sind“ - so Sydow - „darüber hinaus zwei Faktoren im Vergleich zum Vormonat Februar: Der verringerte Zugang aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit (- 207 oder 14,5 Prozent) und die gleichzeitig kräftig gewachsenen Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung (+ 548 oder 48,8 Prozent). Das zeigt: Die Betriebe halten ihr Personal und stellen zusätzliche Arbeitskräfte ein.“

Insgesamt sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwerin im März 15.717 Frauen und Männer als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote in Westmecklenburg liegt bei 6,4 Prozent. (MV: 7,8 Prozent).

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Ar-beitsuchende (SGB II) lag in den drei Westmecklenburger Jobcentern im März 2019 bei 25.642. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von 2.353 Personen (- 8,4 Prozent). In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren im Westen Mecklenburgs 10.129 Menschen arbeitslos gemeldet, 240 oder 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im März 2019 sind insgesamt 1.504 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 155 weniger als im Vorjahresmonat (- 9,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote für diesen Personenkreis liegt nun bei 8,8 Prozent.

Aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt - eine erste Zwischenbilanz

„Die Ausbildungsmarktsituation für junge Menschen in Westmecklenburg ist erstklassig. Die Auswahlmöglichkeiten der Schulabgänger/innen - solide Leistungen vorausgesetzt - sind sehr gut. Gleichzeitig gibt es noch immer eine beträchtliche Zahl von Teenagern, denen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht sofort gelingt. Jeder von ihnen wird gebraucht, um den regionalen Fachkräftenachwuchs sicher zu stellen“, bilanziert Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur, zur Mitte des Berichtsjahres der Berufsberatung.

„Im März ziehen wir traditionell Zwischenbilanz.“ Sydow erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal an die Vielzahl verschiedener Veranstaltungen und Aktionen in Westmecklenburg. Auch die, die kürzlich im Rahmen der bundesweiten ‚Woche der Ausbildung' (11.-15. März 2019) das Ziel verfolgt hatten, insbesondere Teenager von den Vorteilen einer betrieblichen Ausbildung zu überzeugen. „Hierzu wurden Messeevents, Betriebsbesuche, Elternabende und andere Informationsveranstaltungen durchgeführt.“ Bedingt durch die demografische Entwicklung - so der Agenturchef - habe sich der Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren zu einem Bewerbermarkt entwickelt.

„Aktuell sind bei uns noch 2.036 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 1.304 ‚unversorgte' Jugendliche gegenüber. Ich möchte daher alle Personalverantwortlichen ermuntern, auch wieder Bewerbern eine Chance zu geben, die dem gewünschten Anforderungsprofil nicht auf den ersten Blick entsprechen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service über unsere vielfältigen Unterstützungsangebote: Von der assistierten Ausbildung, über die Einstiegsqualifizierung bis hin zu unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen. * Lassen Sie keinen Ausbildungsplatz unbesetzt!“

Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für alle Arbeitsmarktpartner im Westen Mecklenburgs. „Ich möchte an dieser Stelle nochmals für das Programm ‚Zukunftsstarter' werben. „Auch junge Menschen zwischen 25 bis 35 Jahren kommen noch für eine Ausbildung in Frage. Allein 2.085 Arbeitslose in dieser Altersgruppe sind ohne Berufsabschluss. Es ist im Interesse der Unternehmen, wenn wir über dieses Programm gemeinsam junge Ungelernte für eine Ausbildung gewinnen. Denn junge Menschen in diesem Alter haben noch 30 bis 40 Jahre Berufsleben vor sich.“*

TOP FÜNF der unbesetzten Ausbildungsplätze:

• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 112

• Verkäufer/-in: 85

• Koch/Köchin: 83

• Fachkraft Lagerlogistik: 74

• Restaurantfachmann/-frau: 70

*Weitere Infos erhalten interessierte Unternehmen über ihren persönlichen Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg oder unter der kostenlosen Arbeitgeber-Service-Nummer 0800 4 5555 20. Hier können Sie auch einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

Auf einen Blick - Entwicklung in der Landeshauptstadt Schwerin

  Mrz 19 Veränd. zum VJ in % Feb 19 Mrz 18
Arbeitslosenquote in % 8,9 - 0,6 p.P. 9,2 9,5
Arbeitslose 4.289 - 6,7 4.436 4.598
   darunter SGB III 1.023 - 7,7 1.091 1.108
   darunter SGB II 3.266 - 6,4 3.345 3.490
   darunter Jugendliche 485 - 9,7 485 537

Gemeldete Stellen

Ein wichtiger Indikator für die Arbeitsmarktentwicklung ist der Trend am Stellenmarkt. Der erste Frühlingsmonat ist in der Regel durch eine Belebung am Arbeitsmarkt gekennzeichnet. Vor allem in Außenberufen werden wieder mehr Leute eingestellt. Die Auswahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen in Westmecklenburg ist groß. „5.545 offene Stellen haben wir aktuell im Bestand. Im März selbst“, so der Agenturchef „wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service 1.578 neue Stellen auf gemeldet. Die offenen Stellenangebote konzentrieren sich in den Bereichen Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, und im Handel.

Arbeitsmarktpolitik

Um den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stellen zu können, werden von den Westmecklenburger Jobcentern und der Arbeitsagentur weiterhin Bildungs- und Qualifizierungsangebote gefördert. „Frauen und Männern, denen notwendige Qualifikationen fehlen, bieten wir Fortbildungen an“, so Sydow. Aktuell werden 1.333 Teilnehmer/innen in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht.