19.05.2022 | Presseinfo Nr. 21

„Arbeit und mehr - Messe Open Air“

Unzählige Jobs in allen Branchen zu haben „Arbeit und mehr - Messe Open Air“ lockte hunderte Arbeitsuchende zum Margaretenhof

Bei herrlichstem Sommerwetter war ein wassernahes Plätzchen am Mittwoch für viele sicher ein idealer Ort. Rund 300 Frauen und Männer zog es dennoch zum Margaretenhof. Dort stellten zahlreiche Arbeitgeber, Verbände und Weiterbildungsträger ihre Offerten und jede Menge Job-Angebote vor. „Wir haben 750 Kundinnen und Kunden von Jobcenter und Agentur eingeladen. Gestaffelt, immer zur vollen Stunde, können sie sich an den vielen Ständen informieren. Ich freue mich sehr, dass die meisten Aussteller sich auf eine Open Air-Veranstaltung eingestellt haben. Das macht gerade vieles einfacher“ sagt Lydia Wegerich, Teamleiterin Arbeitsvermittlung bei der Schweriner Arbeitsagentur. Gemeinsam mit Elke Gronke vom Gemeinsamen Arbeitgeber-Service sowie Cornelia Behnisch und Britta Hentrich als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von Agentur und Jobcenter pendelte Lydia Wegerich zwischen den Informationsständen, knüpfte neue und vertiefte bestehende Kontakte zu denen, die nach Fach- und Arbeitskräften suchen.

Bei UniROTA Maplan erkundigte sich Abdul Kader Horo nach Möglichkeiten, als Elektriker tätig zu werden. Sein Sohn Mohammed, mit einem Fachschulabschluss im Maschinenbau, fragte bei der Starlinger GmbH nach, ob seine Kenntnisse bei der Herstellung von Maschinen für das Kunststoffrecycling gefragt sind. Vater und Sohn suchen nach Arbeit und freuten sich über die Vielfalt der Angebote. Beide wollen sich umgehend bewerben und waren froh über neue Perspektiven, die sie auf dem Margaretenhof aufgezeigt bekamen. Der jüngere Bruder Ziad Horo hingegen bevorzugt eine Ausbildung im IT-Bereich. „Ich habe verschiedene Gespräche geführt, aber noch nicht das Richtige gefunden“, sagte er und machte sich auf den Weg zu einem weiteren Arbeitgeber.

Am Stand der Landeshauptstadt Schwerin erkundigte sich Oksana Kadushkina mit ihrem Mann Pawlo nach offenen Stellen. Die diplomierte Finanzwirtin mit Fachkenntnissen in SAP und Datev bekam von Ramona Dewald sofort eine Stellenausschreibung in die Hand: als Bereichsleiterin Finanzen. „Ich habe auf dieser Messe einige Kontakte von Arbeitgebern mitgenommen und hoffe, dass ich mit meiner Qualifikation einen Job finde“, sagte die Ukrainerin, die seit dreieinhalb Jahren in Deutschland lebt. Das sollte möglich sein, denn alle Aussteller zeigten enorm viel für einen beruflichen Neuanfang auf. „Die Möglichkeit, sich hier quasi outdoor zu präsentieren, ist wirklich super“, betonte Silke Pagel von der Stadtverwaltung. Ihre Kollegin Ramona Dewald hätte sich gern ein noch größeres Publikum gewünscht. „Es gibt Menschen, die in Arbeit sind und sich beruflich verändern wollen. Bei einer so guten Location mit optimaler Verkehrsanbindung hätten wir glatt noch weitere Zielgruppen ansprechen können.“

Fürs Erste waren die Organisatorinnen der Schweriner Arbeitsagentur jedoch zufrieden. Mit etwa 300 Besucherinnen und Besuchern, zahlreichen Gesprächen und vielen neu geknüpften Kontakten haben sie erneut bewiesen, dass wirklich jeder, der gern arbeiten möchte, die Chance hat, eine berufliche Tätigkeit zu finden. „Die enorm große Zahl der Aussteller spiegelt die Bedarfe an Fachkräften wider. Sehr gern unterstützen wir dabei, wenn es darum geht, den Berufseinstieg mit der persönlichen Situation zu vereinbaren. Es fehlen aktuell Betreuungsplätze für Kinder. Ebenso dürfte es gern mehr sogenannte Mutti-Schichten geben, damit auch erziehende Frauen berufliche Teilhabe erleben“, sagte Britta Hentrich als Beauftragte für Chancengleichheit beim Schweriner Jobcenter.

Aktuell sind im Agenturbezirk Schwerin mehr als 6.300 freie Stellen gemeldet. „Das zeigt, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Westmecklenburg ungebrochen hoch ist. Eine solche Messe direkt vor unserem Agentursitz bietet beste Möglichkeiten für eine direkte Kontaktaufnahme mit den Arbeitgebern. Ich wünsche mir, dass den vielen Gesprächen zahlreiche Bewerbungen und bestenfalls auch einige Einstellungen folgen“, so Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur.