16.09.2019 | Presseinfo Nr. 41

Chancen vor der Haustür nutzen!

Chancen vor der Haustür nutzen! 
Knapp 700 junge Besucher auf der Berufsmesse der Schweriner Arbeitsagentur
 

Auf Augenhöhe informieren - das finden Anna Klingner und Susan Poplawski wichtig. Die beiden Studierenden der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit erklärten sich daher gern bereit, die Berufsmesse auf dem Campus zu unterstützen. „Wir können authentisch über das duale Studium berichten, Ansprechpartner vermitteln und Wege weisen“, so die beiden jungen Frauen. Die Hemmschwellen der Schülerinnen und Schüler seien niedriger, wenn sie gefühlt Gleichaltrigen gegenüberstehen. Und so begrüßten die beiden am 14. September knapp 700 junge Leute sowie deren Eltern, die sich bei mehr als 60 Ausstellern über die regionalen Ausbildungsangebote informieren wollten.

„Seit 2007 laden wir zu diesem Messe-Format ein. Seither haben mehr als 11.000 Schüler die Gelegenheit wahrgenommen, um zu sehen, was in der Region möglich ist, um nach der Schule einen guten Berufsstart zu meistern“, so Frank Skowronek, Vize-Chef der Schweriner Arbeitsagentur. Neben Unternehmen, die alle 18 bisherigen Berufsmessen bereichert haben, konnte der Geschäftsführer auch Premierengäste begrüßen. Das Systemhaus für Netzwerk und Computerlösung „Porthun & Thiede“ hatte beispielsweise bislang immer einen guten Zulauf an Bewerbern. „Wir möchten uns jetzt jungen Menschen vorstellen. Denn wir wollen die Zahl unserer Ausbildungsplätze erhöhen. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, die Auftragsbücher sind voll. Unsere Fachkräfte von morgen sollen vom ersten Tag der Ausbildung an unsere Kollegen sein“, so Personalleiterin Stefanie Lichtenstein. Welche Erwartungen sollten potenzielle Bewerber erfüllen? „Wir freuen uns über Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und Interesse. Wer gern etwas ausprobiert und Spaß bei tollen Projekten haben will, sollte sich melden. Wir möchten Bewerber gern persönlich kennenlernen, ein Praktikum ist ideal. Auf das Zeugnis gucken wir dann auch erst beim zweiten Blick“, wirbt Lichtenstein.

Stärken orientiert arbeitet auch das Deutsche Rote Kreuz. Der Kreisverband Parchim hat beste Erfahrungen, der eigentlichen Ausbildung ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) voranzustellen. „Bei diesem Einstieg kann jeder unterschiedliche Bereiche unserer Arbeit erleben und herausfinden, was wirklich zu ihm oder zu ihr passt. Man lernt dabei auch sehr viel über sich selbst. Das gibt Sicherheit bei der Entscheidung“, berichtet Anna-Lena Pranke, die selbst ein FSJ absolviert hat und inzwischen im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im Gesundheitswesen ist. Lea Jahnke aus Lenzen bei Dömitz hörte ihr gespannt zu. „Für mich steht schon fest, dass ich mich um Menschen kümmern möchte. Da ich Biologie sehr spannend finde, ist eine medizinische Ausrichtung meine erste Wahl.“ Die 15-Jährige will aber nicht studieren, sondern im Pflegebereich oder vielleicht im Rettungsdienst Fuß fassen. „Natürlich unterstützen wir unsere Tochter bei der Wahl eines Ausbildungsberufes. Sie kann sich behaupten, hat sich Respekt erarbeitet und weiß was sie will“, sagt Vater Raimund Jahnke stolz über seine Tochter, die mit Jungs im Fußballverein kickt und als Schiedsrichterin aktiv ist. Auch bei der freiwilligen Feuerwehr hat die Zehntklässlerin ihren Platz im Team. „Wer so viel Engagement mitbringt, findet definitiv seinen Platz auch in unseren Teams“, freut sich Personalleiterin Nadine Normen vom DRK Kreisverband Parchim.

Insgesamt stehen aktuell rund 3.500 Ausbildungsangebote in Westmecklenburg zu Verfügung. „Unsere Berufsmesse mit mehr als 60 attraktiven Ausstellern bildet zahlreiche Branchen ab. Für junge Menschen ist das eine optimale Möglichkeit, sich in dieser großen Vielfalt besser zurechtzufinden. Die Resonanz bestätigt erneut, dass unser Messe-Konzept aufgeht“, so Skowronek abschließend.