29.01.2021 | Presseinfo Nr. 4

Der Arbeitsmarkt im Januar 2021

Die Zahl der Arbeitslosen ist wie erwartet zum Beginn des neuen Jahres gestiegen. „Das ist eine saisonale Entwicklung, der Anstieg ist größtenteils auf endende Arbeitsverträgen, den Kündigungstermin zum Jahresende sowie auf das Ausbildungsende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen zurückzuführen“, erklärt Daniela Tomczak, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen.

Im aktuellen Jahreswechsel von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 5,3 Prozent. In den sieben Jahren zuvor lagen die Veränderungen von Dezember auf Januar durchschnittlich bei 6,5 Prozent. Tomczak ergänzt: „Der Arbeitsmarkt reagiert also weiterhin recht robust und gleicht saisonale Effekte in geringem Maße sogar aus. Der harte Lockdown hat somit in unserer Region verhältnismäßig geringe Auswirkungen am Arbeitsmarkt gezeigt. Das liegt auch daran, dass die Unternehmen weiterhin verstärkt das Instrument der Kurzarbeit nutzen“.

Anzeigen über Kurzarbeit liegen für den Monat Dezember vor. Im gesamten Agenturbezirk wurden für den Monat 398 Anzeigen mit 5.171 potentiell betroffenen Personen gestellt. Im November waren es noch 326 Anzeigen mit 2.616 potentiell betroffenen Personen Die aktuellsten Hochrechnungen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegen für den Monat September vor. In diesem Monat haben im Agenturbezirk Siegen insgesamt 1.277 Betrieben Kurzarbeit umgesetzt, das sind 115 weniger als im Vormonat. Die Anzahl der Beschäftigten, die sich in Kurzarbeit befanden, ist um 2.933 Personen gesunken und lag bei 16.127.

Der Arbeitsmarkt im Überblick

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Siegen ist im Januar gestiegen. Insgesamt waren 12.836 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 647 Personen oder 5,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 2.202 Personen bzw. 20,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 5,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,5 Prozent (+0,9 Prozentpunkte). 

Jugendarbeitslosigkeit

1.327 Arbeitslose sind im Berichtsmonat unter 25 Jahre alt. Im Vormonat waren dies noch 85 und im gleichen Monat des Vorjahres 214 weniger arbeitslose junge Menschen. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf +6,8 Prozent zum vorherigen Monat bzw. +19,2 Prozent im Vorjahresvergleich.                                                                               

Ältere Arbeitslose

Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen (+232 Personen oder +5,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 803 Arbeitslose mehr (21,9 Prozent).) Insgesamt sind 4.474 Menschen ab 50 Jahre in der Arbeitsagentur Siegen von Arbeitslosigkeit betroffen. 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 6.025 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 415 Personen bzw. 7,4 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 1.253 Personen oder 26,3 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

der Grundsicherung sind 232 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 949 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis entspricht dies +3,5 Prozent zum Vormonat bzw. +16,2 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt sind es 6.811 Personen und damit 53,1 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Stellenangebote

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 594 Stellen gemeldet (-126 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 2.879 offene Stellen, 56 weniger als im Vormonat und 381 weniger als im Vorjahresmonat. 

Kreis Siegen-Wittgenstein

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Siegen-Wittgenstein ist gestiegen. Insgesamt waren 9.250 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 462 Personen oder 5,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.559 Personen bzw. 20,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 5,9 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,9 Prozent (+1,0 Prozentpunkte).                                                                                

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 3.987 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 265 Personen bzw. 7,1 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 894 Personen oder 28,9 Prozent. 

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung sind 197 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 665 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis entspricht dies +3,9 Prozent zum Vormonat bzw. +14,5 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt sind es 5.263 Personen und damit 56,9 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Kreis Olpe

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Olpe ist gestiegen. Insgesamt waren 3.586 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 185 Personen oder 5,4 Prozent mehr. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 643 Personen bzw. 21,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 4,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,7 Prozent (+0,8 Prozentpunkte).                                                                               

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 2.038 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 150 Personen bzw. 7,9 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 359 Personen oder 21,4 Prozent. 

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung sind 35 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 284 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis entspricht dies +2,3 Prozent zum Vormonat bzw. +22,5 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt sind es 1.548 Personen und damit 43,2 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.