29.01.2021 | Presseinfo Nr. 17

Verhaltener Jahresbeginn auf dem Arbeitsmarkt

"Im Januar hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat deutlich erhöht. Ursächlich hierfür sind zum einen saisonal erhöhte Arbeitslosmeldungen zum Jahreswechsel und zum anderen ein deutlicher Rückgang der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen"
fasst der Leiter der Agentur für Arbeit Martin Klebe den arbeitsmarktlichen Start in das neue Jahr zusammen.
 

Arbeitslosigkeit
31.098 Menschen im Januar arbeitslos,
1.666 mehr als im Vormonat, 4.428 mehr als vor einem Jahr                                                                         

Arbeitslosenquote
Im Bergischen Städtedreieck aktuell bei 9,4 Prozent, im Vorjahr bei 8,1 Prozent.                                                                          

Stellenentwicklung
573 neue Stellengesuche, 168 weniger als im Vormonat, 285 niedriger als im Vorjahr        

"Im Januar hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat deutlich erhöht. Ursächlich hierfür sind zum einen saisonal erhöhte Arbeitslosmeldungen zum Jahreswechsel und zum anderen ein deutlicher Rückgang der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen" fasst der Leiter der Agentur für Arbeit Martin Klebe den arbeitsmarktlichen Start in das neue Jahr zusammen.

In der Grundsicherung in Wuppertal trug der über den Jahreswechsel deutlich verringerte Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen wesentlich zum Anstieg der Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent im Dezember auf 10,4 Prozent im Januar bei. Demgegenüber hat der verhaltene Anstieg der Arbeitslosigkeit in Solingen und Remscheid die üblichen saisonalen Gründe. Allerdings muss für alle drei Städte festgehalten werden, dass der Stellenzugang weit unterhalb des Vorjahresmonats liegt. Die geringe Anzahl an neuen Stellen hat ihre Ursache im aktuellen Lock Down.

Erfreulicherweise hat sich die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember nicht erhöht, es kann vielmehr festgehalten werden, dass sich der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Januar weiter verringert hat.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 1.666 (5,7 Prozent) auf 31.098 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind 4.428 Menschen (+16,6 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,4 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 8,1 Prozent.                                                                                   

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquoten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Dabei reichte die Spanne der Quoten im Januar 2021 von 8,1 Prozent in Remscheid bis 10,4 Prozent in Wuppertal.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 33,2 Prozent (-285 Stellen) niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 168 (-22,7 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet.                                                                                 

In folgenden Wirtschaftsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:

Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Metallbearbeitung * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Büro und Sekretariat * Verkauf

Knapp 40 Prozent der neu gemeldeten Stellengesuche stammen von Arbeitnehmerüberlassungen.

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Allgemeines

Arbeitgeber stellen, bei drohender Kurzarbeit, zunächst eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall. Die Anzeigen haben eine maximale Gültigkeitsdauer von 6 Monaten und werden statistisch nur für den Monat gezählt, in dem sie eingegangen sind bzw. erfasst wurden. Nicht für alle Personen in den Anzeigen erfolgt später auch tatsächlich Kurzarbeit. Auch das Ausmaß des Arbeitsausfalls pro Kopf ist aus den Anzeigen noch nicht erkennbar. Insoweit können die in den Anzeigen gemeldeten Zahlen über Personen zwar als potentielle, nicht aber als unmittelbare Zugänge in Kurzarbeit interpretiert werden. Es ist aber wahrscheinlich, dass in der aktuellen Krise die realisierte Kurzarbeit den in den Anzeigen genannten Personen recht nahekommt, da viele Arbeitgeber keine andere Möglichkeit haben, als die Arbeitszeit des Personals zu verkürzen.

Angezeigte Kurzarbeit:

Von Anfang März 2020 bis Ende Januar 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt rund 7.700 Anzeigen auf Kurzarbeit für über 110.000 Personen eingegangen.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Die Arbeitgeber haben bis zu drei Monate Zeit, den Abrechnungsantrag zu stellen. Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Juli 2020 zur Verfügung.

