31.08.2021 | Presseinfo Nr. 132

Guter Start nach den Sommerferien

  • Arbeitslosigkeit geringer als vor einem Monat und vor einem Jahr
  • Jugendarbeitslosigkeit auf dem Niveau von 2019
  • Langzeitarbeitslosigkeit stagniert
  • Stellenentwicklung noch verhalten

„Die Arbeitslosigkeit ist im Bergischen Städtedreieck sowohl im Vergleich zum Vormonat wie auch zum Vorjahresmonat gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang ist erneut der Rückgang an arbeitslosen Personen im Rechtskreis SGB III. Im August konnten mehr Menschen aus ihrer Arbeitslosigkeit heraus eine neue Stelle antreten als in den Monaten zuvor. Diese positive Entwicklung fällt besser aus als sonst in NRW. Die Langzeitarbeitslosigkeit stagniert auf dem Niveau der letzten Monate und geht zuletzt leicht zurück. Der relativ hohe Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist zum Teil saisontypisch und pendelt sich nun auf dem Niveau von 2019 ein. Vor zwei Jahren waren 3.137 Jugendliche arbeitslos gemeldet, aktuell sind es 3.007. Die Stellenentwicklung ist gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel zurückgegangen, also noch immer sehr verhalten“, resümiert Kirsten Roth, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Entwicklung im Städtedreieck:

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 391 (-1,4 Prozent) auf 28.169 Personen gesunken.  Gegenüber dem Vorjahr sind 5.247 Menschen (-15,7 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet.                                                                                       

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote beträgt 8,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 10,1 Prozent.
Dabei verringerten sich die Quoten gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Die Spanne reichte im August 2021 von 7,2 Prozent in Remscheid bis 9,3 Prozent in Wuppertal.

Stellenentwicklung

635 neue Stellengesuche, 29 weniger als im Vormonat, 297 weniger als im Vorjahr
Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 31,9 Prozent (-297 Stellen) geringer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 29 (-4,4 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:
Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Metallbearbeitung * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Verkauf * Fahrzeugführung im Straßenverkehr * Arzt- und Praxishilfe * Büro und Sekretariat * Altenpflege

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen. Es werden aber auch Stellen aus „Handel, Instandhaltung und Reparaturen von Kfz“, aus dem verarbeitenden Gewerbe, sowie aus dem Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet.

Arbeitslosmeldung ab 1. September wieder persönlich erforderlich

Um persönliche Kontakte während der Corona-Pandemie zu beschränken, konnten sich Bürgerinnen und Bürger ausnahmsweise telefonisch oder online arbeitslos melden. Ab 1. September 2021 ist diese Sonderregelung weggefallen und Arbeitslosmeldungen müssen wieder verpflichtend persönlich in der Agentur für Arbeit erfolgen.

Das Verfahren bei der Arbeitssuchendmeldung ist unverändert.

„Viele Anliegen unserer Kundinnen und Kunden, wie zum Beispiel die Beantragung von Arbeitslosengeld, lassen sich weiter einfach und unkompliziert über unsere digitalen eServices erledigen. Die Arbeitslosmeldung muss nun aber wieder persönlich erfolgen“, so Kirsten Roth zu der ausgelaufenen Sonderregelung.

Ausführliche Informationen zu den eServices finden Sie im Internet:
https://www.arbeitsagentur.de/eservices

Der Arbeitsmarkt in Remscheid
Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.313 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 142 Personen oder 3,2 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum August des Vorjahres sind dies 670 Personen (-13,4 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,4 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).                                                                                                                                                                                   Im aktuellen Monat meldeten sich 801 Personen neu oder erneut arbeitslos, 945 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                            

Entwicklung der Stellenangebote

Im August 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 143 neue Stellen gemeldet, das sind 21 (-12,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 471 (-28,6 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 473 offene Stellen. Das sind 6 mehr als im Vormonat und 354 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                           

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 349 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 36 Jugendliche (-9,4 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 124 Personen (-26,2 Prozent) gesunken.                                                                               

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.822 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 93 (+5,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,8 Prozent (1.618 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                           

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.650 Personen; das sind 125 Personen weniger als im Vormonat und 751 Menschen (-11,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.  

Der Arbeitsmarkt in Solingen
Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.583 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 36 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum August des Vorjahres sind dies 1.330 Personen (-16,8 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 9,1 Prozent (-1,5 Prozentpunkte).                                                                                                                                       Im aktuellen Monat meldeten sich 1.176 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.206 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                            

Entwicklung der Stellenangebote

Im August 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 165 neue Stellen gemeldet, das sind 7 (-4,1 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 181 (-10,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 612 offene Stellen. Das sind 18 weniger als im Vormonat und 390 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                                 

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 747 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 9 Jugendliche (-1,2 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 376 Personen (-33,5 Prozent) gesunken.                                                                      

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.015 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 477 (+18,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,3 Prozent (2.663 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8.838 Personen. Das sind 79 Personen weniger als im Vormonat, und 1.049 Menschen (-10,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.      

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal
Sinkende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 17.273 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 213 Personen oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum August des Vorjahres sind dies 3.247 Personen (-15,8 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 11,2 Prozent (-1,9 Prozentpunkte).                                                                                                                               Im aktuellen Monat meldeten sich 2.904 Personen neu oder erneut arbeitslos, 3.131 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                                          

Entwicklung der Stellenangebote

Im August 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 327 neue Stellen gemeldet, das ist eine (-0,3 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 175 (+6,2 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.209 offene Stellen. Das sind 49 weniger als im Vormonat und 397 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                             

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.911 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 76 Jugendliche (+4,1 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 556 Personen (-22,5 Prozent) gesunken.                                                                                 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 8.382 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 1.184 (+16,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 91,3 Prozent (7.649 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 29.143 Personen. Das sind 145 Personen weniger als im Vormonat, und 2.687 Menschen (-8,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

                                                                                                                                                     

                                                                      

Informationen und Erreichbarkeit:

Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:

- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:    0800 4 5555 00

- Arbeitgeber:                                                  0800 4 5555 20

- Familienkasse:                                             0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug
Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet:

0202 2828 – 111 (gebührenpflichtig)