30.09.2019 | Presseinfo Nr. 186

Der Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck im September 2019

24.908 Menschen aktuell im September arbeitslos, 732 weniger als im August und 742 weniger als vor einem Jahr

Arbeitslosenquote im Bergischen Städtedreieck sinkt auf 7,6 Prozent

4.838 Arbeitskräfte werden gesucht; 483 weniger als im September 2018

Im September ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 732 auf 24.908 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 742 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote ist auf aktuell 7,6 Prozent gesunken.Die Anfragen nach Kurzarbeit sind in den vergangenen Wochen gestiegen. In den allermeisten Fällen blieb es aber bislang bei einer Beratung. Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist auf unverändert niedrigem Niveau.

„Derzeit sind 227.079 Menschen im Bergischen Städtedreieck sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 2.841 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit ist nach den Sommerferien erwartungsgemäß und saisontypisch gesunken. Vor allem Jüngere unter 25 Jahre konnten wieder von dieser Entwicklung profitieren, weil sie eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben oder die erhoffte Ausbildung aufnehmen konnten. Die Zahl der gemeldeten Stellen ist weiterhin rückläufig. Der Agentur für Arbeit wurden im September rund 980 Jobangebote im Bergischen Städtedreieck gemeldet, das sind circa 300 weniger als vor einem Jahr. Sowohl im Vergleich zum Vormonat wie auch zum Vorjahr wurden uns in allen drei Städten weniger Stellen gemeldet, am stärksten ist der Rückgang in Solingen", so Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

 

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Entwicklung der Arbeitslosigkeit:

Aktuell sind in Remscheid 4.061 Menschen arbeitslos gemeldet, 95 (2,3 Prozent) weniger als im August 2019 und 135 Personen (3,2 Prozent) weniger als im September 2018. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 6,8 Prozent, im August 2019 betrug sie 7,0 Prozent. Im September 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,1 Prozent.

Es meldeten sich 1.041 Personen im September neu oder erneut arbeitslos, 1.141 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Arbeitsstellen:

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden im September 67 (20,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Der Agentur für Arbeit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 168 (6,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Verkaufsberufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe. Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird Personal in diesen Berufsgruppen weiterhin stark gesucht.

Jugendarbeitslosigkeit:

Aktuell sind 363 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 64 (15,0 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 18 Personen (4,7 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.490 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 381 Personen (20,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Unterbeschäftigung

Insgesamt sind im September 5.925 Menschen unterbeschäftigt – 182 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt in Remscheid 9,8 Prozent, im September 2018 lag sie bei 9,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 68,5 Prozent – vor einem Jahr lag sie bei 73,0 Prozent.

„Die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ist auch im September noch immer positiv. Die Arbeitslosenquote ist in diesem Jahr in Remscheid und in Solingen erstmals unterhalb der sieben-Prozent-Marke. Zuletzt war das in Remscheid mit einer Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent im Dezember 2018 der Fall. Im Vergleich zum August ist der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit stärker ausgefallen als in den Nachbarstädten.

In Remscheid wurden 20,5 Prozent weniger Stellen als im September 2018 gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden uns 168 Stellen weniger gemeldet, das bedeutet einen Rückgang von rund sechs Prozent", erläutert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

 

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit:

Aktuell sind in Solingen 5.994 Menschen arbeitslos gemeldet, 225 (3,6 Prozent) weniger als im August 2019 und 542 Personen (8,3 Prozent) weniger als im September 2018. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,9 Prozent, im August 2019 lag sie bei 7,1 Prozent. Im September 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,6 Prozent.

Es meldeten sich 1.321 Personen im September neu oder erneut arbeitslos und 1.543 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Arbeitsstellen:

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden 169 (42,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Damit wurden der Agentur für Arbeit seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 813 (24,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

Besonders gesucht sind in Solingen derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Medizinische Gesundheitsberufe; Nichtmedizinische Gesundheit, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Körperpflege, Medizintechnik; Erziehung, soziale, hauswirtschaftliche Berufe, Theologie. Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird Personal in diesen Berufsgruppen weiterhin stark gesucht.

Jugendarbeitslosigkeit:

Aktuell sind 721 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vorjahresmonat 84 (10,4 Prozent) weniger.

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken. Aktuell sind 2.134 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 308 Personen (12,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Unterbeschäftigung

Insgesamt sind im September 8.525 Menschen unterbeschäftigt – 387 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt in Solingen 9,6 Prozent. Im September 2018 lag sie bei 10,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 70,3 Prozent – vor einem Jahr lag sie bei 73,2 Prozent.

„Die Situation auf dem Solinger Arbeitsmarkt ist im zweigeteilt. Zum einen haben wir eine positive Entwicklung bei dem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Auch im September ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr in Solingen stärker zurückgegangen als in Remscheid und Wuppertal. Hauptursächlich für den Rückgang ist der Abbau der Arbeitslosigkeit im SGB II. Die Arbeitslosenquote ist in Solingen und Remscheid in diesem Jahr erstmalig unterhalb der sieben-Prozent-Marke. Für Solingen haben wir in unserem Datenarchiv zurückgeschaut bis Dezember 1997. So niedrig war die Arbeitslosenquote niemals zuvor in diesem Zeitraum. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit mit einem Rückgang von über 10 Prozent in Solingen am stärksten ausgefallen.

Bei den neuen Stellen liegt Solingen mit einem Rückgang von über 42 Prozent unverändert deutlich unter Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn wurden der Agentur für Arbeit 813 Stellen weniger gemeldet als vor einem Jahr", erläutert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

 

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Entwicklung der Arbeitslosigkeit:

Aktuell sind in Wuppertal 14.853 Menschen arbeitslos gemeldet, 412 (2,7 Prozent) weniger als im August 2019 und 65 Personen (0,4 Prozent) weniger als im September vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent. Im August 2019 lag sie bei 8,4 Prozent und im September 2018 betrug sie 8,2 Prozent.

Es meldeten sich 3.652 Personen im September neu oder erneut arbeitslos und 4.082 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Arbeitsstellen:

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden 59 (10,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Damit wurden der Agentur für Arbeit seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 1.042 (17,6 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

Besonders gesucht sind in Wuppertal derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Medizinische Gesundheitsberufe; nichtmedizinische Gesundheit, Körperpflege, Medizintechnik; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Verkaufsberufe. Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird Personal in diesen Berufsgruppen weiterhin stark gesucht.

Jugendarbeitslosigkeit:

Aktuell sind 1.778 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen – 129 (7,8 Prozent) mehr als im September 2018.

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 5.059 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 719 Personen (12,4 Prozent) weniger als im September vor einem Jahr.

Unterbeschäftigung

Insgesamt sind im September 28.861 Menschen unterbeschäftigt – 228 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt in Wuppertal 14,8 Prozent, im September 2018 lag sie bei 14,9 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 51,4 Prozent – vor einem Jahr lag sie bei 51,2 Prozent.

„Im September ist die Arbeitslosigkeit in Wuppertal im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Aber die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum September 2018 um fast acht Prozent gestiegen. Bei den neu gemeldeten Arbeitsstellen zeigt der Vergleich zum Vormonat ein Minus von rund 25 Prozent - verglichen mit September 2018 ein Minus von 10,7 Prozent", erläutert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.