20.08.2020 | Presseinfo Nr. 28

Mit der Ausbildungsprämie erhalten Unternehmen Unterstützung während der Corona-Pandemie

Mit der Ausbildungsprämie erhalten Unternehmen Unterstützung während der Corona-Pandemie

Auch wenn das COVID-19 Virus an ganz unterschiedlichen Stellen des Arbeitsmarktes seine Spuren hinterlässt, eines bleibt unverändert: Der Bedarf an Fachkräften. „Es ist deshalb wichtig, dass Betriebe weiterhin in Ausbildung investieren“, so Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur.

Um dies zu unterstützen, hat die Bundesregierung das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für klein und mittelständische Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Danach erhalten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die von der Corona-Krise erheblich betroffen sind, in vier Fällen Zuschüsse:

  • Wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert wird
  • Wenn sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden
  • Wenn Azubis von der Kurzarbeit ausgenommen werden und
  • wenn Azubis anderer Betriebe - die pandemiebedingt Insolvenz anmelden mussten - übernommen werden.

Gerade jetzt, zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres, kann die Ausbildungsprämie die Entscheidung der Betriebe, neue Ausbildungsverhältnisse abzuschließen, unterstützen. Auf den Zeitpunkt des Ausbildungsvertragsabschlusses kommt es im Übrigen nicht an. Entscheidend ist, dass der Ausbildungsbeginn zwischen dem 1. August 2020 und dem 15. Februar 2021 liegt.

Unternehmen, die genauso viele Azubis einstellen wie durchschnittlich in den vergangenen drei Jahren, erhalten 2.000 Euro pro abgeschlossenem Ausbildungsvertrag. Betriebe, die über dem Niveau der Vorjahre ausbilden, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Ausbildungsprämie in Höhe von 3.000 Euro. In beiden Fällen wird die Prämie einmalig nach erfolgreicher Probezeit ausgezahlt. Die Summe von 3.000 Euro können auch kleine und mittelständische Unternehmen in Form einer Ausbildungs- bzw. Übernahmeprämie erhalten, wenn sie Auszubildende aus Betrieben übernehmen, die in der Pandemie Insolvenz anmelden müssen.

Einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gibt es, wenn Unternehmen ihre Auszubildenden sowie deren Ausbilderinnen und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schicken.

Förderbar sind Berufsausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Anträge sollten umgehend bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden.

Informationen und Antragsunterlagen sind ebenfalls unter: www.arbeitsagentur.de/unternehmen eingestellt. Für weitere Fragen können sich die Unternehmen direkt an ihre persönlichen Ansprechpartner/innen beim Westmecklenburger Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur wenden oder sie nutzen die kostenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 20.

„Die Corona-Pandemie hat viele Ausbildungsbetriebe und ihre Azubis in eine schwierige Lage gebracht“, so Sydow. „Die Ausbildungsprämie kann eine gute Motivation sein, auch unter schwierigen Bedingungen Ausbildungsanstrengungen aufrechtzuerhalten. Unser Arbeitgeber-Service unterstützt die Unternehmen dabei.“