29.07.2021 | Presseinfo Nr. 119

Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt

Entwicklung im Vormonatsvergleich:

Arbeitslosigkeit im Städtedreieck marginal gesunken
Leichter Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Arbeitsstellen stagnieren

„Für den geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit sehe ich vor allem saisonale Gründe - Befristungen sind zum Halbjahresende ausgelaufen, Schulabgängerinnen und –abgänger melden sich arbeitslos und in den Sommerferien werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Natürlich macht sich hier auch die nachvollziehbare Zurückhaltung der Unternehmen bei der Stellenbesetzung bemerkbar. Es sind aber deutlich weniger Menschen ohne Arbeit als vor einem Jahr. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr“, fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und örtlicher Arbeitsmarktexperte, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zusammen.

Im Städtedreieck sind aktuell etwas weniger Menschen als im Juni arbeitslos gemeldet, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es rund dreizehn Prozent weniger. Im Rechtskreis des SGB III sind aktuell rund dreißig Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Während in Solingen und Wuppertal die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gesunken ist, steigt sie in Remscheid geringfügig an.

Die Jugendarbeitslosigkeit verläuft uneinheitlich – mit derzeit 2.976 arbeitslosen Jugendlichen sind im Agenturbezirk aktuell knapp fünf Prozent mehr als im Vormonat, aber fast zwanzig Prozent weniger als vor einem Jahr arbeitslos.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sowohl zu Vormonat als auch zum Vorjahr gestaltet sich ungünstiger als in den Vergleichsregionen. Aktuell stagniert die Entwicklung im Vergleich zum Vormonat, liegt aber rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert.

Eine Analyse zu möglichen Auswirkungen der Flutkatastrophe vom 14. Juli auf den örtlichen Arbeitsmarkt ist noch nicht möglich. Der Stichtag für die aktuelle Datenerhebung war der 13. Juli 2021.

„Wir stellen in den Fachbereichen eine Zunahme von Anfragen der Unternehmen fest. Ich rate Betrieben, bei denen auf Grund des Hochwassers Arbeitsausfälle entstehen, Kurzarbeit anzuzeigen. Gründe für Kurzarbeit können neben konjunkturellen und saisonalen Gründen auch ‚unabwendbare Ereignisse‘ sein“, erläutert Martin Klebe.

Betroffene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich bei unserer Service-Hotline 0800 4 5555-20 und im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/informationen-kurzarbeit-hochwasser informieren.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 199 (-0,7 Prozent) auf 28.560 Personen gesunken.  Gegenüber dem Vorjahr sind 4.108 Menschen (-12,6 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote beträgt 8,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 9,9 Prozent. Die Arbeitslosenquoten verringerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Dabei reichte die Spanne der Quoten im Juli 2021 von 7,5 Prozent in Remscheid bis 9,4 Prozent in Wuppertal.

Stellenentwicklung

664 neue Stellengesuche, 5 mehr als im Vormonat, 42 weniger als im Vorjahr.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 5,9 Prozent (-42 Stellen) geringer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat sind es fünf (+0,8 Prozent) Stellen mehr.                                                                                  

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht (Bestand): Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Metallbearbeitung * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Werbung und Marketing * Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege * Verkauf * Arzt- und Praxishilfe * Fahrzeugführung * Altenpflege * Büro und Sekretariat.

Neben den Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen werden in folgenden Berufsgruppen neue Stellen gemeldet (Zugang): Metallerzeugung * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Arzt- und Praxishilfe * Verkauf * Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Angezeigte Kurzarbeit:

Mit aktuellstem Datenstand für Juni 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 50 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 500 Personen eingegangen, das sind 44 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Januar 2021 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 51,1 Prozent. Im Januar 2021 haben im Agenturbezirk insgesamt 2.977 Betriebe für 21.149 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 4.244 Kurzarbeitende mehr als im Monat zuvor.

Folgende Wirtschaftsabschnitte waren am stärksten von konjunktureller Kurzarbeit betroffen:

  • Handel; Instandhalt. u. Rep. v. Kfz: 588 Betriebe
  • Gastgewerbe: 444 Betriebe
  • Verarbeitendes Gewerbe: 431 Betriebe
  • Erbringung v. sonstigen Dienstleistungen: 366 Betriebe
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen: 132 Betriebe

Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar und betrug im Januar 2021 9,7 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Stagnierende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage im Vergleich zu Juni 2021

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.455 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 27 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 412 Personen (-8,5 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,2 Prozent (-0,7 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 794 Personen neu oder erneut arbeitslos, 761 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im Juni 2021 wurden in der Stadt Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 14 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 176 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in Remscheid insgesamt 583 Betriebe für 4.629 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Januar 2021 9,1 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 164 neue Stellen gemeldet, das sind 18 (12,3 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 363 (-26,0 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 467 offene Stellen. Das sind 78 mehr als im Vormonat und 284 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 385 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 41 Jugendliche (+11,9 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 54 Personen (-12,3 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.866 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 173 (+10,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,9 Prozent (1.659 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.787 Personen; das sind 22 Personen weniger als im Vormonat und 578 Menschen (-9,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage im Vergleich zu Juni 2021

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.619 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 119 Personen oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 1.081 Personen (-14,0 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,8 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 906 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.027 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im Juni 2021 wurden in der Stadt Solingen insgesamt 12 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld (alle Anspruchsgrundlagen) für 55 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in der Stadt Solingen insgesamt 794 Betriebe für 4.645 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Januar 2021 acht Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 172 neue Stellen gemeldet, das sind 21 (+13,9 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 24 (-1,6 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 630 offene Stellen. Das sind 32 mehr als im Vormonat und 279 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 756 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 18 Jugendliche (+2,4 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 250 Personen (-24,9 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.013 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 560 (+22,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,9 Prozent (2.647 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8.929 Personen. Das sind 91 (- 1,0 Prozent) Personen weniger als im Vormonat, und 789 Menschen (-8,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage im Vergleich zu Juni

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 17.486 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 107 Personen oder 0,6 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 2.615 Personen (-13,0 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 11,0 Prozent (-1,6 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 2.744 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.880 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Juni 2021 wurden in der Stadt Wuppertal insgesamt 24 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld (alle Anspruchsgrundlagen) für 268 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in der Stadt Wuppertal insgesamt 1.600 Betriebe für 11.875 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.      

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Januar 2021 8,8 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 328 neue Stellen gemeldet, das sind 34 (-9,4 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 207 (+8,3 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.258 offene Stellen. Das sind 47 weniger als im Vormonat und 401 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.835 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 71 Jugendliche (+4,0 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 411 Personen (-18,3 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 8.370 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 1.569 (+23,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 91,1 Prozent (7.621 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 29.497 Personen. Das sind 258 Personen mehr als im Vormonat, und 2.329 Menschen (-7,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Informationen und Erreichbarkeit:

Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00
  • Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
  • Familienkasse: 0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug

Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet: 0202 2828 – 111 (gebührenpflichtig)