05.11.2020 | Presseinfo Nr. 45

Kurzarbeit: Mit dem erneutem Lockdown wird möglich-erweise eine neue Anzeige notwendig

Seit dem 2. November sind viele Unternehmen in der Bundesrepublik vom sogenannten Teil-Lockdown betroffen. Das Kurzarbeitergeld der Arbeitsagentur unterstützt die Betriebe in dieser schwierigen Zeit und hält gut ausgebildete Fachkräfte im Unternehmen.

Schon im Frühjahr, als zum ersten Mal Betriebe wegen der geltenden Corona-Einschränkungen schließen mussten, wurde dieses Instrument vielfach genutzt. Die Kurzarbeiter-Regelung bietet eine sehr flexible Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je nach aktueller Auftragslage im Unternehmen zu beschäftigten. Die Unternehmen zeigen Kurzarbeit an und rechnen dann den tatsächlichen Arbeitsausfall bei der Arbeitsagentur ab.

Die Anzeigen über Kurzarbeit im Frühjahr umfassten in den meisten Fällen einen längeren Zeitraum. Schließlich war im März noch nicht abzusehen, wann die Unternehmen wieder arbeiten konnten. Viele Betriebe - insbesondere aus dem Hotel- und Gastronomiebereich - hatten aber im späten Frühjahr wieder den Betrieb aufgenommen.

Nun sind die Unternehmen erneut vom Lockdown betroffen. Sie sollten unbedingt beachten: Wer länger als drei Monate in Folge keine Kurzarbeit abgerechnet hat, braucht - um die Regelung erneut in Anspruch zu nehmen - zwingend eine neue Anzeige. Empfohlen wird den Betrieben, die Anzeige per E-Mail an das Postfach Rostock.031-OS@arbeits-agentur.de zu senden.

Der Zeitpunkt der Antragstellung muss dabei in dem Monat liegen, in dem der Arbeitsausfall tatsächlich eintritt. Katrin Bennemann, Teamleiterin bei der Arbeitsagentur, erläutert: „Wenn in einem Monat Arbeitsausfall eintritt, reicht es aus, wenn die Anzeige am letzten Tag dieses betreffenden Monats eingereicht wird. Wichtig ist allerdings, dass sie nicht vergessen wird. Nachträgliche Anzeigen können nicht berücksichtigt werden.“