03.12.2020 | Presseinfo Nr. 54

Engagement für Inklusion!

Die größten Hürden sind die im Kopf
 

Die Schweriner Arbeitsagentur nimmt den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung wiederum zum Anlass, das Thema ‚Inklusion' stärker in den Fokus zu rücken. „Unser Ziel ist, dass die Arbeitsmarkt-Integration von Menschen mit Behinderung immer selbstverständlicher wird“, erklärt Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. „Die Integration dieser Männer und Frauen wird häufig durch Vorurteile erschwert, beispielsweise in der Annahme, dass sie häufiger krank seien als andere Mitarbeiter*innen. Die größten Hindernisse allerdings sind nur die in den Köpfen,“ betont Sydow.

Dabei sind arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung statistisch besser qualifiziert als andere Arbeitslose. Sechzig Prozent von Ihnen haben eine betriebliche, schulische oder akademische Ausbildung. Bei allen anderen Arbeitslosen sind es fünfzig Prozent.

„Häufig werden Personalentscheidungen getroffen, die sich an vermeintlichen Minderleistungen orientieren. Wir müssen mehr dahin kommen, die Potenziale und besonderen Talente aller Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Das ist gelebte Inklusion“, so der Agenturchef.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) engagiert sich über diesen Tag hinaus mit zahlreichen Initiativen und Maßnahmen, um Inklusion in Deutschland voranzutreiben. Beispielsweise durch behindertengerechte Arbeitsplätze trägt sie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bei. Damit möchte die BA Vorreiter sein und wirbt selbst gezielt um Mitarbeitende mit Schwerbehinderung - und das mit Erfolg.

Die Schweriner Arbeitsagentur und Westmecklenburger Jobcenter übererfüllen die geforderte Schwerbehindertenquote von fünf Prozent; aktuell sind unter den Mitarbeitern rund 11 Prozent mit einer Schwerbehinderung.