28.10.2021 | Presseinfo Nr. 43

Herbstbelebung hält an: Der Westmecklenburger Arbeitsmarkt im Oktober 2021

  • Entwicklung der Arbeitslosigkeit: 15.069 Arbeitslose, 612 weniger als im September und 1.726 weniger als im Oktober 2020 
  • Arbeitslosenquote: 6,1 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Vorjahr - um 1.726 oder 10,3 Prozent auf insgesamt 15.069 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,1 Prozent (MV: 6,7 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat September hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 612 oder 3,9 Prozent reduziert.

„Die Herbstbelebung hält weiter an! In Westmecklenburg hat sich auch im Oktober die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fortgesetzt. So sind im Vergleich zum Vormonat September die Arbeitslosenzahlen aller Alters- und Personengruppen gesunken. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ging wiederholt überproportional zurück“, so Guntram Sydow, Leiter der Agentur für Arbeit Schwerin. „So ist die Zahl der Arbeitslosen unter 25 nicht nur im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zurückgegangen - um 14,9 Prozent oder 244 auf 1.394, auch im Vormonatsvergleich sank ihre Zahl um 123 oder 8,1 Prozent. Die saisonal übliche Einstellungspraxis kam u.a. denjenigen zu Gute, die nach ihrer Ausbildung - aus unterschiedlichen Gründen - nicht übernommen und daher kurzfristig arbeitslos wurden. Diese jungen Fachkräfte sind nun - nach einer Phase der Übergangsarbeitslosigkeit in den Sommermonaten - wieder in Arbeit. Gleichzeitig hat auch der Ausbildungsbeginn im September zu einem Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit beigetragen. So ist allein in der Gruppe der ‚unter 20-Jährigen' die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Vormonatsvergleich um 29 oder 7,3 Prozent zurückgegangen“, erklärte der Agenturchef. Bemerkenswert sei auch, dass im Vormonatsvergleich alle Alters- und Personengruppen von der insgesamt stabilen Arbeitsmarktlage in Westmecklenburg profitiert haben - ob unter 25 oder über 55, ob langzeitarbeitslos, mit gesundheitlichem Handicap oder Ausländer.

Sydow hob allerdings hervor: „Wie schon in den vergangenen Monaten möchte ich - bei aller Freude über die insgesamt positive Entwicklung - unterstreichen, dass noch immer Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Westmecklenburger Arbeitsmarkt sichtbar sind. So ist zwar die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vormonatsvergleich gesunken, doch der Vorjahresvergleich zeigt, dass wir das niedrigere Vorkrisenniveau noch nicht erreicht haben.“

Kurzarbeitergeld

Insgesamt haben 19 Unternehmen für 280 Mitarbeiter*innen im Oktober Kurzarbeit angezeigt. Im Oktober 2020 waren es 70 Anzeigen für 912 Beschäftigte.

Ob die Unternehmen Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen haben, zeigt sich erst mit Zeitverzug, denn die Betriebe haben eine Frist von drei Monaten, Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmer*innen abzurechnen. Die Auswertung für den Monat Juni 2021 liegt aktuell vor: Für 6.463 Beschäftigte wurde in 1.122 Betrieben tatsächlich Kurzarbeitergeld abgerechnet (Kurzarbeiter-Quote: 3,9 Prozent).

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag in den drei Westmecklenburger Jobcentern im Oktober bei 21.096. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Rückgang von 1.290 Personen (- 5,8 Prozent). In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 9.958 Menschen arbeitslos gemeldet, 131 (- 1,3 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor.

Auf einen Blick - Entwicklung in der Landeshauptstadt Schwerin

Okt 21 Veränd. zum
VJ in %
Sep 21 Okt 20
Arbeitslosenquote in % 8,5 -0,9 8,8 9,4
Arbeitslose 4.178 -8,9 4.302 4.587
   darunter SGB III 1.018 -24,5 1.077 1.349
   darunter SGB II 3.160 -2,4 3.225 3.238
   darunter Jugendliche 467 -12,9 502 536

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im Oktober 2021 sind insgesamt 1.394 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 123 junge Leute oder 8,1 Prozent weniger als im September 2021 und 244 bzw. 14,9 Prozent weniger als im Oktober 2020.

Gemeldete Stellen

Im Oktober wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg 1.141 freie Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet - 192 oder 20,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zahlreiche neue Einstiegsmöglichkeiten bieten sich insbesondere im Bereich der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Gastgewerbe und in der öffentlichen Verwaltung. Aktuell sind 6.301 zu besetzende freie Arbeitsstellen in unserem Bestand - 1.724 oder 37,7 Prozent mehr als im Oktober 2020.