01.06.2021 | Presseinfo Nr. 80

Lichtblicke am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt im Städtedreieck hat sich im Mai deutlicher als in den Vormonaten entspannt. Agenturen und Jobcenter haben fast 1.000 Arbeitslose weniger registriert.

  • Arbeitslosigkeit im Städtedreieck sinkt unter 30.000. Im Bergischen Städtedreieck sind 926 Menschen weniger als im Vormonat arbeitslos und 1.840 weniger als vor einem Jahr
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,8 Prozent, im Vorjahr betrug sie 9,4 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit geht weiter zurück
  • Langzeitarbeitslosigkeit steigt nicht weiter an
  • Stellenenzugang hat sich deutlich belebt, 1.008 neue Stellengesuche, 305 mehr als im Vormonat, 467 mehr als im Vorjahr

Der Arbeitsmarkt im Städtedreieck hat sich im Mai deutlicher als in den Vormonaten entspannt. Agenturen und Jobcenter haben fast 1.000 Arbeitslose weniger registriert. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach einer Beschäftigung hat sich deutlich reduziert, sowohl im Vergleich zum Vorjahr, aber auch zum Vormonat. Die Zahl der Anzeigen von Kurzarbeit ist ebenfalls rückläufig. "Nahezu alle Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die Beschäftigungslage im zurückliegenden Monat deutlich stabilisiert hat. Die vermehrten Stellenmeldungen geben Anlass zur Hoffnung, dass sich die positive Entwicklung in den folgenden Monaten fortsetzt," fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zusammen.

Zur Einordnung der aktuellen Entwicklung: Der Arbeitslosenbestand im Mai 2020 war stark durch den Beginn der Corona-Pandemie geprägt. Vorjahresvergleiche sind somit nur bedingt aussagekräftig. In den fünf Jahren vor Beginn der Corona-Pandemie lag die Zahl der Arbeitslosen im Mai durchschnittlich bei 27.859. Der aktuelle Arbeitslosenbestand liegt rund 4,4 Prozent über dem Durchschnitt aus den vergangenen Jahre.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 926 (-3,1 Prozent) auf 29.133 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 1.840 Menschen (-5,9 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,8 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 9,4 Prozent.

Arbeitslosenquoten

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 86,3 Prozent (467 Stellen) höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 305 (+43,4 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:
Metallbearbeitung * Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Erziehung, Sozialarb., Heilerz.pflege * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Werbung und Marketing * Arzt- und Praxishilfe * Fahrzeugführung im Straßenverkehr * Verkauf * Altenpflege.

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen. Es werden aber auch Stellen aus den Wirtschaftsabschnitten „Handel Instandhaltung u. Rep. v. Kfz“, „Verarbeitendes Gewerbe (Metallbearbeitung)“, „Freiberufliche, wissenschaftliche u. technische Dienstleistungen“, „Gesundheits- und Sozialwesen“ gemeldet.

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Angezeigte Kurzarbeit:

Mit aktuellstem Datenstand für Mai 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 82 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 502 Personen eingegangen, das sind -47 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im November 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 41,9 Prozent. Im November 2020 haben im Agenturbezirk insgesamt 2.179 Betriebe für 16.197 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 1.660 Kurzarbeitende mehr als im Monat zuvor.

Folgende Wirtschaftsabschnitte waren am stärksten von konjunktureller Kurzarbeit betroffen:

  • Verarbeitendes Gewerbe: 495 Betriebe
  • Gastgewerbe: 408 Betriebe
  • Handel; Instandhalt. u. Rep. v. Kfz: 357 Betriebe
  • Erbringung v. sonstigen Dienstleistungen: 134
  • Freiberufl., wissensch. u. techn.Dienstleistungen: 131 Betriebe

Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im November 2020 sieben Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.524 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 227 Personen oder 4,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 462 Personen (-9,3 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 8,4 Prozent (-0,8 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 638 Personen neu oder erneut arbeitslos, 864 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im April 2021 wurden in Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 10 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 60 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im November 2020 haben in Remscheid insgesamt 449 Betriebe für 4.092 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Kurzarbeiterquote:

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im November 2020 8,5 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 159 neue Stellen gemeldet, das sind 52 (48,6 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 323 (-30,9 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 370 offene Stellen. Das sind 9 weniger als im Vormonat und 527 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 368 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 20 Jugendliche (-5,2 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 96 Personen (-20,7 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.940 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 257 (+15,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 89,4 Prozent (1.734 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.959 Personen; das sind 134 Personen weniger als im Vormonat und 423 Menschen (-6,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.724 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 230 Personen oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 504 Personen (-7,0 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 8,3 Prozent (-0,6 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 871 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.099 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im April 2021 wurden in Solingen insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 36 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 220 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im November 2020 haben in Solingen insgesamt 582 Betriebe für 3.590 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Kurzarbeiterquote:

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im November 2020 6,6 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 261 neue Stellen gemeldet, das sind 2 (+0,8 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 118 (+11,8 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 643 offene Stellen. Das sind 25 weniger als im Vormonat und 256 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 731 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 78 Jugendliche (-9,6 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 144 Personen (-16,5 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.965 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 678 (+29,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,8 Prozent (2.603 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.106 Personen. Das sind 176 Personen weniger als im Vormonat, und 231 Menschen (-2,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 17.885 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 469 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 874 Personen (-4,7 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei10,2 Prozent (-0,5 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 2.429 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.894 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im April 2021 wurden in Wuppertal insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 36 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 222 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im November 2020 haben in Wuppertal insgesamt 1.148 Betriebe für 8.515 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Kurzarbeiterquote:

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im November 2020 6,6 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 588 neue Stellen gemeldet, das sind 251 (+74,5 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 101 (+5,3 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.366 offene Stellen. Das sind 278 mehr als im Vormonat und 658 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.779 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 54 Jugendliche (-2,9 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 252 Personen (-12,4 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 8.526 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2.482 (+41,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 90,4 Prozent (7.703 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 29.808 Personen. Das sind 259 Personen weniger als im Vormonat, und 1.433 Menschen (-4,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Corona bedingt sind persönliche Kontakte derzeit nur stark eingeschränkt möglich - telefonisch und online sind wir natürlich für unsere Kundinnen und Kunden da! Wir beraten und beantworten Fragen rund um Arbeit und Ausbildung. Persönliche Vorsprachen sind derzeit aber nur auf Einladung durch uns möglich.

Informationen und Erreichbarkeit:

Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00
  • Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
  • Familienkasse: 0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug

Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet: 0202 2828 – 111 (gebührenpflichtig)