04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt Westmecklenburg im Dezember 2018

Typische saisonale Entwicklung:
15.418 Arbeitslose, 440 mehr als im November 2018 und 1.259 weniger als im Dezember 2017
Erstmals in einem Dezember seit der Wiedervereinigung liegt die Zahl der Arbeitslosen unter 16.000
Jahresdurchschnittsvergleich: Rückgang der Arbeitslosigkeit um 796 gegenüber 2017 (- 4,7 Prozent)

Arbeitslosenquote: 6,3 Prozent

Arbeitslosenquoten in den Landkreisen:
Ludwigslust-Parchim - 5,5 Prozent;
Nordwestmecklenburg - 6,1 Prozent;
Schwerin - 8,5 Prozent

„2018 war ein gutes Jahr für den Westmecklenburger Arbeitsmarkt“, bilanziert Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. „Auch, wenn - wie stets in der Vergangenheit - die Arbeitslosenzahl zum Jahresende anstieg. Durchschnittlich waren 16.230 Menschen im vergangenen Jahr in unserer Region arbeitslos. Noch nie zuvor war dieser Wert so niedrig.“ Dieser Kurs wird untermauert von der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent.

„Im Dezember steigt saisonbedingt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat November an. „Insgesamt haben das positive Konsumklima, das Weihnachtsgeschäft und der milde Winter dafür gesorgt, dass der saisonal typische Anstieg moderat ausgefallen ist“, sagte Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. Im Dezember 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Westen Mecklenburgs 6,3 Prozent. (MV: 7,6 Prozent). “Hervorheben möchte ich: Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung liegt die Arbeitslosigkeit in einem Dezember unter 16.000.“ „Damit starten wir von einer guten Basis in die kommenden Wintermonate“, fasst Sydow zusammen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag in den drei Westmecklenburger Jobcentern im Dezember bei 25.720. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Rückgang von 2.218 Personen (- 7,9 Prozent). In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren in Westmecklenburg 10.027 Menschen arbeitslos gemeldet, 797 oder 7,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im Dezember 2018 sind insgesamt 1.346 Jugendliche unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Das sind 171 oder 11,3 Prozent junge Frauen und Männer weniger als im Dezember 2017. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt für diesen Personenkreis 7,9 Prozent.

 

Auf einen Blick - Entwicklung in der Landeshauptstadt Schwerin

 
  Dez 18 Veränd. zum VJ in Nov 18 Dez 17
Arbeitslosenquote in % 8,5 -0,4 p.P. 8,4 8,9
Arbeitslose 4.140 -3,9 4.057 4.309
   darunter SGB III 953 -7,3 911 1.028
   darunter SGB II 3.187 -2,9 3.146 3.281
   darunter Jugendliche 457 -5,0 456 481

Gemeldete Stellen

Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auch zum Jahresende auf Höchstniveau. „Im Dezember“, erklärt der Agenturchef „wurden durch den gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg 1.143 neue Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt akquiriert“. Seit Jahresbeginn sind insgesamt 16.546 Stellen angezeigt worden.

Im Dezember waren 5.241 zu besetzende Arbeitsstellen in unserem Bestand. Insbesondere im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe sowie im Handel bieten sich zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten.

 

Arbeitsmarktpolitik

Die Fachkräftesicherung bleibt eine der Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Agentur für Arbeit Schwerin und die Westmecklenburger Jobcenter leisten hier ihren Beitrag. Aktuell werden im Westen Mecklenburgs 1.274 Frauen und Männer in Qualifizierungsmaßnahmen für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht.

 

Ausblick 2019

Abschließend unterstrich Sydow: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind - nach allen Vorhersagen - für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes in Westmecklenburg gut. Nicht nur der Abbau der Arbeitslosigkeit wird sich (mit einer moderaten Abschwächung der Dynamik), so die Prognose unseres Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), im Laufe des Jahres 2019 fortsetzen. Die Prognose geht auch von einem weiteren Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung aus. Allerdings“, so Sydow weiter, „stehen wir vor Herausforderungen, die über das laufende Jahr hinausreichen. Ich nenne nur exemplarisch die Themenfelder ‚Fachkräftesicherung', ‚Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit', ‚Digitalisierung und ‚Qualifizierung'. Wir werden insbesondere im Bereich der Qualifizierung investieren. Sie ist nicht nur der beste Schutz vor Langzeitarbeitslosigkeit, sie ist auch der Dreh- und Angelpunkt bei der Digitalisierung.“