29.04.2021 | Presseinfo Nr. 64

Schwacher Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit
30.059 Menschen im April arbeitslos, 281 weniger als im Vormonat, 844 mehr als vor einem Jahr                                                                              
 
Arbeitslosenquote
Im Bergischen Städtedreieck aktuell bei 9,1 Prozent, im Vorjahr betrug sie 8,9 Prozent                                                                         
Stellenentwicklung
703 neue Stellengesuche, 69 weniger als im Vormonat, 242 mehr als im Vorjahr                                                                                  
 

„Die gute Nachricht: die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit sind erneut gesunken. Aber die Pandemie wirkt sich weiterhin deutlich auf den Arbeitsmarkt aus.

Da der Arbeitsmarkt nun über ein Jahr lang deutlich weniger aufnahmefähig war, verlagert sich Arbeitslosigkeit jetzt von der Arbeitslosenversicherung in die Grundsicherung. Damit einhergehend ist auch die Langzeitarbeitslosigkeit gestiegen.

Die Anzeigen auf Kurzarbeit sind deutlich zurückgegangen – ein gutes Signal. Die Stellensituation entwickelt sich immer noch sehr verhalten und ich hoffe, dass nach Überwindung der Einschränkungen des Lockdowns eine spürbare Belebung am Arbeitsmarkt einsetzt“, fasst Martin Klebe, Vorsitzendes Mitglied der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Arbeitsmarkt-Situation im Bergischen Städtedreieck zusammen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 281 (-0,9 Prozent) auf 30.059 Personen gesunken.  Gegenüber dem Vorjahr sind 844 Menschen (+2,9 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 8,9 Prozent.                                                                                             

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen – Wuppertal. Im Vergleich zum April 2020 verringerte sich die Arbeitslosenquote in Remscheid, in Solingen und Wuppertal stieg sie an. Die Spanne der Quoten reichte im April 2021 von acht Prozent in Remscheid bis zehn Prozent in Wuppertal.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 52,5 Prozent (242 Stellen) höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 69 (-8,9 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.                                                                                         

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:

Metallbearbeitung * Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag *  Maschinenbau- und Betriebstechnik * Werbung und Marketing * Erziehung, Sozialarb., Heilerziehungspflege * Arzt- und Praxishilfe * Gesundheit, Krankenpfl., Rettungsd., Geburtsh. * Altenpflege *  Büro- und Sekretariat * Energietechnik

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen. Es werden aber auch Stellen aus den Bereichen Metallbearbeitung sowie aus der Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag sowie aus der Maschinenbau- und Betriebstechnik gemeldet.

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Angezeigte Kurzarbeit:

Mit aktuellstem Datenstand für März 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 129 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für 2.059 Personen eingegangen, das sind 259 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.                                               

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Oktober 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 35,4 Prozent. Im Oktober 2020 haben im Agenturbezirk insgesamt 1.839 Betriebe für 14.342 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 2.815 Kurzarbeitende weniger als im Monat zuvor.                                                                   

Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im Oktober 2020 6,3 Prozent.

Corona bedingt sind persönliche Kontakte nur stark eingeschränkt möglich - telefonisch und online sind wir natürlich für unsere Kundinnen und Kunden da! Wir beraten und beantworten Fragen rund um Arbeit und Ausbildung. Persönliche Vorsprachen sind derzeit aber nur auf Einladung durch uns möglich,“ so der Agenturchef.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Stagnierende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.751 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 4 Personen oder 0,1 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind dies 65 Personen (-1,3 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,1 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 784 Personen neu oder erneut arbeitslos, 788 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                 

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im März 2021 wurden in der Stadt Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 27 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 803 Personen bearbeitet.                                            

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Oktober 2020 haben in Remscheid insgesamt 390 Betriebe für 4.012 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.                                                  

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Oktober 8,5 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im April 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 107 neue Stellen gemeldet, das sind 38 (-26,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 243 (-30,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 379 offene Stellen. Das sind 102 weniger als im Vormonat und 520 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                                 

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 388 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 5 Jugendliche (-1,3 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 76 Personen (-16,4 Prozent) gesunken.                                                                                 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.011 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 379 (+23,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,2 Prozent (1.753 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 6.099 Personen; das sind 2 Personen weniger als im Vormonat und -174 Menschen (-2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                              

 

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Stagnierende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.954 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 4 Personen oder 0,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind dies 133 Personen (+1,9 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 7,8 Prozent (+0,2 Prozentpunkte).                                                                

Im aktuellen Monat meldeten sich 1.086 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.089 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                  

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im März 2021 wurden in der Stadt Solingen insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 33 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 252 Personen bearbeitet.                                           

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Oktober 2020 haben in der Stadt Solingen insgesamt 513 Betriebe für 2.921 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.                                                  

Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Oktober 5,4 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im April 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 259 neue Stellen gemeldet, das sind 8 (+3,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 33 (-3,7 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 668 offene Stellen. Das sind 23 mehr als im Vormonat und 365 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                               

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 809 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 8 Jugendliche (+1,0 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 28 Personen (-3,3 Prozent) gesunken.                                                                        

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.020 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 778 (+34,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 86,4 Prozent (2.608 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.258 Personen. Das sind 82 Personen mehr als im Vormonat, und 244 Menschen (+2,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.                                                                      

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 18.354 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 281 Personen oder 1,5 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind dies 776 Personen (+4,4 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 9,6 Prozent (+0,4 Prozentpunkte).                                              

Im aktuellen Monat meldeten sich 2.669 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.958 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                     

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im März 2021 wurden in der Stadt Wuppertal insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 69 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.004 Personen bearbeitet.                                        

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Oktober 2020 haben in der Stadt Wuppertal insgesamt 948 Betriebe für 7.604 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.                                                

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Oktober 5,9 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im April 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 337 neue Stellen gemeldet, das sind 39 (-10,4 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 295 (-17,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.088 offene Stellen. Das sind 8 mehr als im Vormonat und 1019 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                        

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.833 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 92 Jugendliche (-4,8 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 97 Personen (-5,0 Prozent) gesunken.                                                                       

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 8.563 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2.837 (+49,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 89,8 Prozent (7.690 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 29.646 Personen. Das sind 804 Personen weniger als im Vormonat, und 1.070 Menschen (-3,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                                

Informationen und Erreichbarkeit:

Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:    0800 4 5555 00

- Arbeitgeber:                                                  0800 4 5555 20

- Familienkasse:                                             0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug

Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet:                                                                          0202 2828 – 111 (gebührenpflichtig)