31.03.2021 | Presseinfo Nr. 52

Gebremste Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Trotz der weiter spürbaren Pandemie-Auswirkungen ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken.

Arbeitslosigkeit

  • 30.340 Menschen im März arbeitslos,
  • 470 weniger als im Vormonat, 3.883 mehr als vor einem Jahr

Arbeitslosenquote

  • Im Bergischen Städtedreieck aktuell bei 9,2 Prozent, im Vorjahr betrug sie 8,0 Prozent.

Stellenentwicklung

  • 772 neue Stellengesuche, 18 weniger als im Vormonat, 217 weniger als im Vorjahr

„Trotz der weiter spürbaren Pandemie-Auswirkungen ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken. Die übliche Frühjahrsbelebung bleibt mit Blick auf den im Vergleich zum Vormonat überwiegend rückläufigen Stellenzugang jedoch sehr verhalten,“ fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt zusammen.

Die Entwicklung in den einzelnen Städten verläuft unterschiedlich. Während in Remscheid die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen weiter zurückgegangen ist, hat sich in Solingen und Wuppertal die Zahl der Arbeitslosen zwar bei der Agentur für Arbeit verringert, gleichzeitig ist jedoch eine Zunahme der Zahl der Arbeitslosen bei den Jobcentern zu beobachten. Ursächlich für diese Entwicklung ist, dass zumindest ein Teil der Arbeitslosen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ausgelaufen ist, zur weiteren Sicherung ihres Lebensunterhaltes Leistungen der Grundsicherung beantragen müssen. Diese Rechtskreiswechsel werden sich in den kommenden Monaten fortsetzen.

Die seit dem vergangenen Frühjahr deutlich verringerten Beschäftigungsmöglichkeiten haben zu einer deutlichen Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit geführt. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit um fast fünfzig Prozent erhöht. Insgesamt sind 43,6 Prozent aller Arbeitslosen im Städtedreieck inzwischen länger als ein Jahr arbeitslos.

Erfreulich ist, dass bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit eine nachhaltige Trendumkehr eingetreten ist. Seit Monaten geht die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zurück, auch wenn das Vorjahresniveau noch nicht ganz wieder erreicht werden konnte.

Ungeachtet aller überwiegend kritischen Entwicklungen bleibt die Kurzarbeit der stabilisierende Faktor im regionalen Arbeitsmarktgeschehen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 470 (-1,5 Prozent) auf 30.340 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 3.883 Menschen (+14,7 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,2 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei acht Prozent.

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquoten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen – Wuppertal. Dabei reichte die Spanne der Quoten im März 2021 von acht Prozent in Remscheid und Solingen bis 10,2 Prozent in Wuppertal.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um rund 22 Prozent (-217 Stellen) weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 18 (-2,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:
Metallbearbeitung * Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Erziehung, Sozialarb., Heilerziehungspflege * Werbung und Marketing * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Arzt- und Praxishilfe * Altenpflege * Gesundheit, Krankenpfl., Rettungsd., Geburtsh. * Büro- und Sekretariat * Einkauf und Vertrieb * Verkauf * Energietechnik.

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen. Es werden aber auch Stellen aus den Bereichen Erziehung, Metallbearbeitung sowie aus der Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag gemeldet.

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Angezeigte Kurzarbeit:

Mit aktuellstem Datenstand für Februar 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 388 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 5.188 Personen eingegangen, das sind 189 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im September 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 33,9 Prozent. Im September 2020 haben im Agenturbezirk insgesamt 1.982 Betriebe für 17.310 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 4.865 Kurzarbeiter*innen mehr als im Monat zuvor.

Folgende Wirtschaftsabschnitte waren am stärksten von konjunktureller Kurzarbeit betroffen:

  • Verarbeitendes Gewerbe: 563 Betriebe
  • Gastgewerbe: 216 Betriebe
  • Freiberufl., wissensch. u. techn.Dienstleistungen: 144 Betriebe
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen: 134 Betriebe
  • Baugewerbe: 101 Betriebe

Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im September 7,5 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.747 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 102 Personen oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind dies 353 Personen (acht Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt acht Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,4 Prozent (+0,6 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 622 Personen neu oder erneut arbeitslos, 729 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Februar 2021 wurden in der Stadt Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 69 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.751 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im September 2020 haben in Remscheid insgesamt 427 Betriebe für 4.400 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.
Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im September 9,4 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im März 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 145 neue Stellen gemeldet, das sind 34 (-19,0 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 208 (-31,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 481 offene Stellen. Das sind 138 weniger als im Vormonat und 478 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 393 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 30 Jugendliche (-7,1 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 35 Personen (-8,2 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.984 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 450 (+29,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 86,3 Prozent (1.712 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 6.100 Personen; das sind 141 Personen weniger als im Vormonat und 51 Menschen (+0,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.958 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 30 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind dies 700 Personen (+11,2 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt acht Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,2 Prozent (+0,8 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 957 Personen neu oder erneut arbeitslos, 989 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Februar 2021 wurden in der Stadt Solingen insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 122 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.512 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im September 2020 haben in der Stadt Solingen insgesamt 549 Betriebe für 4.045 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.
Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im September 7,5 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im März 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 251 neue Stellen gemeldet, das sind 48 (+23,6 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 202 (-25,2 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 645 offene Stellen. Das sind 31 weniger als im Vormonat und 536 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 801 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 16 Jugendliche (+2,0 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 28 Personen (+3,6 Prozent) gestiegen.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.937 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 788 (+36,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden rund 86 Prozent (2.524 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.152 Personen. Das sind 57 Personen mehr als im Vormonat, und 345 Menschen (+3,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 18.635 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 338 Personen oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind dies 2.830 Personen (+17,9 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,7 Prozent (+1,5 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 2.562 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.931 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Februar 2021 wurden in der Stadt Wuppertal insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 197 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.925 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten.Im September 2020 haben in der Stadt Wuppertal insgesamt 1.006 Betriebe für 8.865 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.
Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im September 6,9 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im März 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 376 neue Stellen gemeldet, das sind 32 (-7,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 403 (-27,2 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.080 offene Stellen. Das sind 31 mehr als im Vormonat und 1111 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.925 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 19 Jugendliche (-1,0 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 237 Personen (+14,0 Prozent) gestiegen.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 8.317 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2.997 (+56,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,3 Prozent (7.342 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 30.238 Personen. Das sind 598 Personen weniger als im Vormonat, und 179 Menschen (+0,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Corona bedingt sind persönliche Kontakte derzeit nur stark eingeschränkt möglich - telefonisch und online sind wir natürlich für unsere Kundinnen und Kunden da! Wir beraten und beantworten Fragen rund um Arbeit und Ausbildung. Persönliche Vorsprachen sind derzeit aber nur auf Einladung durch uns möglich.

Informationen und Erreichbarkeit:

Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00
  • Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
  • Familienkasse: 0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug

Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet: 0202 2828 – 111 (gebührenpflichtig)