11.06.2020 | Presseinfo Nr. 22

Kindergeld auch nach Ende der Schulzeit!

Steht Ausbildungs- oder Studienbeginn an, reicht ein schriftlicher Nachweis

Rund 13.000 Schülerinnen und Schüler beenden zum Sommer in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schulzeit. Zahlreiche Jugendliche starten mit einer Berufsausbildung, beginnen ein Studium, jobben oder starten mit einem FSJ.

„In dieser Lebensphase gibt es viele familiäre und persönliche Veränderungen, die auch den Anspruch auf Kindergeld betreffen können. Um das Kindergeld nahtlos weiterzahlen zu können, benötigen wir dazu entsprechende Mitteilungen und Nachweise der Eltern. Zurzeit werden durch die Familienkasse Nord Anschreiben an die Eltern verschickt, deren Kinder die Schule beendet haben und die älter als 18 Jahre sind“, erklärt der Pressesprecher der Familienkasse, Knut Böhrnsen.  

Veränderungen nach Ende der Schulausbildung sollten zeitnah mittels Übersendung des Nachweises an die Familienkasse Nord mitgeteilt werden. Eine Kopie der Studienbescheinigung oder des unterzeichneten Ausbildungsvertrages ist –unter Angabe der Kindergeldnummer-  völlig ausreichend. Zahlreiche Formulare zu unterschiedlichen Veränderungen stehen auch im Online-Formulardienst unter www.familienkasse.de bereit.

Dauert die Unterbrechung länger als vier Monate seit Schulende, genügt der Nachweis, dass sich das Kind um einen Ausbildungs- oder Studienplatz bemüht, beispielsweise anhand von Bewerbungsschreiben und/oder Rückmeldungen dazu. Eine Meldung bei der Arbeitsagentur ist nur in wenigen Einzelfällen notwendig, z. B. wenn sich das Kind entscheidet, direkt in das Berufsleben zu starten, sich also um einen Arbeitsplatz bemüht.

Eltern können sich bei Bedarf auch telefonisch informieren. Die Familienkasse ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr gebührenfrei unter der Telefonnummer 0800 45555 30 zu erreichen.


Für Eltern in Mecklenburg-Vorpommern gelten folgende Kommunikationswege:
Postanschrift: Familienkasse Nord, 20069 Hamburg

 

Hintergrund
Mecklenburg-Vorpommern:
Fast 700 Mio. € Kindergeld an 181.400 Eltern für über 286.000 Kinder

 

Die Familienkasse Nord mit Sitz in Hamburg ist für die drei norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zuständig. Sie leistete im vergangenen Jahr 2019 folgende Zahlungen:


Region

Anzahle Elternteile

Anzahl Kinder

Ausgezahltes Kindergeld
(gerundet) in Euro

Familienkasse Nord gesamt 707.719 1.156.368 2,81 Milliarden
Hamburg 211.736 348.411 854,9 Millionen
Schleswig-Holstein 324.117 537.361 1,31 Milliarden
Mecklenburg-Vorpommern 181.436 286.322 696,1 Millionen

Kinderbonus als Unterstützung für Familien – erste Informationen

10.06.2020 – Familien sollen mit 300 Euro Kinderbonus unterstützt werden, da sie während der Corona-Krise besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Den Kinderbonus soll es für jedes Kind geben, für das auch Anspruch auf Kindergeld besteht. Ein Antrag ist nicht nötig.

Der Kinderbonus ist Teil des Corona-Konjunkturpakets, wie der Koalitionsausschuss jüngst beschlossen hat. Wann Familien mit der finanziellen Hilfe rechnen können, hängt vom weiteren Verfahren der Gesetzgebung ab. Insgesamt wird der Bund 4,3 Milliarden Euro für den Kinderbonus aufwenden.

Die Familienkasse informiert über Auszahlung

Eltern müssen den Kinderbonus nicht beantragen. Sie werden sobald wie möglich von ihrer Familienkasse über die Auszahlung informiert. Der Kinderbonus wird nicht mit den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) verrechnet. Das teilt das Bundesministerium für Familie in seiner aktuellen Meldung Corona-Konjunkturpaket: Starker Impuls für Familien und Kinder mit.

Weitere Hilfe für Familien: Notfall-KiZ

Familien, deren Einkommen wegen der Corona-Krise nicht mehr zum Lebensunterhalt reicht, können derzeit mit dem „Notfall-KiZ“ leichter den Kinderzuschlag bekommen.

Mehr Informationen zum Notfall-KiZ erhalten Sie auf der Seite Kinderzuschlag: Das ist der Notfall-KiZ.