Im Juli 2020 haben im Agenturbezirk 2.567 Betriebe für 26.132 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt.

Folgende Wirtschaftsabschnitte waren im Juli am stärksten von Kurzarbeit betroffen:

  • Verarbeitendes Gewerbe (14.253 Betriebe)
  • Kfz-Handel (3.426 Betriebe)
  • Gastgewerbe (1.280 Betriebe)
  • Immobilien (1.274 Betriebe)
  • Arbeitnehmerüberlassung (1.217 Betriebe)
Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeit an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar. Sie betrug im Juli 2020 11,6 Prozent

Der Arbeitsmarkt in Remscheid
Steigende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.847 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 195 Personen oder 4,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind dies 307 Personen (+6,8 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,7 Prozent (+0,4 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 866 Personen neu oder erneut arbeitslos, 672 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:
Von Anfang März 2020 bis Ende Januar 2021 sind in Remscheid insgesamt 1.492 Anzeigen auf Kurzarbeit für 23.214 Personen eingegangen.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Juli 2020 haben in Remscheid insgesamt 509 Betriebe für 6.405 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt.

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Juli 2020 14 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Januar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 133 neue Stellen gemeldet, das sind 56 (-29,6 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 65 (-32,8 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 678 offene Stellen. Das sind 36 weniger als im Vormonat und 368 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                                

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 414 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 23 Jugendliche (-5,3 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 15 Personen (-3,5 Prozent) gesunken.                                                                       

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.929 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 413 (+27,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 85,2 Prozent (1.643 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 6.217 Personen; das sind 72 Personen mehr als im Vormonat und -8 Menschen (-0,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                              

Der Arbeitsmarkt in Solingen
Steigende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 7.229 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 160 Personen oder 2,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind dies 1.051 Personen (+17,0 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 7,1 Prozent (+1,2 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 1.090 Personen neu oder erneut arbeitslos, 924 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.      

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:
Von Anfang März 2020 bis Ende Januar 2021 sind in Solingen insgesamt 2.121 Anzeigen auf Kurzarbeit für 30.407 Personen eingegangen.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Juli 2020 haben in Solingen insgesamt 708 Betriebe für 6.682 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt.

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Juli 2020 12,6 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Januar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 147 neue Stellen gemeldet, das sind 33 (-18,3 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 119 (-44,7 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 674 offene Stellen. Das sind 81 weniger als im Vormonat und 569 weniger als im Vorjahresmonat. 

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 812 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 7 Jugendliche (+0,9 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 109 Personen (+15,5 Prozent) gestiegen.                                                                                 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.859 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 722 (+33,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 84,3 Prozent (2.409 Personen) in der Grundsicherung betreut.                        

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.444 Personen. Das sind 100 Personen mehr als im Vormonat, und 809 Menschen (+9,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr.                                                                                                                              

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal
Steigende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 19.022 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 1.311 Personen oder 7,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind dies 3.070 Personen (+19,2 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,7 Prozent (+1,7 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 3.826 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.539 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                                        

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:
Von Anfang März 2020 bis Ende Januar 2021 sind in Wuppertal insgesamt 4.082 Anzeigen auf Kurzarbeit für 59.096 Personen eingegangen.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:
Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Juli 2020 haben in Wuppertal insgesamt 1.350 Betriebe für 13.045 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt.

Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Juli 2020 10,3 Prozent.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Januar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 293 neue Stellen gemeldet, das sind 79 (-21,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 101 (-25,6 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.102 offene Stellen. Das sind 35 weniger als im Vormonat und 952 weniger als im Vorjahresmonat.   

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.861 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 10 Jugendliche (+0,5 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 185 Personen (+11,0 Prozent) gestiegen.                 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 7.958 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2.671 (+50,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 85,7 Prozent (6.820 Personen) in der Grundsicherung betreut.    

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 30.606 Personen. Das sind 442 Personen weniger als im Vormonat, und 1.643 Menschen (+5,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.