02.03.2022 | Presseinfo Nr. 40

Der Arbeitsmarkt im Februar 2022

Arbeitslosenquote gegenüber Januar unverändert bei 8,1 Prozent
Weniger Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit
Jeder zweite Arbeitslose länger als ein Jahr arbeitslos

Die Arbeitslosenquote hat sich im Februar 2022 gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Auch die Zahl der Arbeitslosen ist nahezu gleichgeblieben. Rückläufig gegenüber dem Vormonat sind die Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit, die sich auf Vorjahresniveau bewegen. Die Beschäftigungsaufnahmen haben gegenüber Januar zugenommen, liegen aber deutlich unter Vorjahresniveau.

Die sichtbarste Nachwirkung der Pandemie ist und bleibt der hohe Anteil der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. "Jede zweite arbeitslos gemeldete Person ist inzwischen langzeitarbeitslos, vor der Krise war es nur jede Dritte," erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr vor allem im Rechtskreis SGB III deutlich zurückgegangen Erst im Vergleich zum Februar 2020 wird die kritische Entwicklung augenfällig. Vor zwei Jahren waren ca. 8.950 Menschen im Städtedreieck langzeitarbeitslos. Nach zwei Jahren Pandemie sind es knapp 12.850 Menschen, die langzeitarbeitslos sind. Auch im Rechtskreis SGB III liegt die Zahl über der des Vorvorjahres.

Haupthemmnis vieler Langzeitarbeitsloser ist eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße berufliche Qualifikation. Hier hilft die Agentur für Arbeit mit ihren vielfältigen Fördermöglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung.

Entwicklung im Städtedreieck:

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 11 (0,0 Prozent) auf 26.941 Personen gesunken.  Gegenüber dem Vorjahr sind 3.869 Menschen (-12,6 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet.                                                                                       

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 9,3 Prozent.

Dabei sinken die Quoten gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen – Wuppertal. Die Spanne reichte im September 2021 von 7,2 Prozent in Remscheid über 7,5 Prozent in Solingen bis 8,7 Prozent in Wuppertal.

Stellenentwicklung

618 neue Stellengesuche, 49 mehr als im Vormonat, 172 gesunken im Vorjahr

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 21,8 Prozent (-172 Stellen) zum gleichen Monat des Vorjahres gesunken. Im Vergleich zum Vormonat wurden 49 (+8,6 Prozent) mehr neue Stellen gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:

Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Büro und Sekretariat * Metallbearbeitung * Verkauf * Gesundheit, Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe * Fahrzeugführung im Straßenverkehr *

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassung. Es werden aber auch Stellen aus den Berufsgruppen des verarbeitenden Gewerbes, der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, sowie aus dem Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.262 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 11 Personen oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind dies 587 Personen (-12,1 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,1 Prozent (-0,9 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 860 Personen neu oder erneut arbeitslos, 870 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                            

Entwicklung der Stellenangebote

Im Februar 2022 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 141 neue Stellen gemeldet, das sind 53 (60,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 83 (-26,6 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 385 offene Stellen. Das sind 42 mehr als im Vormonat und 234 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 321 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 16 Jugendliche (+5,2 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 102 Personen (-24,1 Prozent) gesunken.                                                                               

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.772 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 220 (-11,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 89,5 Prozent (1.586 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung            

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.547 Personen; das sind 2 Personen mehr als im Vormonat und 620 Menschen (-10,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.558 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 44 Personen oder 0,7 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind dies 430 Personen (-6,2 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,0 Prozent (-0,5 Prozentpunkte). 
Im aktuellen Monat meldeten sich 889 Personen neu oder erneut arbeitslos, 929 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                            

Entwicklung der Stellenangebote

Im Februar 2022 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 120 neue Stellen gemeldet, das sind 20 (-14,3 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 90 (-25,7 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 456 offene Stellen. Das sind 55 weniger als im Vormonat und 220 weniger als im Vorjahresmonat.                                                                                

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 659 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 44 Jugendliche (-6,3 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 126 Personen (-16,1 Prozent) gesunken.                                                                      

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.346 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 475 (+16,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 91,3 Prozent (3.056 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8.651 Personen. Das sind 48 Personen mehr als im Vormonat und 396 Menschen (-4,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                              

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 16.121 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 44 Personen oder 0,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind dies 2.852 Personen (-15,0 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,7 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 10,3 Prozent (-1,6 Prozentpunkte). 
Im aktuellen Monat meldeten sich 2.947 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.899 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.                                                                                        

Entwicklung der Stellenangebote

Im Februar 2022 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 357 neue Stellen gemeldet, das sind 16 (+4,7 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 3 (-0,4 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.386 offene Stellen. Das sind 53 weniger als im Vormonat und 337 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                          

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.567 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 9 Jugendliche (-0,6 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 377 Personen (-19,4 Prozent) gesunken.                                                                                 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 7.741 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 408 (-5,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 91,7 Prozent (7.095 Personen) in der Grundsicherung betreut.                                                                                

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 26.950 Personen. Das sind 469 Personen weniger als im Vormonat und 3.769 Menschen (-12,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                              

Informationen und Erreichbarkeit:

Bitte beachten Sie, dass in den Agenturen für Arbeit die 2G-Regel

(geimpft oder genesen) gilt.

Hinweise zu aktuellen Kontaktmöglichkeiten und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite

Die kostenlosen Servicerufnummern sind von 08.00 bis 18.00 Uhr erreichbar:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:    0800 4 5555 00
  • Arbeitgeber:                                                  0800 4 5555 20
  • Familienkasse:                                             0800 4 5555 30

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
haben die Möglichkeit zur Online-Information: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/kug
Hier steht ein umfassendes Informationsangebot zur Verfügung, dass alle erforderlichen Antragsunterlagen speziell für die Unternehmen im Bergischen Städtedreieck enthält. Kurzarbeit kann online beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine weitere Sammeltelefonnummer eingerichtet:
0202 2828-111
- täglich erreichbar von 08.00 – 12.30 Uhr - gebührenpflichtig

Viele Anliegen der Agentur für Arbeit lassen sich einfach, zeit- und ortsunabhängig und bequem von zu Hause aus erledigen. Die Arbeitsagentur bittet darum, zum Beispiel für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst ihre E-Services zu nutzen.

Wie die Online-Kommunikation funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube: www.arbeitsagentur.de/eservices